Eschweiler - „Banda 5 ” bringt Disco mit Samba zum Kochen

„Banda 5 ” bringt Disco mit Samba zum Kochen

Von: lbe
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Zwei von Fünfen, denen der Rh
Zwei von Fünfen, denen der Rhythmus im Blut steckt: „Banda 5 ” verbreiteten mit mitreißenden Klängen südamerikanische Lebensfreude. Foto: Laura Beemelmans

Eschweiler. „O sole Rio” - genauer gesagt „O sole Salvador”, denn genau da kommen die fünf temperamentvollen Musiker namens „Banda 5” her. Extra für vier Auftritte haben sie die Entfernung von mehr als 9500 Kilometern auf sich genommen, um an ihrem letzten Abend in Deutschland im „Klejbors” noch einmal ordentlich Gas zu geben.

Schließlich ging es gleich nach dem dreistündigen Auftritt ab in den Bus und zum Flughafen nach Frankfurt, damit sie pünktlich ihren Flug zurück nach Brasilien nehmen konnten.

Doch wofür steht eigentlich „Banda 5”? Das sind zwei Brüder und drei Freunde, zwei von ihnen kennen sich sogar schon aus der Schulzeit, und gemeinsam bilden sie eine „Banda”. Nun könnte angenommen werden, dass die „5” für fünf Mitglieder stehen, doch diese Zahl haben sie indirekt ihren Fans gewidmet. Die 95 Prozent ihrer Musik und ihrer Auftritte geben ihnen ihre Fans, eine Art Inspiration. Die restlichen fünf Prozent stellen sie selbst dar - eine Band, die weder ihre Wurzeln noch ihre Fans vergisst. Und davon haben sie eine ganze Menge.

In Brasilien sind „Banda 5” so etwas wie „De Höhner” für uns, denn in Salvador spielen sie hauptsächlich im „Carnival”. Und dass der Karneval in Salvador ein Synonym für „Party” sei, verwundert nicht. „In Salvador findet der größte Straßenkarneval der Welt statt”, erklärte Max Krieger, der die Band gemeinsam mit ihrer Managerin nach Deutschland holte. „Die Jungs sind zum ersten Mal in Deutschland und zum ersten Mal in Europa”, so Krieger. Dort gefiel es ihnen allerdings so gut, dass sie nicht ausschließen wieder zu kommen - vielleicht zum Eschweiler Music Festival. Denn das wäre eine prächtige Kulisse für eine solch mitreißende Band.

Neben eigenen Kompositionen spielten sie auch „Im Yours” von Jason Mraz oder „Easy like sunday morning” von Faith No More auf ihre ganz eigene, brasilianische Art und Weise. In diesem Jahr haben sie ihre erste CD namens „AO Vivo” mit eigenen Hits wie „Benzinho” oder „Cores e Ruas” herausgebracht. Zuvor hatten sie bekannte Songs gecovert. Allerdings schien es nach vier gemeinsamen Jahren als Band an der Zeit, ihren eigenen Stil zu definieren und ihre Kreativität voll auszuschöpfen.

Dass ihnen dieser Akt gelungen ist, war deutlich an den Fans vor der Bühne zu erkennen. Den rhythmischen Klängen, Trommelschlägen und Gitarren-Sounds konnte sich niemand entziehen, und so war der Mittelteil des „Klejbors” nicht nur in grün-gelb gehaucht, sondern auch erfüllt von schwingenden Hüften und brasilianischem Flair. Ergänzt und abgerundet wurde der Abend von Tenor Cristian Lanza, dessen wunderbare Stimme einen Song lang in der Disco erklang, sowie von Max Krieger, der es sich nicht nehmen ließ, die Band mit seiner Posaune musikalisch zu unterstützen.

In ihrer Heimat Brasilien spielen die Jungs nahezu jedes Wochenende im Carnival und zu „normalen Zeiten” vor insgesamt rund zwei Millionen Zuschauern. Sie präsentieren dann Samba-Sounds, Reggae und unterhalten auf ihre ganz eigene, humorvolle Art, die das Publikum nur mitreißen kann. Wer nach einem solchen Auftritt noch stillstehen kann, der hat definitiv etwas falsch gemacht, denn wenn „Banda 5” keine gute Laune verbreiten, dann schafft es wohl niemand.
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