Eschweiler - Bauen in Nothberg? Das geht bald wieder!

Bauen in Nothberg? Das geht bald wieder!

Von: rpm
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Ein Häuschen im Grünen: In Nothberg kann dieser Traum für 35 Familien wahr werden. Die Stadt bereitet ihr letzes Grundstück dort für eine Wohnbebauung vor. Foto: stock/Caro

Eschweiler. Nothberg ist zweifellos einer der Eschweiler Stadtteile, die von Überalterung bedroht sind. Daran soll sich bald etwas ändern: Die Stadt will die letzte in ihrem Besitz befindliche Freifläche zur Bebauung mit Einzel- und Doppelhäusern freigeben.

35 Baustellen zu bezahlbaren Preisen – das ist das Ziel des Bebauungsplans 223, dessen Aufstellung der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss jetzt auf den Weg brachte.

Der Bebauungsplan trägt den Namen „Friedhof“ – und das war auch die bisherige Bestimmung des 4,3 Hektar großen Geländes zwischen Udelinberg, Nothberger Hof, der westlich daran anschließenden Obstbaumwiese und der Bahnlinie Aachen – Köln. Aufgrund des geänderten Bestattungsverhaltens (Urnen- statt Reihen- oder Familiengräber) wird die Fläche allerdings nicht mehr zur Friedhofserweiterung benötigt.

250 bis 600 Quadratmeter groß sind laut Gestaltungskonzept zum Vorentwurf die Grundstücke, die demnächst junge Bauherren nach Nothberg locken sollen. Erschlossen wird das Gebiet über die beiden vorhandenen Wendehämmer am Udelinberg. Der Zugang zum Friedhof soll ebenso erhalten werden wie der rückwärtige Zugang zum Nothberger Hof: Auch die Obstwiese westlich des Hofs soll in ihrem Bestand gesichert werden.

Bisher hatte sich die Stadt in Sachen Bebauungsplan 223 Zurückhaltung auferlegt, weil die Bahn sich sperrte, einen Lärmschutzwall entlang der Bahnlinie zu bauen. Die entsprechende Zusage fehlt zwar nach wie vor, aber „wir marschieren nach vorne, weil wir einfach keine städtischen Grundstücke in Nothberg mehr haben, de wir Bauwilligen anbieten können.“ Auch das bislang immer wieder ins Spiel gebrachte dritte Gleis der Bahn ist für die Stadt offenbar kein Thema mehr: „Die Bahn denkt offenkundig nicht mehr an den Bau des dritten Gleises“, sagt Gödde.

Die nötigen Lärmschutzmaßnahmen entlang der Bahnlinie im Bereich des künftigen Wohngebiets gehen also erst einmal zu Lasten der Stadt. Wie diese genau aussehen werden, ist noch offen. Ein in Zusammenhang mit der Friedhofserweiterung 1997 eingeholtes Gutachten kam zu dem Schluss, dass durch die Errichtung einer 2 m hohen Lärmschutzwand entlang der Grenze zum Bahngrundstück die Orientierungswerte der DIN 18005 „Schallschutz im Städtebau“ nahezu eingehalten werden könnten.

Rückt die Wohnbebauung allerdings näher an die Bahnlinie heran, könnte dies anders aussehen. Bereits 2007 holte die Stadt deshalb eine neue gutachterliche Stellungnahme ein. Ergebnis: Neben der bereits angeführten Schallschutzwand würde u.a. eine Reduzierung der Gebäudehöhen auf ein Vollgeschoss plus Dach sowie die Festsetzung maximaler Fensterhöhen für einen ausreichenden Schallschutz in Gebäuden und Gärten sorgen.

Ein weiteres Gutachten soll nun, aufbauend auf der gutachterlichen Stellungnahme, möglichst kostengünstige Lärmschutz-Möglichkeiten aufzeigen, um die Grundstücke preiswert zu halten. Wie die Bahn sich dazu äußert, bleibt abzuwarten. Deren Stellungnahme als Verfahrensbeteiligte steht noch aus.

Die Friedhofsgebühren, so erklärte die Stadt dem Ausschuss auf Anfrage, werden sich aufgrund der Rücknahme der Erweiterungsflächen in Nothberg übrigens nicht ändern.

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