Azubis fit für euregionale Herausforderungen

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Schulleiter Manfred Hahnen (5.v.l.), Vorsitzender des Euregio-Projektes Karl Winkels (6.v.l.), Bildungsgangleiterin Manuela Rynio (3.v.r.) und das weitere Team.

Eschweiler. Wie beraten Einzelhändler in den Niederlanden? Welche Schwerpunkte sehen unsere belgischen Nachbarfirmen bei der Schaufenstergestaltung? Wäre vielleicht sogar eine gemeinsame Prüfung mit unseren Nachbarländern möglich?

Um diese und weitere Fragen der euregionalen Zusammenarbeit geht es in dem von der EU geförderten Partnerschaftsprojekt „Leonardo Da Vinci”, an dem vier weitere Partnerschulen aus drei Ländern teilnehmen.

Potenzial der Ausbildung steigern

Bei allen beteiligten Bildungseinrichtungen existiert die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann/-frau. Bisher bildete jede Schule vornehmlich für ihren nationalen heimischen Markt aus. Seit dem Wegfall der „Grenzschlagbäume” arbeiten aber immer mehr Einzelhandelsbetriebe grenzüberschreitend in dieser Region und haben teilweise Dependancen in den Nachbarstaaten.

Gerade in den ländlichen Gebieten der Euregio ist es für Jugendliche problematisch, eine Arbeitsstelle zu finden. Dadurch nimmt die Landflucht immer mehr zu und die dort angesiedelten Betriebe haben es schwer, auf qualifiziertes Arbeitskräftepotential zurückgreifen zu können. Durch die Partnerschaft sollen mehr Einblicke für die Auszubildenden in niederländische und belgische Bildungseinrichtungen erreicht werden, die dann zu einer Qualitätsverbesserung der beruflichen Bildung führen. Dies gilt ebenfalls für die Lehrkräfte und die Ausbilderinnen und Ausbilder. Zudem erhalten alle Beteiligten Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelt der drei beteiligten Länder.

Manfred Hahnen freut sich als Schulleiter des Eschweiler Berufskollegs über dieses weitere Euregio-Kooperationsprojekt: „Nur so wird unsere Nachbarschaft, wie in unserer grenzüberschreitenden Kooperationsvereinbarung schon 1995, zum gelebten Alltag für unsere jungen Menschen und uns Lehrer.”

Durch gegenseitige Besuche und Praktika bei den teilnehmenden Einrichtungen und den Betrieben sollen Auszubildende im Einzelhandel dazu motiviert werden, Interesse an grenzüberschreitender Mobilität zu bekommen, so dass sie den Arbeitsplatz im benachbarten Ausland für sich entdecken.
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