Auf der Suche nach dem perfekten Schwiegersohn

Von: anka
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Ja, wer wirds denn nun? Mit ihrem Singspiel „Aglaia” lieferten die Schüler der KGS Bohl eine beeindruckende Vorstellung ab. Foto: Anne Karduck

Eschweiler. Betrübt sitzt die kleine Prinzessin neben ihrem Vater, König Nepomuck. Weder er noch die Hofangstellten können der schönen Aglaia ihr bezauberndes Lächeln zurückholen, und jede Mühe, sie zu beglücken, scheint vergebens. Doch was ist bloß passiert mit der jungen Königstochter und warum muss sie nur eine Träne nach der anderen vergießen? Woher kommt all ihr Unglück?

Jede Menge Fragen also, die den königlichen Hof beschäftigen- und nicht nur diese: Auch die zahlreichen Zuschauer wurden von der Geschichte der Prinzessin Aglaia gefesselt. Denn die rund 200 Schüler der Katholischen Grundschule (KGS) Bohl hatten zum Singspiel eingeladen und begeisterten die Gäste mit einem Szenario der ganz besonderen Art.

Mit passender Musik, Tänzen, Witz und perfekt einstudierten Texten zeigten die künftigen Schauspieler nämlich allemal, dass sie mit den Großen der weltweiten Bühnen mithalten können.

Keiner ist geeignet

Doch zurück zur Geschichte: Nach einigen Analysen des Zeremonienmeisters (Vladislav Nikloaev/Manuel Hilgers) und des Hofnarrs (Lea Wipperfürth/Lea Willms) steht schließlich fest, dass Aglaia (Jenni Höch/Kassandra Kalben) ein liebenswürdiger Mann zur Seite stehen muss. Dafür verspricht König Nepomuck (Julian Skups/ Luca Schnitzler) dem Auserwählten sein halbes Imperium. Und auf der langen Suche nach dem richtigen Schwiegersohn kommen so einige verrückte Typen an den Hof, um sich Aglaia vorzustellen - allerdings zunächst ohne Sicht auf Erfolg.

Keiner der Bewerber scheint für die junge Schönheit geeignet zu sein: Der eine ist zu primitiv, der andere zu alternativ oder zu depressiv. Bis zu dem Augenblick, an dem Osiander (Simon Hallfeldt/Jean Lenzen) ein zweites Mal um die Hand der Königstochter anhält.

Dieses Mal allerdings mit redlichem Erfolg: Auf dem Hofe des Königs Nepomuck herrscht eine solche Freude, wie schon lange nicht mehr. Denn für Aglaia wurde der Richtige gefunden, sodass sie die Taschentücher für immer bei Seite legen kann. „Hochzeit, Hochzeit”, singen die anderen Schüler abschließend freudenvoll und läuten damit das Happy-End einer mitreißenden Geschichte ein.

„Der musische Aspekt steht dabei absolut im Vordergrund und die Kinder sollen auch außerhalb des Schultalltags einmal die Gelegenheit haben, ihr Können zu zeigen”, erläuterte Kerstin Zeidler, Klassenlehrerin der 1a, wie wichtig es für die Schüler sei, selbstbewusst in Rollen zu schlüpfen. Außerdem, so die Pädagogin, stehe trotz der großen Aufregung vor allem eines an erster Stelle: Spaß.

Und der war den jungen Schauspielern, Tänzern, Sängern und Flötisten sichtlich anzumerken: Applaus und ein dickes Lob seitens des Schulleiters Ewald Leclaire, der auf dem Piano das Singspiel begleitete, waren der Verdienst für monatelanges Üben und nervenaufreibende Proben in den einzelnen AG-Stunden: Endlich konnte es losgehen, raus aus den Proben, rein ins Rampenlicht.

Im Rahmen des Unterrichts probte nämlich jede Klasse der KGS Bohl ihren eigenen Einsatz, bis dass am Ende alle Einlagen zu zwei perfekten Vorführungen zusammengetragen wurden.

Mittwoch gehts schon weiter

Bereits am Mittwoch dürfen die Bohler Grundschüler erneut ihr Können beweisen: Im Rahmen der Schultheatertage der Städteregion Aachen führen die jungen Schauspieler das Singspiel „Aglaia” auf der Freilichtbühne von Burg Wilhelmstein erneut auf. Auch dann dürfte auf dem könglichen Hof wieder viel gegrübelt werden.
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