„Auf der Suche nach dem alten Tibet“ im Primus-Kinocenter

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Eschweiler. Yogifilm und das Primus-Kinocenter Eschweiler veranstalten gemeinsam einen Filmabend, der gewöhnliche Vorstellungen von der Wirklichkeit infrage stellt und das westliche Weltbild erweitern.

Am Dienstag, 7. März, 20 Uhr, zeigen sie den Dokumentarfilm „Auf der Suche nach dem alten Tibet“. Regisseur und Filmautor Vilas Rodizio stellt sein Werk im Rahmen einer Tournee vor und beantwortet Fragen des Publikums. Der Film handelt von geheimen Plätzen und inspirierenden Yogis in Tibet.

„Wer glaubt, dass die Dinge wirklich sind, ist so dumm wie eine Kuh.“ Mit diesem provokanten Zitat eines buddhistischen Meisters aus dem 8. Jahrhundert stimmt der Film seine Zuschauer auf eine Reise ein, die jenseits gewöhnlicher Vorstellungen führt.

Der malerische Himalaya

Das Kamerateam durchstreift den malerischen Himalaya auf der Suche nach tibetischen Yogis, die mit Hilfe jahrhundertealter Meditationstechniken den letzten Schritt zur Erleuchtung gehen. Filmautor Vilas Rodizio und seine Partner besuchen abgelegene Kraftplätze hoch in den Bergen. Dort begegnen sie Menschen, die alles Weltliche hinter sich gelassen haben, um sich ausschließlich der Meditation zu widmen. Ihr Ziel ist ein Geisteszustand ohne Ablenkung, in dem die Wirklichkeit sich als Traum entlarvt.

Unter ihnen ein Meditationsmeister mit vielen hundert Schülern, ein Yogi, der von sechs Körnern Gerste in der Woche leben soll und der wild aussehende Barfuß-Lama, der angeblich seit 30 Jahren keine Schuhe mehr trägt – auch nicht im tibetischen Winter.

Geheimnisvolle Fußabdrücke

Zwischen die Geschichten der Protagonisten reihen sich Bilder, die nicht wirklich zu erklären sind: Geheimnisvolle Fußabdrücke im Felsen; Perlen, die sich während der Verbrennungszeremonie eines Lamas von selbst bildeten; Löcher in den Schädeldecken von Meditierenden, die alleine durch Meditation entstehen und in die zur Veranschaulichung Grashalme gesteckt werden; Knochenstücke mit Buddha-Fresken, die nach der Verbrennung eines Yogis in dessen Asche gefunden wurden; und ein Yogi, der noch Tage nach seinem Tod aufrecht in Meditation sitzt.

Während die Grenze zwischen Wirklichkeit und Traumhaftem verwischt, verlässt der Film nie seinen ruhigen Erzählstil und verzichtet auf jegliche Effekthascherei. Man kann erahnen, dass das Filmteam selbst aus Buddhisten besteht, die auf ihrer monatelangen Reise durch Tibet langsam in die Gemeinschaft der Yogis aufgenommen wurden, in der eine Filmkamera sonst nicht geduldet wird.

„Auf der Suche nach dem alten Tibet“ ist kein buddhistischer Lehrfilm, sondern ein mit Liebe gezeichnetes Porträt einer Kultur auf dem Dach der Welt, die der westlichen Vorstellung von Wirklichkeit trotzt.

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