Auf den Weg zu Gott machen

Von: anka
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Zu Fuß geht es zum Gnadenbild der Gottesmutter: Die Oktav endet am Sonntag mit einer Schlussandacht. Foto: Anne Karduck

Eschweiler. „Wer sich wie wir auf den Weg macht, der darf sich als Gemeinschaft nicht entmutigen lassen.” Der Aachener Weihbischof Karl Borsch brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt.

Denn mit „wir” und „den Weg machen” waren diejenigen zahlreichen Christen gemeint, die zur Oktav zur Mutter vom Guten Rat der Pfarre St. Blasius Kinzweiler gepilgert und per pedes zum Gnadenbild der Gottesmutter gekommen waren.

Sitz der Weisheit

„Wir müssen Neuland unter den Pflug nehmen”, appellierte der Geistliche, der gemeinsam mit dem Kinzweiler Pfarrer Dr. Rainer Hennes den Gottesdienst zelebrierte, an die Gläubigen. Frauen aus der ganzen Region feierten am vierten Tag der einwöchigen Wallfahrtsoktav gemeinsam Eucharistie und ließen sich auf das Leitmotiv „Sitz der Weisheit - bitte für uns”, das der lauretanischen Litanei entnommen ist, ein.

In seiner Predigt ging Weihbischof Karl Borsch insbesondere auf die Bedeutung der Weisheit ein: „Wie kann ich heute weise leben und was bedeutet die Weisheit Gottes für uns heute?” Während das Volk Israel lebenserfahrene Menschen als weise sah, sei heute derjenige weise, der Einsicht habe, tiefer schaue als lediglich vor den Computer oder den Fernsehen und der die Wirklichkeit Gottes hinter den Ereignissen sehe.

„Weisheit ist nicht alles Wissen”, stellte der Prediger klar. „Lebenswissen ist nötig beziehungsweise Wissen, das Leben vermittelt; nur ein solches Wissen kommt nämlich der Weisheit nahe”, betonte der Seelsorger, dass die Weisheit eines Menschen nicht von seiner Bildung abhänge. Und gerade in diesem Punkt sei Maria uns ein Vorbild: „Was die Mutter Gottes ausmacht, ist, dass ihr komplettes Leben auf Jesus und Gott ausgerichtet ist.”

Denn Gottes Weisheit werde uns explizit in Jesus Christus gezeigt; somit sei Maria, das Jesuskind auf dem Arm haltend, der Sitz der Weisheit. „Maria erwidert unsere Liebe, aber Maria lehrt uns auch, Jesus zu lieben”, schloss Weihbischof Karl Borsch seine eindrucksvolle Predigt. Im Anschluss an die Eucharistiefeier, die musikalisch vom St. Jöriser Frauenchor unter der Leitung von Katja Henkes-Rolle unterstützt wurde, zogen die Kinzweiler Schützen, Messdiener und Gläubigen betend und singend um den Kalvarienberg bis zur Kreuzkapelle, an der Karl Borsch den Schlusssegen erteilte.

Noch bis diesen Sonntag steht die Oktav der Mutter vom Guten Rat, die dann mit einer Schlussandacht enden wird, im Mittelpunkt der Kinzweiler Pfarre.
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