Begrenzungen werden zu Stolperfallen

Von: Andreas Gabbert
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Kluck
Helga Kuck zeigt auf die Steine, über die sie gestürzt ist: Die 65-Jährige musste anschließend am Knie operiert werden und trägt nun eine Schiene am Bein. Foto: Andreas Gabbert

Eschweiler. Helga Kuck trägt eine Schiene am linken Bein, als sie sich die Stelle noch einmal im Hellen ansieht, an der sie so schwer gestürzt ist. Die Steine, die die Parkbuchten an der Marienstraße zum Gehweg hin begrenzen, sind ihr in der Dunkelheit zum Verhängnis geworden.

Die 65-Jährige aus Eschweiler wollte nur kurz etwas bei ihrer Bank einwerfen. Dazu hatte ihr Mann kurz mit dem Wagen gehalten und sie aussteigen lassen. Helga Kuck suchte sich einen Weg zwischen den parkenden Autos, als sie plötzlich stolperte und der Länge nach auf dem Gehweg landete. Ohne Hilfe gelang es ihr nicht mehr aufzustehen, die Schmerzen waren zu groß. Im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte schließlich einen Schaden an der Kniescheibe - eine Operation war nicht zu vermeiden. In der Folge verbrachte Kuck eine Woche im Krankenhaus und muss nun wochenlang die Schiene am Bein tragen.

Helga Kuck ist nicht die Einzige, die in jüngster Zeit über die rund zehn Zentimeter hohen Begrenzungssteine der Parkbuchten an der Marienstraße gestolpert ist. Im Wartezimmer lernte sie eine Frau kennen, die sich ebenfalls wegen eines Sturzes an der Marienstraße behandeln ließ. Noch eine weitere Betroffene ist Irene Gulba. Auch sie ist dort gefallen und hat starke Prellungen in den Beinen und Zerrungen im Nackenbereich erlitten. Sie war gestürzt, als sie vom Gehweg zu einem parkenden Auto wollte. Dabei hatte sie noch Glück im Unglück, weil ihr Passanten rasch auf die Beine halfen und sie zu einem Arzt brachten.

Bei der Stadt ist bis auf einen länger zurückliegenden Fall nichts von den Unfällen bekannt, wie der Technische Beigeordnete Hermann Gödde erklärt. Die Begrenzungen seien leider nötig, da sonst die Gehwege zugeparkt würden. Da es an der Marienstraße schon eine Menge Poller gebe, habe man aus gestalterischen Gründen und auch mit Blick auf Veranstaltungen versucht, niederschwellige und unauffällige Barrieren für die Autos zu schaffen. Der Gehweg sei breit genug und damit auch die Sicherheit der Fußgänger gewährleistet, sagt Gödde.

Problematisch wird es aber auf dem Weg vom oder zum geparkten Auto. „Die Parkplätze und der Gehweg befinden sich auf einer Höhe, und die Fläche präsentiert sich Grau in Grau. Da fehlt einfach die Orientierung”, sagt Guba. In der Dämmerung oder Dunkelheit sei diese Situation insbesondere für ältere Menschen nicht ungefährlich, meint die 49-Jährige.

Der Technische Beigeordnete will die Vorfälle nun zum Anlass nehmen, um mit dem zuständigen Fachbereich zu sprechen und nach Möglichkeiten einer besseren Markierung der Gefahrenstelle zu suchen. Gödde denkt dabei zum Beispiel an helle und oder fluroszierende Farbe, die auch im Dunkeln auf die Begrenzungssteine aufmerksam macht.
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