Auf den Hufen: Stadt bessert Plan nach

Von: Patrick Nowicki
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Eschweiler. Die Proteste der Anwohner in Kinzweiler tragen Früchte. Nachdem die Stadtverwaltung den Bebauungsplan „Auf den Hufen“ nach den ersten Einwänden der Bürger schon angepasst hat, wird auch der neue Vorschlag modifiziert. Dies teilte der Technische Beigeordnete Hermann Gödde mit.

„Wir werden nicht gegen den Willen der Bürger planen“, sagt er. Das letzte Wort haben die Kommunalpolitiker. Sie haben die erste Beteiligung der Bürger in der Sitzung im Juni beschlossen. Die Ergebnisse sind eindeutig: Auch eine Verdichtung der Bebauung an der Straße Auf den Hufen wird nicht gewünscht.

Schon im Mai schwelte der erste Widerspruch. Der B-Plan sah nämlich in seiner ersten Fassung vor, dass eine kleine Stichstraße gebaut werden kann, die den Hausbau dort ermöglicht, wo sich im Moment Gärten befinden. Die Anwohner waren von diesem Vorschlag, den die Stadtverwaltung als Angebot verstanden wissen will, wenig begeistert.

Die Planer im Rathaus reagierten prompt und nahmen die Stichstraße schon zur Sitzung im Juni heraus. Gödde verteidigte ausdrücklich die Ursprungsplanung: „Das Ziel ist immer, innen in Orten zu schauen, wo man noch Wohnbebauung ermöglichen kann, bevor man neue Flächen außen ausweist“, begründet er die Vorgehensweise.

Dass der B-Plan überhaupt angepackt wird, hat zwei Gründe. Zum einen genießt der Sportplatz zwar inzwischen Bestandschutz, wurde jedoch nie planerisch legitimiert. Zum anderen sollen die drei Wohnblöcke an der Straße „Am Maxweiher“ saniert werden. Dort wünschte die Eigentümerin zudem eine Erweiterung, die der B-Plan in seinem Entwurf nur begrenzt zustimmt.

„Wir wollen nicht, dass die Menschen sich nicht mehr in die eigenen Garten legen können, ohne sich beobachtet zu fühlen“, stellt Gödde klar. Demnach soll es bei der zweigeschossigen Bauweise bleiben. Allerdings gesteht der Plan die Erweiterung des hinteren der drei Blöcke zu. Die Bauten stammen aus den 60er Jahren.

Der Sportplatz war Grund juristischer Auseinandersetzungen, die letztlich dazu führten, dass das Kleinspielfeld, das vom DFB finanziell mitgetragen wurde, dort keine Zukunft hat. „Es ist nicht zu halten“, ist sich Gödde sicher. Grundsätzlich bestehe jedoch kein Zweifel, dass es sich dort um ein allgemeines Wohngebiet handele.

„Das sehen auch alle Fachleute so“, betont der Beigeordnete. Für allgemeine Wohngebiete gelten andere Lärmschutzwerte als für reine Wohngebiete. In dem Planungsareal befanden sich allerdings früher schon einige Geschäfte. Dies schließt die Klassifizierung zu einem reinen Wohngebiet, wie sie von manchen Anwohnern gewünscht ist, aus.

Im November soll der Ausschuss über die Pläne befinden.

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