Auerbachstraße: CDU bangt um die Markt-Ansiedlung

Von: pan
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Eschweiler. Die Christdemokraten fürchten um die Ansiedlung des Media-Marktes an der Auerbachstraße. Da der Konzern im Spätherbst des nächsten Jahres die Filiale in Eschweiler eröffnen möchte, sei das Projekt gefährdet, sagt Wolfram Stolz, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Eschweiler.

Dem widerspricht Bürgermeister Rudi Bertram ausdrücklich: „Man hat mir in einem Gespräch versichert, dass die Zeit ausreicht.” Auslöser der Kritik ist eine Vorlage für den Stadtrat, in der die Ratsvertreter die Verwaltung beauftragen sollen, mit Investoren lediglich Gespräche zu führen.

Hinter den Kulissen sind die Verhandlungen jedoch schon weiter fortgeschritten. Allerdings will Bürgermeister Rudi Bertram keine Wasserstandsmeldung abgeben: „Ich werde wie in der Vergangenheit nichts dazu sagen, um die Investoren zu schützen.”

Nachdem zum Jahreswechsel der bisherige Investor seinen Rückzug erklärt hatte, wurden weitere potenzielle Geldgeber kontaktiert. Grundlage war der bereits ausgehandelte und unterschriebene Vertrag mit dem bisherigen Investor. „Sollte es zeitlich enger werden, dann kann man bei so einem wichtigen Thema auch eine Sondersitzung des Rates einberufen”, betont Rudi Bertram.

Für die CDU müssten bereits jetzt die Verträge von der Politik abgesegnet werden. „Wenn die städtebaulichen Verträge und die Durchführungsverträge nicht sehr bald beschlossen werden, wird Media-Saturn das nach wie vor vorgegebene Ziel, die Eröffnung im Oktober 2010, nicht erreichen können”, so Stolz, der dem Bürgermeister eine „Hinhaltetaktik” und „Missmanagement” vorwirft.

Bertram habe sich in die Verhandlungen des dafür zuständigen Technischen Beigeordneten eingeschaltet. „Erst musste ich dem Bürgermeister vorwerfen, dass er durch seine Einmischung rund dreiviertel Millionen Euro nicht mehr einnehmen kann, weil die Grundstücksgeschäfte an der Stadt vorbeilaufen, dann musste ich ihm vorwerfen, dass er das Verfahren verschleppt, und jetzt müssen wir befürchten, dass das Projekt scheitert, weil das Zeitlimit nicht eingehalten wird”, teilt Wolfram Stolz mit.

Der Angegriffene selbst antwortet: „Herr Stolz nimmt billigend in Kauf, dass das Image der Stadt einen Schaden erleidet.” Die Kommune hätte das Grundstück nicht zu einem Ackerlandpreis bekommen: „Zudem hätten wir das gesamte Risiko getragen, wenn das Geschäft platzt”, erläutert Rudi Bertram.

Nach wie vor geht der Verwaltungschef davon aus, dass Media-Markt an der Auerbachstraße eine neue Filiale eröffnet. „Eine ganze Mannschaft im Rathaus arbeitet fieberhaft daran”, versichert er.
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