Eschweiler - Bau der Hubschrauberlandebahn: „Die richtige Entscheidung“

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Bau der Hubschrauberlandebahn: „Die richtige Entscheidung“

Von: tob
Letzte Aktualisierung:
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Die Landeplattform soll im Frühjahr 2015 fertig sein. Laut Elmar Wagenbach ist der Bau die „richtige Entscheidung“. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Am Dienstag tritt die EU-Verordnung 965/2012 in Kraft. Diese regelt den Betrieb von Luftfahrzeugen innerhalb der EU und somit auch der Rettungshubschrauber, die Krankenhäuser anfliegen. Bei stringentem Umsetzen dürften demnach etliche Hubschrauberlandeplätze nicht mehr angeflogen werden.

Teure Umbauten wären die Folge. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat aus diesem Grund den „Zukunftsplan für Hubschrauberlandestellen“ aufgestellt, um das Landen auch weiterhin zu ermöglichen. Das St.-Antonius-Hospital hat viel Geld in die Hand genommen, um einen neuen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Krankenhauses zu bauen. War das überhaupt nötig, wenn es jetzt eine Ausnahmeregel gibt? Elmar Wagenbach, Geschäftsführender Vorstand des Hospitals, sagt dazu: „Wir haben die richtige Entscheidung getroffen.“

Bereits im Jahr 2006 habe man sich im Eschweiler Krankenhaus mit diesem Thema beschäftigt, da eine solche Verordnung schon Thema gewesen sei, sagt Wagenbach. 2,2 Millionen Euro kostet das Projekt in der Indestadt, im Frühjahr 2015 soll die Plattform einsatzbereit sein. Kritiker der EU-Richtlinie befürchteten, dass 50 Prozent der deutschen Kliniken nicht mehr hätten angeflogen werden dürfen und so auch ein Engpass bei der Notfallversorgung entstehen könnte. Der Aktionsplan soll das verhindern.

„Mit dem Zukunftsplan sichern wir den hohen Standard in der Luftrettung in Deutschland. Die Notfallversorgung wird auch weiterhin schnell und sicher erfolgen. Wir erhalten deshalb alle Hubschrauberlandestellen an Krankenhäusern, nicht eine muss geschlossen werden“, sagte der Minister. Das will er erreichen, in dem er die bisherigen Landestellen in „Landestellen von öffentlichem Interesse“, sogenannte Public Interest Sites (PIS), umwandelt.

Zudem könne jede Landestelle in unmittelbarer Notlage eines Patienten angeflogen werden, wenn der Pilot dies als sicher einschätzt. Elmar Wagenbach ist sich sicher, dass dies für Eschweiler keine Relevanz hat. So könne es die Ausnahmeregel nur für Landeplätze mit bis zu 100 Flugbewegungen jährlich geben. Start und Landung gilt als jeweils eine Flugbewegung. In Eschweiler gibt es rund 400 Flugbewegungen jährlich. Zudem sei die Sondergenehmigung befristet. Was danach komme, wisse jetzt noch niemand, sagt er. „Für unser Haus als Unfallschwerpunkt ist der Bau der Landeplattform für Hubschrauber unerlässlich“, betont er.

Der Geschäftsführende Vorstand des St.-Antonius-Hospitals ist auch der Meinung, dass es dauerhaft nicht gut sei, EU-Richtlinien so kurzfristig wie jetzt außer Kraft zu setzen. Das gesamte Verfahren bei so einem großen Projekt dauere von der Genehmigung bis zur Fertigstellung mehrere Jahre.

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