Bauarbeiter machen SBZ fit für die Zukunft

Von: sh
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Die Modernisierungsarbeiten sind angelaufen: Momentan setzen Bauarbeiter zwei weitere Etagen auf den Pflegetrakt B des SBZ. Vier Millionen Euro kostet die Maßnahme. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Fit machen für die Zukunft, lautet das Motto der Verantwortlichen des Senioren- und Betreuungszentrums (SBZ) des Kreises Aachen, das 240 Senioren ein Zuhause ist. „Acht Millionen Euro beträgt das Investment, das wir in den kommenden Jahren ins Seniorenzentrum stecken”, sagt Landrat Carl Meulenbergh stolz.

„Das ist unser eigenes Konjunkturprogramm.” Fit machen für die Zukunft heißt vor allem, die Gebäude an die neuen Pflege- und Unterbringungsstandards anpassen, den ambulanten Sektor des Senioren- und Betreuungszentrums ausbauen und in einem letzten Schritt mit einem Neubau das „Betreute Wohnen” noch stärker in der Einrichtung zu etablieren.

Seit Anfang des Jahres laufen die Sanierungs- und Ausbauarbeiten am Pflegetrakt B. Dort hüllen hohe Baugerüste das Gebäude bereits ein. Wer genau hinsieht, kann hinter den Gerüstplanen sogar schon den Aufbau der neuen vierten Etage erkennen.

„Eine fünfte Etage folgt in Kürze, so dass wir schließlich den dreistöckigen Trakt auf fünf Stockwerke ausgebaut haben”, erzählt der Verwaltungsdirektor des SBZ, Bernhard Müller.

Vier Millionen Euro kostet die Aufstockung und Sanierung, denn auch die unteren drei Etagen werden nach Fertigstellung des Aufbaus modernisiert. Das Ungewöhnliche daran: „Der alte Dachstuhl, der sich noch in einwandfreiem Zustand befindet, wird anschließend wieder oben drauf gesetzt”, verrät Müller. Die Bewohner können derweil im Foyer den Fortschritt der Bauarbeiten auf Fotos verfolgen, die über die großen Bildschirme flimmern. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten rechnen die Verantwortlichen März kommenden Jahres.

Und auch im Eingangsbereich regieren ab Juni die Handwerker, denn die Wände, die den Veranstaltungssaal bisher von Cafeteria und Foyer abtrennen, werden in Kürze herausgerissen. Dort werden dann so genannte modulare Wände eingesetzt, die man auf- und zuschieben kann. „Gerade für unsere stark besuchten Weihnachts- und Karnevalsveranstaltungen ergeben sich so ganz neue Möglichkeiten”, verspricht Bernhard Müller, dass der Platzmangel bei Veranstaltungen bald der Vergangenheit angehört. 350000 Euro kostet die Renovierung des Saals.

„Wir beschäftigen uns schon seit einigen Jahren mit dem Haus”, geht Erwin Künkeler, stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Verwaltungsausschusses, detailliert auf die Pläne ein. Der Umbau habe vor allem ein Ziel: die Modernisierung des SBZ. So werden die meisten Zweibettzimmer zukünftig in Einbettzimmer mit jeweils eigenen Nasszellen umgewandelt.

Im ambulanten Bereich entstehen durch den Umbau der Tagespflege (Kostenpunkt: 150000 Euro) zwölf neue Plätze. „Die Tagespflege wird heiß erwartet”, weiß SBZ-Direktor Müller, dass gerade im Bereich der aktiven Senioren eine enorme Nachfrage nach entsprechenden Angeboten besteht.

Selbstständige ältere Menschen soll auch der Neubau für das „Betreute Wohnen” ansprechen. Auf der Grünfläche neben der Lieferanteneinfahrt an der Odilienstraße entsteht ein dreistöckiger Neubau. In den 38 Wohnungen, die zwischen 40 und 45 Quadratmeter groß werden, können bis zu 50 Senioren-Mieter einziehen. Kostenpunkt für den neuen SBZ-Prachtbau: 3,7 Millionen Euro. Ende des Jahres rollen hier die Bagger an, im Oktober 2011 sollen die ersten Mieter einziehen können.

Und noch eine gute Nachricht können Müller, Meulenbergh und Künkeler verkünden: Durch die Erweiterung entstehen neue Arbeitsplätze. Im April werden sieben Personen neu eingestellt, im ebenfalls neu aufgestellten ambulanten Pflegedienst werden vier neue Arbeitskräfte gesucht.

„Mit all diesen Maßnahmen stückeln wir nicht, sondern präsentieren ein stimmiges Gesamtkonzept”, glaubt Carl Meulenbergh. Und weitere Baupläne liegen für die Jahre danach ebenfalls schon in der Schublade.
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