Bäume in der Rosenallee werden Kleinholz

Von: Patrick Nowicki
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Fall für die Kettensäge: Sä
Fall für die Kettensäge: Sämtliche 38 Bäume in der Rosenallee werden im Zuge des Umbaus gefällt und durch 28 neue ersetzt. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Im Frühjahr soll der Umbau der Rosenallee beginnen, nach dessen Ende die Straße nur noch 28 statt der derzeitigen 38 Bäume besitzt. Anwohner hatten sich in der Bürgerversammlung dafür ausgesprochen, die 49 Parkplätze zu erhalten.

Also warf die Verwaltung ihren ursprünglichen Plan über den Haufen und erstellte einen neuen. Die Folge: Die alten 38 Bäume werden gefällt, es bleibt nur noch Platz für 28 neue. Allerdings sollen die Neupflanzungen eine größere Krone besitzen, die Rotbuche fällt damit durchs Raster.

Nach der Entscheidung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses am Dienstagabend dürfte die Eiszeit zwischen den ehemaligen Kooperationspartnern SPD und Grüne noch kälter geworden sein. Die Sozialdemokraten schlugen sich nämlich auf die Seite der Anwohner: „Wir können die Argumente der Nachbarn nachvollziehen und werden deswegen die heutige Zahl der Parkplätze erhalten.” Durch die größeren Kronen der neuen Bäume bleibe der Alleen-Charakter der Rosenallee erhalten.

Die Grünen hatten bereits im Vorfeld der Ausschusssitzung ihren Unmut mitgeteilt: „Da sieht man mal wieder, wo die Eschweiler Stadtplaner ihre Prioritäten setzen. Dass sie sich nicht einmal Gedanken darüber gemacht haben, ob zumindest für einen Teil der alten Bäume nicht vielleicht doch Platz in der neuen Rosenallee gefunden werden kann, empfinden wir als Provokation”, schreibt der Grüne-Fraktionschef Franz-Dieter Pieta. Statt kreativ nach kompromissen zu suchen, werde kurzerhand Kleinholz gemacht, so das Ratsmitglied.

Auch die Ursprungsplanung mit 45 Bäumen war von den Grünen kritisiert worden, die unbedingt den alten Baumbestand erhalten wollen. Darin war ein abgetrennter Parkstreifen vorgesehen, auf dem sich Stellplatz und Baumscheibe abwechselten. Um Parkplätze zu gewinnen, gilt jetzt nach dem Umbau das Raster zwei Parkplätze und eine Baumscheibe.

Auch ein weiterer Bürgerwunsch wird berücksichtigt, zumindest anfangs: Auf Poller an den Einmündungen soll verzichtet werden. Sollten dort allerdings häufiger Fahrzeuge falschparken, dann behält sich die Stadtverwaltung vor, mit Pollern nachzurüsten. In den Baumscheiben sollen allerdings „zum Schutz des Baumes” Metallbügel angebracht werden.

Mit der Rosenallee wird die Sanierung der südlichen Innenstadt abgeschlossen. Die Kosten für den Umbau betragen 876 000 Euro.
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