Ausstellung „Der Kreis schließt sich“: Mystisch, leicht und fröhlich

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Monika Jonas stellt ihre Arbeiten in dem Unternehmen Tragwerke Schubert an der Kaiserstraße 52 aus. Vernissage ist am Samstag um 15 Uhr. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. „Der Kreis schließt sich“ ist eine Ausstellung von Monika Jonas überschrieben, die am Samstag, 7. Januar, 15 Uhr, in dem Unternehmen Tragwerke Schubert an der Kaiserstraße 52 eröffnet wird. Die Exponate sind bis einschließlich 31. Januar, montags bis freitags, jeweils von 8 bis 17 Uhr zu sehen.

Zentraler Ausgangspunkt dieser Ausstellung ist die Präsentation im großen Büroraum, der einer räumlichen Gegenüberstellung zweier großer Ölgemälde dient. Die aus 1999 stammende, sehr großen quadratischen puristischen Bildtafeln in Öl auf Leinwand stehen im Dialog. Wenn sich das Auge der monochromen blauen oder violetten Dunkelheit angepasst hat, kann es Differenzen im Lichteinfall wahrnehmen, die sich mit dem Betrachtungswinkel verändern, ähnlich wie bei einem Hologramm.

Kern der Ausstellung ist aber eine neue, serielle Arbeit, die aus zwölf kleineren Elementen besteht. Quadratische Bildobjekte von 40 mal 40 mal 5 Zentimetern, auf einer Länge von sieben Metern. Sie zeigen den Verlauf eines Jahres im Wandel der Monate und Jahreszeiten ausschließlich in abstrakten Kompositionen mit jeweils zwei Kreisen. Der Verlauf der Zeit wird in Kugeln oder Kreisen dargestellt, die sich langsam durch die Bilder zu bewegen scheinen.

Mit den Mitteln der Farbe und der Abstraktion sollen beim Betrachter Erinnerungen an eigene Erlebnisse und Erkenntnisse im Bezug zu Naturwahrnehmungen während der Monate geweckt werden. Auch andere Arbeiten beziehen sich auf spontane Augenblicke der Naturwahrnehmung und muten japanisch an. Häufig haben sie Haikus,17-Silben-Gedichte aus Japan, als Titel.

In den Bildern von Monika Jonas findet man das Hypnotisch-Dunkle und Mystische ebenso, wie das ganz Leichte und Fröhliche. Dort die entmaterialisierte Farbe, da das deutlich sinnlich fühl,- und spürbare Relief von Farbe und Farbauftrag in Mischtechniken. Ob im lebensgroßen Format von zwei mal zwei Metern, so dass ein Mensch sich im Bild drehen könnte oder im kleinen Format von 40 mal 40 Zentimetern. Der Kreis, die Kugel oder einfach die perfekteste aller geometrischen Formen begegnet den Besucher auf jeden Blick.

Der Kreis ist ein universales und in allen Kulturen verständliches Symbol für den Kreislauf des Lebens, die Harmonie und das Streben nach ungeteiltem ganzheitlichen Erleben und Empfinden des Menschen. Die Vollkommenheit in einer geometrischen Urform fixiert immer wieder unseren Blick. Somit greifen Anlass der Ausstellung und Auswahl der Kunstwerke ineinander. Es werden 40 Arbeiten der Eschweiler Künstlerin gezeigt. Viele davon sind erst vor Kurzem entstanden.

Monika Jonas greift mit diesen Arbeiten ein altes Thema wieder auf, das Konzept des seriellen oder additiven Arbeitens, das sie schon einmal an Wachsobjekten erprobte. Viele kleine quadratische Bilder zusammen ergeben immer wieder ein neues Ganzes. Das Motto, das Ganze ist mehr als die Summer seiner Teile, ist tonangebend. Daher ist die Komposition, das wichtigste Stilmittel ihrer gesamten Arbeiten.

Monika Jonas arbeitet seit Ende ihres Studium 1994 als Künstlerin, stellte in vielen namhaften Galerien und Institutionen der Euregio aus, im Eschweiler Kunstverein schon 1994 und 2013, und nahm an der Art Open teil. Sie studierte an der Kunstakademie zu Maastricht Malerei und Zeichnen und schloss ein Promotionsstudium in Kunsttheorie und Philosophie an. Vielen Bürgern ist sie auch bekannt als Kunstpädagogin an der Bischöflichen Liebfrauenschule.

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