Ausstellung klärt über Diskriminierung im Alltag auf

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
ausgrenzung2_
Zeigt Diskriminierung im Alltag: die Fotoausstellung „Anders? - Egal” mit Projektleiterin Beate Kuhn im Rathaus. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. „Ausgrenzung und Diskriminierung betreffen oft auch Kinder und Jugendliche. Aber gerade sie können etwas dagegen tun.”Ê Beate Kuhn von der „Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken” betonte zur Eröffnung der Fotoausstellung „Anders? - Egal” im Foyer des Rathauses die Intention, die zur Idee eines Fotowettbewerbs eben gegen Ausgrenzung und Diskriminierung führte.

13 Gruppen beteiligen sich

Im Frühjahr des vergangenen Jahres forderte der Kinder- und Jugendverband auf, sich Gedanken darüber zu machen, dass auch heutzutage Menschen wegen ihrer Herkunft, ihres Aussehens, ihrer Behinderung oder aus anderen Gründen benachteiligt, verspottet oder schlecht behandelt werden. Rund 60 Kinder und Jugendliche aus 13 Gruppen, darunter auch eine aus der Indestadt, kamen dem Aufruf nach und schickten ein einzelnes Foto oder gleich eine ganze Fotogeschichte ein. Diese sind nun bis Freitag, 13. Februar, im Foyer des Rathauses zu betrachten.

Wie vielschichtig die Themen Diskriminierung und Ausgrenzung sind, beweist die Bandbreite der eingeschickten Fotos. Diese reicht vom Gegensatz zwischen Armut und Reichtum und dem Irrweg, Markenkleidung tragen zu müssen, um Akzeptanz zu finden, über die Beurteilung eines Menschen auf Grund seiner Hautfarbe bis hin zur Auseinandersetzung zwischen Rauchern und Nichtrauchern. Doch auch Themen wie körperliche Gewalt gegen Obdachlose und psychische Gewalt gegenüber Homosexuellen oder Frauen, die ein Kopftuch tragen und damit ihr „Anderssein” dokumentieren, werden angesprochen. Dabei ist der Ausgang der Fotogeschichten ebenfalls sehr unterschiedlich. Manche „Drehbücher” schließen mit einem Happy-End, manche Geschichten enden mit einer Katastrophe. „Wie in der Realität eben”, erklärt Beate Kuhn.

„Es sind die schwierigen Fragen unserer Gesellschaft, die im Mittelpunkt dieser Ausstellung stehen. Die Auseinandersetzung mit ihnen verdient Anerkennung und Unterstützung und muss weiterhin auf unserer Agenda bleiben. Es gilt, Gesicht zu zeigen gegen Rechtsextremismus”, appellierte Bürgermeister Rudi Bertram während der Ausstellungseröffnung.

Dass die Bilder der Ausstellung, die bereits in Baesweiler, Stolberg und Herzogenrath zu sehen waren und auch in den weiteren Kommunen der Städteregion noch zu bewundern sein werden, die Herzen der Betrachter treffen, zeigt die Tatsache, dass die 500 mit den Fotografien erstellten Kalender restlos vergriffen sind. Dies bestärkt die „Falken”, auch ihre Aktivitäten gegen Rassismus zu verstärken.

„Wir möchten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Interessen artikulieren zu können, und unterstützen die, die für ein gutes Zusammenleben von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft eintreten”, macht Beate Kuhn deutlich. So soll noch in diesem Jahr ein Feriensprachcamp für Grundschulkinder in Eschweiler stattfinden. Doch bis zum Ende der nächsten Woche stehen zunächst die Werke der Kinder und Jugendlichen bei „Anders? - Egal” im Vordergrund.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert