Auf dem Weg zum Traumberuf: Marc Klejbor gibt jungen Leuten Tipps

Von: jlm
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Eschweiler. Viele Jugendliche kennen das Gefühl: Der Schulabschluss rückt in greifbare Nähe, ein neues Kapitel wartet darauf, aufgeschlagen zu werden und plötzlich stehen so viele unbeantwortete Fragen im Raum, dass der Blick in die eigene Zukunft nahezu verunsichert: Wie finde ich meinen Traumberuf und was kann ich heute tun, damit mein Berufswunsch in Erfüllung geht?

Oder: Was kann ich tun, wenn ich trotz vieler Überlegungen keinen konkreten Berufswunsch finde? Kann Arbeit wirklich Spaß machen? Und für viele besonders wichtig: Was kann ich tun, wenn meine Schulnoten nicht so gut sind?

Marc Klejbor und Schirmherr Rudi Bertram nutzten jetzt die Gunst der Stunde, um in der Klejbors Entertainment Factory auf diese Fragen einzugehen und den Jugendlichen zahlreiche wertvolle Tipps zu geben. Die Veranstaltung „Tag der Zukunft – Wertvolle Impulse für dein Leben!“ fand zu diesem Zweck das erste Mal statt, traf jedoch gleich auf rege Teilnahme. Die Idee, eine solche Veranstaltung ins Leben zu rufen, hatte dabei Sabine Klejbor. Als ein Ausbildungsbetrieb bietet die „Klejbors Entertainment Factory“ Ausbildungsplätze in fünf verschiedenen Berufen an: als Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation und für Marketingkommunikation, als Fachfrau/Fachmann für Systemgastronomie, als Fachkraft im Gastgewerbe für Systemgastronomie und als Veranstaltungskauffrau/Veranstaltungskaufmann. Jährlich kann der Betrieb dabei auf sieben bis zehn neue Auszubildende zählen. Insgesamt 20 Jahre Berufserfahrung veranlassten die Eheleute Klejbor nun zu dem Entschluss, einen Teil ihrer Erkenntnisse weiterzugeben und in einem Impulsvortrag Schülern Tipps zu geben, sei es die Gestaltung der Bewerbung oder die Tatsache, dass es nicht immer nur auf die Noten ankommt, sondern mit wie viel Herzblut, mit wie viel Spaß, Energie und vor allem Motivation man arbeitet.

„Wer nicht weiß, wohin er will, der darf sich auch nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt“, zitierte Marc Klejbor den bekannten amerikanischen Schriftsteller Mark Twain und machte den Jugendlichen bewusst, es gehe allein um sie. Sie seien an der Reihe, sich zu fragen, was sie wollen. Dies seien die ersten Schritte auf ihrem Weg, um den für sie persönlich richtigen Beruf zu finden. Egal ob man gerne früh aufsteht oder abends lange wach bleibt, ob man sich gut Vokabeln merken kann oder nicht, ob Zahlentyp oder kreativer Kopf – für jeden gebe es den passenden Job. Spaß am Beruf ist dabei unheimlich wichtig, also „finde das, was dir Freude macht“. Jeder müsse bei dieser Suche die Komfortzone, die man sich in der Familie und im Freundeskreis aufgebaut habe, verlassen, denn nur außerhalb dieser Zone könne man wachsen.

Talent sei dabei nicht alles, erklärte Marc Klejbor, sondern viel mehr der Fleiß. Das Jetzt sei eine wichtige Zeit, in der sie nun „den Hintern hochkriegen“ müssten, denn: „Die Welt wartet leider nicht auf dich.“ Als kleine Hilfe legte Marc Klejbor den Jugendlichen eine Checkliste, eine sogenannte Persönlichkeitsanalyse, ans Herz.

