Bei der Mädchensitzung der Prinzengilde Bergrath bleibt kein Auge trocken

Von: jlm
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Eine schaurig schöne Darbietung bot die Showtanzgruppe „Op Zack“ zum Thema „Tanz der Vampire“ Foto: Julia Meuser
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Bambinimariechen Paula Stärk tanzte sich mit ihren jungen Jahren in die Herzen der Damen.

Bergrath. „Ihr glaubt gar nicht, wie schön es ist, euch zu sehen und heute mit euch Karneval zu feiern!“ Iris Winden-Cremer, Damenpräsidentin der Prinzengilde, freute sich riesig, dass es nun endlich losging: denn gemeinsam feierte man im proppevollen Zelt die Mädchensitzung der KG, musikalisch stets begleitet von Jürgen Meier an den schwarz-weißen Tasten.

Als erstes marschierte der Nachwuchs, die Jael Bajaasch auf die bunt geschmückte Bühne und machte es den Großen vor. Die Kinderpräsidentin Lorena Breyer führte dabei gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Julie Wesemann durch das kleine, aber feine Programm: Die Kindertanzgarde „Gilde Pänz“, sowie das Bambinimariechen Paula Stärk, die erst am Rosenmontag 2010 das Licht der Welt erblickte und nun schon wie eine ganz Große ihr Können auf der Bühne beweist, machten den Anfang und begeisterten ihr Publikum.

Auch das Kindertanzpaar Lea Proft mit Tanzoffizier Noah Bredohl ließ es sich nehmen, für ihre KG zu tanzen und erntete lautstarken Applaus. Abgerundet wurde der Auftritt der Jugendabteilung von der Jugendtanzgarde, die Wilde Gilde, die noch einmal bewies, dass die Liebe zum Tanz und zur Musik bei der Prinzengilde groß geschrieben wird.

Labbes un Drickes, Michael Henkel und Guido Streusser, hielten im Anschluss ein „Zwiegespräch“, gaben jedoch auch jeder Frau im Zelt, die noch einen Mann sucht, wertvolle Tipps. Jede Frau wolle einen Mann finden, der gut Geld verdienen kann und viel Geld hat, einen, der gut kochen kann und gut den Haushalt macht, einen, der gerne und oft Liebe macht – und das wichtigste: Diese drei Männer dürfen sich niemals begegnen.

Im Anschluss gewannen die Indesingers die Bühne für sich und machten erst einmal ordentlich Stimmung im Festzelt. Ein Jeder schunkelte und tanzte, bis in die letzte Reihe brachten sie ihr Publikum in Bewegung. Ohne eine Zugabe ließen die Damen der Prinzengilde sie da natürlich nicht von der Bühne. Auch die Mädchentanzgruppe der KG Klömm erop bewies ihr tänzerisches Können an diesem Abend und sorgte für Begeisterung.

Nach einer Verlosung wurde das Programm schließlich vom Uniformiertenkorps der KG mit ihrem Vizepräsidenten Udo Mondry, begleitet von ihrer Regimentskapelle unter der Leitung von Franz-Peter Frings, fortgesetzt.

Die Große Garde, bestehend aus den Regimentstöchtern, der Tanzmarie Anna Tümmler, die zwar erst seit dieser Session als Tanzmarie ihre KG präsentiert, an diesem Abend aber „mit Bravour tanzte“, so die stolze Damenpräsidentin, dem Tanzpaar Melina Münstermann und Sebastian Kämper, sowie der Männergarde, tanzte sich in die Herzen der Frauen und sorgte für Begeisterungsstürme.

Auch Prinz Rene I. stattete mit seinem Zerm Daniel den Feiernden einen Besuch ab und war auch gleich begeistert von der tollen Stimmung in dem vollbesetzten Zelt. Gemeinsam sangen alle das Prinzenlied und tanzten zu Brings „Kölsche Jung“, interpretiert von den Prinzenbläsern.

Pinke Spitzebötzjer

Egal ob auf der Bühne oder unten im Saal – das Publikum feierte seinen Prinzen und tanzte in einer Polonaise durch das Zelt. Als Dank gab es unter anderem Zitronensorbet mit Wodka, das Lieblingssgetränk des Prinzen, wie die Damenpräsidentin in Erfahrung bringen konnte.

Im Anschluss stürmten dann Armin Müller, Juppi Küpper, Dalibor Jelic und Daniel Wartha die Bühne und strapazierten die Lachmuskeln der Anwesenden, indem sie einmal zeigten, wie es auf einer Männertoilette so zugeht – als Dank erhielten sie passenderweise ein Fässchen für die nächste Probe.

Die Showtanzgruppe „Op Zack“ (Trainerin Beate Mansfeld) tanzte dann den „Tanz der Vampire“ und begeisterte mit einer tollen Choreografie und wunderschönen Kostümen. Zunächst als Cowboys verkleidet, ließ das Männerballett der KG Narrenzunft dann die Hüllen fallen und tanzte schließlich im knappen Indianerdress mit pinkem Spitzebötzje über die Bühne und erntete schallenden Applaus.

Auch die Regimentstrompeter unter der Leitung von Achim Basse ließen es sich nehmen, für ihre Damen zu spielen und begeisterten mit kölsche Karnevalsliedern sowie rockigeren Tönen.

Den Atem raubte den staunenden Frauen dann die Nothberger Showtanzgruppe, die mit ihren waghalsigen Hebungen und akrobatischen Leistungen wieder einmal begeisterte. Extra aus Köln angereist, spielte dann Christian Pape mit seinem Dr. Bibbermann mit den Lachmuskeln seines Publikums. Dabei stellte er gleich fest, „wir Rheinländer“ seien anders.

„Wenn jemand vor uns die Grünphase verschläft, hupen wir nicht. Wir steigen aus, klopfen ans Fenster und fragen: ‘Tschuldigung, war da jetzt keine Farbe für Sie dabei?“ Als dann kurzzeitig Licht und Mikro ihren Dienst verweigerten, ließen es sich die Damen nicht nehmen, das zuvor von ihm angestimmte Lied weiterzusingen, bis Udo Mondry als Retter in der Not, die Technik wieder zum Laufen brachte.

„Ich habe noch nicht so viele liebenswerte Menschen gesehen“, musste Christian Pape daraufhin gestehen. „Können wir euch buchen, wenn wir noch mal nach Düsseldorf müssen?“

Colör, bekannt aus Funk und Fernsehen aus der Hochburg des Karnevals Köln, boten dann schließlich den Höhepunkt und brachten die Stimmung noch einmal zum Kochen.

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