Auszeichnung für die „Callas“

Von: ran
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Verdiente und hohe Auszeichnung: Käthe Zimmermann alias die „Callas van de Pomp“ wurde am Dienstag im NRW-Landtag für ihren Einsatz zur karnevalistischen Brauchtumspflege, der stets mit hohem sozialen Engagement verbunden war, geehrt. Mit ihr freuen sich die Familie sowie der Ehrenrat und der Vorstand des Eschweiler Karnevalskomitees. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Was für eine Ehre für die „Bläck Fööss“. Die formidable Mundartband aus der Domstadt am Rhein erhielt am Dienstag im Plenarsaal des NRW-Landtags in Düsseldorf gemeinsam mit keiner Geringeren als der „Callas van de Pomp“ eine hohe Auszeichnung als „Würdigung und Anerkennung der karnevalistischen Brauchtumspflege“.

Diese stand für das indestädtische Original Käthe Zimmermann stets im Einklang mit hohem sozialen Engagement.

„Ihrem Verantwortungsgefühl ist es zu verdanken, dass sie ihre Aufwandsentschädigungen stets einem guten Zweck in ihrer Heimatstadt Eschweiler zuführte. Spenden an das St.-Antonius-Hospital zur Finanzierung von Operationen zahlreicher Kinder aus Kriegsgebieten sowie Zuwendungen für das Friedensdorf International waren ihr immer ein Herzensbedürfnis“, heißt es in der Begründung, die der Ehrenrat des Eschweiler Karnevalskomitees mit Sprecher Dr. Heinz Jansen, Karl Felden, Jürgen Heep, Raimund Kamps, Hans-Peter Schnitzler und Manfred Wienands an die Landtagspräsidentin Carina Gödecke schickte und die während der Feierstunde von deren Vizepräsident Eckhard Uhlenberg als Laudatio verlesen wurde.

Eigens aus Hamburg angereist

Zuvor hatte Carina Gödecke in einer kurzen Ansprache die integrative Kraft des Karnevals betont, die nicht nur proklamiert, sondern auch tatkräftig umgesetzt werde. „Karneval hat eine jahrhundertelange Tradition, die historisch belegt bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht. Er ist fester Bestandteil des europäisch-christlichen Kulturerbes und für Nordrhein-Westfalen identitätsstiftend“, so die Landtagspräsidentin.

Wenig später nahm Käthe Zimmermann im Beisein ihrer Töchter Maria und Aggi, letztere war gemeinsam mit ihrem Mann Bernd eigens aus Hamburg angereist, die Urkunde aus den Händen von Eckhard Uhlenberg entgegen.

Bereits in sehr jungen Jahren entwickelte die am 17. Juni 1940 in Dürwiß geborene Katharina (Käthe) ein unüberhörbares Gesangstalent, mit dem sie zunächst im kleinen Kreis ihre Zuhörer erfreute. Ihre karnevalistische Karriere startete sie im Alter von 14 Jahren bei der Narrengarde. 1961 hob sie gemeinsam mit ihrem Mann Josef eine Gärtnerei mit Blumengeschäft sowie Garten- und Landschaftsbau aus der Taufe. Ihr liebevoller Spitzname: „Et Blome Käthchen“.

Nachdem der Betrieb 1971 in den Stadtteil Pumpe-Stich umgezogen war, entdeckte sie das „Narrenzunft-Territorium“ als häufiges Betätigungsfeld. Bald wurde sie zu einem nicht nur gesanglichen Aushängeschild der Eischwiele Fastelovend. 1986 trat Käthe Zimmermann den Hoch- und Deutschmeistern bei, seit 1995 war sie Mitglied der Gruppe „Original Alt Eschweiler“. Auf einer privaten Geburtstagsfeier wurde Norbert Weiland dann Zeuge eines besonderen Auftritts von Käthe Zimmermann.

Und entschied kurzentschlossen: „So trittst du bei unserer nächsten Sitzung der Lustigen Reserve auf!“ Die „Callas van de Pomp“ war geboren. „In der ersten Session hatte ich 63 Auftritte“, erinnert sich Käthe Zimmermann, die Säle in Eschweiler, Stolberg, Aachen, Düren, Langerwehe, Heinsberg und sogar Köln zum Beben brachte und ihren Auftritten mit fantasievollen und selbstgenähten Kostümen den letzten Schliff verlieh.

„Der Eschweiler Karneval darf sich glücklich schätzen, einen Menschen wie Käthe Zimmermann in seinen Reihen zu haben. Sie hat sich in außergewöhnlicher Weise um das Brauchtum Eschweiler Karneval verdient gemacht“, so die Schlusssätze der Laudatio. Und die Callas tut dies weiterhin. Bereits einen Tag nach der Ehrung war sie bereits wieder im karnevalistischen Gesangseinsatz. Denn Freude zu spenden ist ihr Lebenselixier.

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