Ausstellung: Starke Gefühle und kosmische Energien

Von: Dirk Müller
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Antonio Máro (v. l.), Rafael Ramírez Máro und Sabine Harborth zeigen ihre faszinierenden Skulpturen, Reliefs und Malerei bei der Artibus-Ausstellung, die am kommenden Sonntag eröffnet wird. Foto: D. Müller

Stolberg. Faszinierende Einblicke in unterschiedliche Seelenlandschaften des Menschen und lebendige abstrakte Malerei bietet die Artibus-Kunstausstellung mit Werken von Antonio Máro und Sabine Harborth, die am Sonntag, 30. August, eröffnet wird.

In Gestalt von Skulpturen aus Bronze und Gips aber auch mit Reliefs, Malerei und Zeichnungen thematisiert Sabine Harborth den Menschen als Zeugnis seine Lebens beziehungsweise seines Erlebten und Gefühlten. Harborths Plastiken sind enorm ausdrucksstark und ziehen den Betrachter unweigerlich in ihren Bann.

Individueller Charakter

Ob in klaren Formen oder mit organisch wirkenden Oberflächen haben die Skulpturen individuellen Charakter.

Die Künstlerin verarbeitet bisweilen Motive aus der Mythologie, verwendet kunstvoll und stimmig Symbolsprache. Ihren facettenreichen Skulpturen und ihren Reliefs und zweidimensionalen Bildern ist gemein, dass die emotionalen Geschichten der Menschen mit ihnen zur Geltung kommen. Ohne große Gesten oder Bewegungen sind die Plastiken präsent durch Ruhe und vermitteln eindringlich die Gefühlswelt der modellierten Menschen.

Ob Trauer, Stolz, Stärke, Freude, Zuversicht oder auch Verletzlichkeit – Harborth versteht es, die Widersprüchlichkeiten der Seelenlandschaften zu vereinen, sie schafft beeindruckende Werke, die den Blick fesseln. Nicht zuletzt, weil selbst mit tiefem Ausdruck des Schmerzes oder der inneren Zerrüttung den Exponaten eine individuelle Anmut innewohnt.

Jedes Werk strahlt eine eigene Ästhetik aus und erzählt eine Geschichte vom Leben. Nicht der Mensch, sondern eher das Kosmische beschäftigt Antonio Máro und Rafael Ramírez-Máro in ihrer gemeinsamen abstrakten Malerei, die sie unter dem Namen Antonio Máro präsentieren.

Strukturen, Farben, Formen

Strukturen, Farben und Formen erzeugen Spannungen wie Harmonien, Kräfte ergänzen sich oder kämpfen gegeneinander an. Kosmische oder auch innere emotionale Energien des Betrachters werden durch die abstrakten Bilder freigesetzt.

Grundsätzlich seien es keine Werke, die verstanden oder gar interpretiert werden wollen, erklärt Rafael Ramírez-Máro: „Sie wollen erlebt, sie wollen gefühlt werden.“ Für die Artibus-Ausstellung in der Burg-Galerie haben Máro und Ramírez Exponate ausgewählt, deren Farblichkeit oft auch eine Hommage an Stolberg ist. Die Natur und das Wasser der Kupferstadt kann der Betrachter ebenso entdecken wie das Kupfer selbst und vor allem das „gelbe Kupfer“ in verschiedenen Messingtönen.

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