Bauland am Nordrand Kinzweilers geht weg wie warme Semmeln

Von: Rudolf Müller
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Die Baustraßen sind betriebsbereit. Und werden bereits rege genutzt: Auf mehreren Baustellen wird schon kräftig gebaggert und gewerkelt; die ersten Häuser nehmen bereits Formen an. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Die Indestadt wächst weiter. 57 Wohnhäuser entstehen in den kommenden Monaten am Nordrand von Kinzweiler. Etliche Jahre hat es gedauert, bis aus der Idee Realität wurde. Das lag nicht zuletzt an den schwierigen Verhandlungen mit den damaligen Grundstückseigentümern.

Geklappt hat es schließlich doch: Aus dem einstigen Ackerland nördlich der Von-Trips-Straße ist Bauland geworden. Im Spätsommer vergangenen Jahres wurde der symbolische Erste Spatenstich zur dann im November begonnenen Erschließung des insgesamt 34.200 Quadratmeter großen Geländes getan – am Freitag wurde mit Fertigstellung der Baustraßen das Baugebiet offiziell eröffnet. Dessen Eigentümerin ist die Immobiliengesellschaft der Sparkasse gemeinsam mit der Strukturförderungsgesellschaft der Stadt Eschweiler. Die S-immo der Sparkasse war es auch, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Neubaugebiets bereits das Wohngebiet „Begauer Mühlenweg“ entwickelt hat, das 48 Grundstücke umfasst.

Es war ein kleines Familienfest, zu dem Stadt Eschweiler und Sparkasse – die S-immo vermarktet das Gebiet – Politik, Bauherren und Interessenten an die Ackerstraße eingeladen hatten. S-immo-Geschäftsführer Dietmar Röhrig zeigte sich ebenso wie Bürgermeister Rudi Bertram hoch zufrieden: „Wir haben hier sehr viel Herzblut hineingesteckt.“ Ergebnis: „Binnen weniger Monate waren gut 70 Prozent der Baugrundstücke verkauft – viel schneller als erwartet.“ Das Baugebiet im Grünen mit guten Anbindungen an die Städte Eschweiler und Alsdorf sowie an das Autobahnnetz ist auch aufgrund seiner Nähe zu Kindergarten und Grundschule nicht zuletzt für junge Familien so attraktiv, dass die Grundstücke gefragt waren wie warme Semmeln. Von den 57 Grundstücken, auf denen 33 Einfamilienhäuser und 24 Doppelhaushälften entstehen sollen, sind bereits 40 verkauft – alle weiteren sind reserviert.

Zwischen 292 und 655 Quadratmeter groß und zwischen 170 und 180 Euro je Quadratmeter teuer sind die Grundstücke auf der insgesamt 23.126 Quadratmeter großen Baulandfläche, die fast 10.000 Quadratmeter Platz für Grün lässt. Stolze 3,2 Millionen Euro investiert die Immobiliengesellschaft der Sparkasse in das Kinzweiler Neubaugebiet.

Die Kanäle sind verlegt, die Straßenlaternen sind errichtet. Kaum war die Erschließung am 18. April fertiggestellt, da ließen die ersten Bauherren bereits die Bagger und Handwerker anrollen. Und so war das Festzelt, in dem die Sparkasse am Freitag Würstchen, Sekt und Sprudel servierte, nicht das einzige „Gebäude“ auf dem riesigen Areal.

Bürgermeister Rudi Bertram sieht das neue Wohngebiet auch als „kleines Konjunkturprogramm für die Bauwirtschaft“, dem möglichst weitere folgen sollen: „Die Entwicklung und Weiterentwicklung von Wohngebieten sind für uns wichtige Themen. Eschweiler ist eine als einzige Kommune in der Region eine wachsende Stadt; wir haben Zuzüge zu verzeichnen. Und das ist etwas, was wir weiter vorantreiben wollen.“

Es gebe neben dem Gebiet Ackerstraße, in dem es laut Ratsbeschluss vom Mittwoch künftig eine Josef-Granrath- und eine Elisabeth-Sous-Straße geben soll, in der Stadt Eschweiler auch weitere Möglichkeiten, Bauland zu entwickeln.

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