Bachs Messe bringt Glanz in die Kirche

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Eschweiler. Die evangelische Kirchengemeinde lädt für Sonntag, 6. September, um 10 Uhr zu einem festlichen Kantatengottesdienst ein. Das Vocalensemble der Kantorei integriert zusammen mit einem Kantatenorchester Teile aus Johann Sebastian Bachs „h-moll-Messe“ (BWV 232) in die gottesdienstliche Liturgie.

Wegen der großen Länge des Gesamtkunstwerks „h-moll-Messe“ des Thomaskantors von knapp zwei Stunden kommen für den gottesdienstlichen Gebrauch natürlich jeweils nur Teile infrage. In diesem Fall also die Sätze „Kyrie eleison I“ – „Christe eleison“ – Kyrie eleison II“ – „Gratias agimus tibi“, „Agnus Dei“ und „Dona nobis pacem“.

Die ersten beiden Teile „Kyrie“ und „Gloria“ der später sogenannten h-moll-Messe komponierte Bach im Jahr 1733 nach dem Tode des Landesvaters „August der Starke“. Die angeordnete Staatstrauer sah u.a. vor, dass öffentliche Musikaufführungen – also auch Kantaten in den Gottesdiensten – für die Dauer von sechs Monaten zu unterbleiben hatten. Bach nutzte diese Zeit für die Komposition einer „Missa brevis“, mit der er sich dann auch um die Würde eines Hofkompositeurs am Dresdener Hof bewarb, die er im Jahre 1736 daraufhin auch – endlich – erlangte.

Die Instrumentalnoten, die Bach selbst anfertigte, sind bis heute erhalten und seit letztem Jahr (2014 !) auch in einer praktischen Ausgabe für Aufführungen erhältlich. Nach dieser Ausgabe wird am 6. September musiziert. Die Gesangssolisten entstammen dem eigenen Vocalensemble; es sind: Margeth Böhland und Yvonne Debald (Sopran) und Conny Schmidt (Alt).

„In den kommenden zwei Jahren wollen wir auch die anderen Teile der h-moll-Messe einstudieren und in Kantatengottesdiensten und Konzerten aufführen.“, sagt Leiter Kantor Gerhard Behrens. „Fernziel hierbei ist eine Gesamtaufführung im Reformations-Jubiläumsjahr 2017 in Zusammenarbeit mit dem Chor ‚Cantio pistoriensis‘ aus Kreuzau.“

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