Aus zwei mach eins: Jobcenter zieht nun um

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
11576355.jpg
Umzug in historische Mauern: Die Hälfte der 60 Eschweiler Jobcenter-Mitarbeiter zieht bis einschließlich Montag an die Rosenallee, die andere Hälfte folgt am kommenden Freitag. Foto: Tobias Röber
11574854.jpg
Jürgen Schoenen und seine Mitarbeiter ziehen an die Rosenallee um. Foto: T. Röber

Eschweiler. Einige Kunden kamen am Freitag noch zum Rathaus, um Post abzugeben. „Es wird auch noch eine Weile dauern, bis sich alle daran gewöhnt haben“, sagt Jürgen Schoenen und lacht. Schoenen ist Leiter der Eschweiler Jobcenter-Geschäftsstelle, die in diesen Tagen umzieht.

Die beiden Standorte im Rathaus und am Bushof werden im ehemaligen Postgebäude an der Rosenallee zusammengeführt. Am Freitag ging‘s los.

Der erste Teil des Umzugs lief reibungslos ab und soll am Montag beendet sein. Erst vor einigen Jahren wurden komplett neue Möbel im Rathaus angeschafft, die nun alle an die Rosenallee transportiert werden. Computer, Drucker & Co. wurden als erstes abgebaut und werden am Montag als letztes wieder installiert. Ab Dienstag, 19. Januar, stehen die Jobcenter-Mitarbeiter erstmals an der Rosenallee zur Verfügung. Wer am kommenden Montag vorsprechen möchte, muss das Gebäude am Bushof aufsuchen.

60 Mitarbeiter ziehen in das neue Gebäude um, die eine Hälfte war bislang im Rathaus untergebracht, die andere arbeitet noch einige Tage am Bushof. In die frei werdenden Räume im Rathaus sollen nach derzeitigem Stand Mitarbeiter des Sozial- und des Jugendamts einziehen. Es stehen diesbezüglich jedoch noch einige Gespräche in der kommenden Woche an, sagt Stadtsprecher René Costantini.

3,5 Millionen Euro teuer

Am kommenden Freitag werden die Mitarbeiter, die derzeit noch am Bushof arbeiten, nach Dienstschluss mit dem Umzug beginnen. Mit der Eröffnung der neuen Räume werden die rund 6700 Personen, darunter rund 4700 sogenannte erwerbsfähige Leistungsberechtigte, in 3300 Bedarfsgemeinschaften von den 60 Mitarbeitern aus den Bereichen Eingangszone, Arbeitsvermittlung, Fallmanagement und Leistungsgewährung an einem Standort betreut. An Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts zahlt die Geschäftsstelle monatlich rund 3,1 Millionen Euro aus, davon rund 1,25 Millionen Euro für Unterkunfts- und Heizkosten.

Eigentümer der Liegenschaft an der Rosenallee ist Dr. Michael Hoffmann. Mehr als 3,5 Millionen Euro haben ihn Kauf, Neubau des Postbank-Gebäudes (an der Franzstraße) und der Umbau des ehemaligen Postgebäudes gekostet. Über zehn Jahre läuft der Mietvertrag mit dem Jobcenter.

Um den Anforderungen gerecht zu werden, wurde das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1914 umgebaut. So ist der Balkon im Innenhof hellen Büroräumen mit Glasfassade gewichen. Da der Haupteingang nicht barrierefrei ist, wurde im Innenhof ein Rollstuhlaufzug installiert und auch der zweite Aufzug wurde erneuert. Bislang fuhr er nur vom Erdgeschoss bis in die erste Etage, nun sind alle Etagen vom Keller bis zum dritten Stock auch mit dem Fahrstuhl zu erreichen. Der Denkmalschutz musste selbstredend eingehalten werden. So wurden sämtliche noch vorhandene Türen belassen.

Geschlossen am 25. Januar

Auf Grund des Umzugs und der technischen Anpassungen bleibt die neue Geschäftsstelle am Montag, 25. Januar, geschlossen. Ab Dienstag, 26. Januar, sind dann alle Ansprechpartner an der Rosenallee zu finden und zwar zu folgenden Öffnungszeiten: montags und dienstags von 8 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 15.30 Uhr; mittwochs und freitags von 8 bis 12.30 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 17.30 Uhr.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert