Aufsteigen, Absteigen, Klasse halten

Von: Stefan Herrmann
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Zwei Aushängeschilder des Eschweiler Fußballs: Germania Dürwiß´ und Rhenania Lohns Kicker (hier beim Halbfinalduell der Stadtmeisterschaft) wollen wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Es sind Siege, die man gerne mitnimmt, Pokale, die sich gut in der Vitrine machen, doch wichtig ist für die meisten Eschweiler Fußballmannschaften der 22. August. Dann geraten alle Freundschaftsspiele und Turniere ins Hintertreffen.

Denn mit dem Beginn der Saison kämpfen die Teams wieder um Tore und Punkte, um Auf- und Abstieg. Die zwölf Eschweiler Clubs haben dreizehn Mannschaften von der Mittelrheinliga bis zur Kreisliga B gemeldet.

Zum Auftakt der Mannschaftsvorstellungen ein Überblick über die Fußballvereine an der Inde: Wer hat in der abgelaufenen Saison überzeugt? Wer setzte in der Vorbereitung Ausrufezeichen? Wer steht vor schweren Zeiten?

Insgesamt ist Eschweilers Fußballniveau in den vergangenen Jahren gesunken. Gab es vor zwei Jahren noch zwei Landesligisten, so findet man mit Ausnahme von Mittelrheinligist Germania Dürwiß ab der kommenden Spielzeit erst ab der Kreisliga A wieder Vertreter der Indestadt. Rhenania Eschweiler musste in der Bezirksliga den dritten Abstieg in Folge verkraften. In der Kreisliga A trifft man nun auf Aufsteiger Germania Dürwiß 2 und Preußen Hastenrath.

Ein Liga tiefer müssen nun mit teilweise stark verändertem Kader der SCB Laurenzberg und Fortuna Weisweiler ran. Wie auch die Fortunen aus dem Hubert-Bündgens-Stadion, machen immer mehr Vereine aus der Not eine Tugend und setzen verstärkt auf eigene Kräfte. So stellt die letztjährige Drittvertretung jetzt fast den kompletten Kader der 1. Mannschaft. Ebenso bei der Eschweiler SG. Dort steht mit Günther Fischer nicht nur ein altbekanntes Gesicht wieder an der Seitenlinie, der Trainer setzt auch verstärkt auf die Jugend und Spieler der Reserve. Die andere Seite der Medaille: Die 2. Mannschaft der ESG wurde komplett aufgelöst.

Totgesagte leben länger

Die Zahlen sind beeindruckend: 147 Tore in 34 Spielen, souveräner Meister der Kreisliga B, Staffel 3. Germania Dürwiß 2 zeigte erfrischenden Offensivfußball und wird dies mit einem jungen Team auch in der kommenden Saison beim Abenteuer Kreisliga A tun.

Mit einem eingespielten Team und der Erkenntnis, mithalten zu können, startet Preußen Hastenrath ins zweite Jahr Kreisliga A. Nur einige Unentschieden weniger als in der abgelaufenen Spielzeit dürften es dann doch sein. Und so ist wohl auch der Spruch auf der Vereinshomepage zu erklären. Nachdem man 2009 die Gegner mit einem „Willkommen auf der Asche...” begrüßte, sendet man nun ein „Totgesagte leben halt länger” in den Fußball-Äther.

Auf dem heimischen Aschen fühlt sich auch der SV Nothberg wohl. Angeführt von Sascha Herzog gelang es dem SV, einen sicheren Mittelfeldplatz einzufahren. Ähnlich sehen die Möglichkeiten für die Spielzeit 2010/11 aus.

Falke Bergrath ist im Jugendfußball längst ein Aushängeschild der Indestadt. Bei den Senioren waren die Ergebnisse in jüngerer Vergangenheit eher durchwachsen. Letzte Saison stand Platz 15 und somit der Verbleib in der Kreisliga B zu Buche. Doch der Verein setzt auf Kontinuität. Die Jugend soll, so Vorsitzender Peter Gartzen bei der Stadtmeisterschaft in Bergrath, bei den Falken immer auch eine Chance in der 1. Mannschaft erhalten.

Gestern noch am Patternof, heute schon an der Wetterschacht. Mit Trainer Sanjin Talic wechselte gleich einer ganze Spielerschar von der ESG zum FV Eschweiler. Damit hat der Club, der vor zwölf Monaten noch den Absprung von Toptorjäger Sven Nowak verkraften musste, wieder eine schlagkräftige Truppe beisammen. Die Sportfreunde Hehlrath landeten im Mai auf Platz 5 der Kreisliga B. Ob dieses Ergebnis zu wiederholen ist, bleibt fraglich.

Knapp dem Abstieg aus der Kreisliga B ist nach einer turbulenten Saison der SV St. Jöris entgangen. Mit 17 Punkten landete man auf dem 16. und somit ersten Nichtabstiegsplatz. Im neuen Jahr soll alles besser werden.

Am kommenden Sonntag, 15. August, kickt Rhenania Lohn um 15 Uhr als erster Eschweiler Verein um Punkte in der Dürener Kreisliga A. Nach dem ungefährdeten Aufstieg werden die ersten Partien zur Bewährungsprobe für Josef Schepps spielstarke Elf. Beim heimischen Blausteinseecup und der Stadtmeisterschaft ließen die Lohner ihr Potenzial bereits aufblitzen.

Als letzte schnüren dann die Germanen aus Dürwiß die Schuhe. Beim ersten Pflichtspiel (Sonntag, 29. August, 15 Uhr) erwartet der Überraschungsdritte der Vorsaison mit dem FC Junkersdorf gleich einen der Topfavoriten. „Ich weiß, dass die Erwartungshaltung bei einigen im Umfeld nach den letzten zwölf Monaten gestiegen ist”, hält sich Dürwiß´ Trainer Michael Burlet aber lieber an Fakten. Und die heißen: Die Germania geht mit einem nochmals jüngeren Team (Durchschnittsalter: zirka 22 Jahre) als im Vorjahr ins Rennen. Andere Vereine haben ordentlich aufgerüstet, während die Dürwisser vor allem auf den eigenen Nachwuchs und die letztes Jahr so stark aufspielende Mannschaft setzt.
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