Autokorsos sind prinzipiell verboten

Von: hau/ag
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Bisher wurde friedlich in Esch
Bisher wurde friedlich in Eschweiler gefeiert. So soll es auch bleiben. Foto: imago

Eschweiler. Vor Jahren wurde ausgiebig erst nach dem gewonnenen Titel gefeiert. In letzter Zeit hat es sich eingebürgert, dass Autokorsos und Jubelfeiern schon nach einem siegreichen Vorrundenspiel stattfinden - ein Thema auch für die Ordnungshüter und -behörden.

Polizeisprecher Paul Kemen stellt klar: „Vom Grundsatz her sind Autokorsos verboten. Streng genommen müssen solche Veranstaltungen zuvor regelrecht angemeldet werden.” Da es sich aber um Jubelfeiern handele und Korsos eine gewisse Tradition hätten, drückten die Behörden ein Auge zu.

Allerdings nur dann, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt würden. Die wichtigste: Autokorsos setzen nicht die Straßenverkehrsordnung außer Kraft. Kemen: „Einschreiten wird die Polizei in der Region, wenn es zu erheblichen Verstößen gegen Verkehrsvorschriften, zu konkreten Gefährdungen und gravierenden Belästigungen anderer Verkehrsteilnehmer kommt.” Einschreiten werden die Beamten bei gefährlichem Hinauslehnen oder -hängen aus den Seitenfenstern oder den Schiebedächern, Mitfahren auf Motorhauben oder Fahrzeugdächern sowie Sitzen im Heck geöffneter Cabrios.

Nicht tolerieren werde die Polizei das Hinaushalten von Fahnen, Flaschen oder Stangen aus den Seitenfenstern und aus dem Schiebedach, das Mitführen oder Abbrennen von Feuerwerk und das Nichtbeachten von Weisungen durch Beamte. „Autokorsos haben zudem an Ampeln und Kreuzungen keine eingebaute Vorfahrt.”

Auch auf Nachbarn sei Rücksicht zu nehmen. Kemen: „Die Toleranz hat berechtigte Grenzen. Sie sollte nicht überstrapaziert werden durch ständiges Hupen und Umherfahren.” Außerdem darf kein Dreck hinterlassen werden, auch Urinlachen in Eingängen seien nicht zu rechtfertigen. Aber: „Die Polizei wird nicht auf die Spaßbremse drücken, wenn bestimmte Regeln eingehalten werden.”

Edmund Müller, Leiter des Ordnungsamtes in Eschweiler, wird mit seinen Leuten darauf achten, dass die Spielregeln eingehalten werden. Bisher halte sich jedoch alles in Grenzen: „Es wurde friedlich gefeiert, wir hoffen, dass das auch so bleibt”, sagt Müller. Beschwerden in Zusammenhang mit EM- oder WM-Spielen habe es seit Jahren nicht gegeben. „Beim Fußball sind die Leute recht tolerant.”

Im Gegensatz zu früheren Jahren ist diesmal ein Gastwirt für die Veranstaltungen auf dem Marktplatz verantwortlich. Die Auflagen des Ordnungsamtes entsprechen dem Konzept, das auch am Altweiberdonnerstag angewendet wird. „Das hat sich etabliert und bewährt”, sagt Müller. Zum Konzept gehören Absperrungen sowie das Verbot von Glas, Feuerwerkskörpern und den berühmt-berüchtigten Vuvuzelas.
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