Ausstellung „Peintures” zeigt die Faszination des Alltäglichen

Von: zsa
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Motive, die zum Träumen einla
Motive, die zum Träumen einladen: Bis zum 5. Juli kann man die Gemälde von Michel Pire im Culture Café betrachten. Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler. Wie schön gerade Alltägliches sein kann, das zeigt der belgische Künstler Michel Pire in seinen Malereien, welche er derzeit im Culture Café an der Neustraße ausstellt.

Der Titel der Ausstellung lautet ebenso schlicht wie eingängig „Peintures” (deutsch: Malereien). Ob ein Tag am Strand, eine Fahrradfahrt, oder auch ein Feierabendbier am See, die Malereien von Michel Pire fokussieren vor allem Menschen in alltäglichen Situationen.

Aber auch faszinierende Landschaftsbilder sind unter den zahlreichen Gemälden zu finden. Die Bilder in mittelgroßen und großen Formaten malte Pire zum größten Teil in Acryl, aber einige auch in Aquarell. Farblich bestimmen vor allem Blau-, Gelb-, Grün-, und Rottöne die Werke, sowie ein Spiel mit Licht und Schatten.

Sänger der Band „Handy-Men”

Für Michel Pire, der 1953 in Lüttich (Belgien), geboren wurde, war es nicht der erste Besuch bei Gretel Germann. Regelmäßigen Besuchern des Culture Cafés dürfte er unter dem Namen „Michel Azais” sicherlich auch als Sänger der deutsch-belgischen Band „Handy Men” bekannt sein.

Mit seinen Mitstreitern Norbert Bednarek aus Aachen und seinem Sohn Rafael Pire, tritt Michel Pire mindestens zwei Mal jährlich bei Gretel Germann auf. Dabei singen die „Handy Men” vor allem Songs des US-Liedermachers James Taylor. Und so war es auch selbstverständlich, dass Pire seine eigene Vernissage musikalisch untermalte, unterstützt von „Handy-Men”-Mitglied Norbert Bednarek, sein Sohn war leider verhindert.

Auch wenn Pire bereits seit 1988 hauptsächlich mit der Musik - er ist an insgesamt drei musikalischen Projekten beteiligt - sein Geld verdient, so kann sich auch seine Kunst sehen lassen. Auch dies kommt nicht von ungefähr, denn vor seiner Musikkarriere hat der Belgier zunächst als Maler und Anstreicher gearbeitet, bis er die Kunst für sich entdeckte.

Beim Betrachten seiner Werke kommt sofort eine Art Urlaubsgefühl beim Betrachter auf, denn nicht nur die hellen, freundlichen Farben, sondern auch die Motive selbst laden zum Träumen ein - unendliche Felder, eine Ziege auf einem alten Auto, oder auch eine Gruppe Menschen am Strand. Alles alltägliche Gegebenheiten, aber dabei dennoch nicht gewöhnlich.

Inspiriert wurde Pires Malerei durch seine verschiedenen Urlaube, zum Beispiel auf Hawaii (dort wohnt seine Schwägerin), in Italien, Irland oder auch Rumänien. Aber auch Landschaften aus der „näheren Umgebung”, in Belgien, den Niederladen und Frankreich, findet man im Hintergrund des einen oder anderen Bildes wieder.

Natürlich und realitätsnah

Und so natürlich und realitätsnah wie die Gemälde Michel Pires sind, so schlicht und zutreffend sind auch die Titel, welche die Werke tragen, zum Beispiel „Bière au bord du lac” (deutsch „Bier am Seeufer”) oder auch „Les mangeurs de frites” (deutsch „ Die Frittenesser”).

Im Anschluss an die Vernissage gab es von Michael Pire als Musiker auch noch etwas mehr zu hören. Mit den „Handy Men” gab er ein Konzert in der urig-gemütlichen Atmosphäre des Culture Cafés. Seine Kunstwerke kann man noch bis zum 5. Juli dort betrachten und auch erstehen.
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