Allen, die auf der Suche nach dem eigenen Traumberuf sind, riet Marc Klejbor auch: „Gib dich nicht zufrieden, du hast nur ein Leben.“ Der Beruf solle fordern und fördern, die Augen leuchten lassen, die Zukunft sichern und das Wunsch-Gehalt garantieren, aber nur durch Leistung gebe es bekanntlich auch eine Gegenleistung.

Finden könne man den Traumberuf durch eigene Recherche mit Medienberichten, Internet und vielem mehr oder auch durch aktives Nachfragen bei Freunden und Bekannten oder mittels sozialer Medien. Wichtig dabei sei, auf sich aufmerksam zu machen, sich zu zeigen und natürlich durch Schnuppertage, freiwillige Praktika und auch durch Nebenjobs Verschiedenstes auszuprobieren. Offenherzig erzählte der Unternehmer, dass von klein auf fest stand, dass er zur Polizei gehen würde, da seine Eltern beide bei der Polizei tätig gewesen seien. Auch er habe das lange geglaubt. Seine Ausbildung bei der Polizei habe daraufhin ganze drei Tage gedauert, bis ihm klar wurde, dass dies nicht das Richtige für ihn sei. Daher riet er den Jugendlichen, Verpflichtungen zu übernehmen, sei es im Nebenjob oder auch im Praktikum, um viele neue Eindrücke zu gewinnen.

Ein weiteres wichtiges Thema dieses Abends waren die Bewerbungen. Insgesamt sieben neue Azubis stellt er ab dem 1. Oktober ein. Pro Jahr erhält er 200 Bewerbungen. „Und dabei sind wir nur ne kleine Disko aufm platten Land“, schmunzelte der Unternehmer. Oft zählt da der erste Eindruck. Vom Umschlag bis hin zu Praktika-Bescheinigungen erklärte er ihnen, auf was es bei einer Bewerbung ankommt und wie jeder punkten kann. So seien bei einem Zeugnis nicht nur die Noten wichtig, sondern bezogen auf die Zuverlässigkeit des Bewerbers auch die entschuldigten und unentschuldigten Fehlstunden. Falls die Zeugnisnoten überwiegend nur ausreichend sind, hat Marc Klejbor einen Tipp: Die Jugendlichen sollen sich eigene Kopfnoten machen und diese von der Lehrerin unterschreiben lassen. Wenn jemand zum Beispiel als Streitschlichter sehr gut mit anderen Menschen umgehen kann, könne man da in den meisten Fällen über eine Vier in Mathe hinwegsehen. „Big Points“ gebe es zusätzlich für soziale Kompetenzen. Als Beispiel nennt er einen Jugendlichen, der in den Ferien freiwillig zwei Wochen bei der Freizeitgestaltung für behinderte Kinder hilft. Ein besonderes Augenmerk habe man jedoch auf die Praktikumsbescheinigungen, da diese ein Feedback zu den Leistungen, Stärken und Schwächen des Bewerbers geben und so zeigen, wie der Bewerber im Betrieb wirke.

„Erstelle Bewerbungen mit Lust und Leidenschaft. Putze sie so fein raus, wie dich selbst beim ersten Date“, rät Marc Klejbor. Die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Bewerbung zu den 20 Prozent gehört, die weiterkommen, sei dann groß.

Die nächste Hürde: das Vorstellungsgespräch. Der Jugendliche solle authentisch sein, spürbares Interesse am Beruf und Wissen über den Job und die Firma zeigen und bereits Erfahrungen aus Tätigkeiten in Praktika aufweisen können. „Denn jeder Arbeitgeber hätte am liebsten jemanden, der gerade aus der Schule kommt, aber 20 Jahre Berufserfahrung hat.“ Nach dem aufschlussreichen und informativen Vortrag verstreuten sich die Jugendlichen. Einige besuchten die Stände der drei Kooperationspartner und informierten sich über eine Ausbildung bei RWE oder der VR-Bank oder nahmen an einem Gewinnspiel der AOK teil.

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