Auch Löschen und Retten muss gelernt sein

Von: irmi
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Feuer löschen, Leben retten und Verletzte versorgen: Die Azubis probten in der Feuerwache am Florianweg den Ernstfall. Sie sind angehende Brandmeister. Foto: I. Röhseler
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23 junge Leute nehmen am bereits zehnten interkommunalen Lehrgang für Brandmeister-Anwärter von Berufsfeuerwehren teil. Die Ausbildung endet im September 2016. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Imaginärer Feueralarm: Lodernde Flammen schlagen aus einem Gebäude, die Rauchentwicklung ist heftig und zwei Personen werden vermisst. Blitzschnelles Handeln ist gefragt. Aber auch Ruhe und Besonnenheit.

23 angehende Brandmeister, 20 Männer und drei Frauen, probten am Freitagmittag in der Feuerwache am Florianweg den Ernstfall, und zwar unter den Argusaugen von Stadtbrandinspektor Axel Johnen. Der Ausbildungsleiter macht einen zufriedenen Eindruck, denn seine Schützlinge machen ihre Sache schon sehr gut.

Die jungen Leute aus den Feuerwehren der Städte Eschweiler, Alsdorf und Würselen sowie von RWE Power nehmen an einem Interkommunalen Lehrgang für Brandmeister-Anwärter von Berufsfeuerwehren teil. In ihrer 18-monatigen theoretischen und praktischen Ausbildung lernen die Männer und Frauen, die mindestens 18 Jahre alt sein und bereits einen berufliche Ausbildung vorweisen müssen, Brände zu bekämpfen, Leben zu retten und Verletzte zu versorgen.

Die Stadt Eschweiler ist Ausbildungsbehörde und stellt mit Axel Johnen, dem Leiter der Eschweiler Feuer- und Rettungswache, den Ausbildungsleiter. Ebenfalls vor Ort waren die Hauptbrandmeister Horst Steiner und Max Hodenius und Oberbrandmeister Arno Korf von der Feuerwehr Alsdorf, die jede Aktion der Azubis aufmerksam verfolgten.

Die Ausbildung der angehenden Brandmeister ist in zwei Phasen unterteilt: dem feuerwehrtechnischen Teil und dem rettungsdienstlichen Teil, also der Sanitäter-Ausbildung. Im ersten Teil werden die Grundlagen unterrichtet. Die Anwärter erfahren, wie man die technischen Hilfsmittel bedient, wie sie gereinigt und gewartet werden. Im Rahmen eines Praktikums lernen sie die Abläufe in einer Feuerwache kennen und begleiten Einsätze.

Das Ausbilderteam ist aus Berufsfeuerwehrleuten aller Teilnehmer zusammengesetzt, so dass mögliche Synergieeffekte optimal genutzt werden können. Bei den Ausbildungsfahrzeugen und -geräten werden die vorhandenen Ressourcen der einzelnen Kommunen gemeinsam eingesetzt.

Dabei stellen alle hauptamtlichen Wachen aus dem „Altkreis“ Aachen sowie das feuerschutztechnische Zentrum des Kreises Düren und das Kraftwerk Weisweiler das entsprechende Personal und Gerätschaften kostenfrei zur Verfügung.

Dass die jungen Leute auf dem besten Wege sind, ihre Prüfung für den mittleren, feuerwehrtechnischen Dienst im September 2016 erfolgreich abzuschließen, bewiesen sie vergangene Woche in Stolberg.

Dort waren sie bereits bei einem Flüchtlings-Einsatz tätig, richteten die Schule mit ein, erledigten logistische Aufgaben und betreuten die Menschen vor Ort. Nun haben die Azubis erst einmal drei Wochen Urlaub, dann geht es mit dem zweiten Teil, dem Rettungssanitäter-Lehrgang weiter. Der Termin der nächsten Einstellungsrunde steht zwar noch nicht fest, „aber es wäre schön, wenn sich unter anderem auch ein gelernter Karosseriebauer für den Interkommunalen Lehrgang für Brandmeister-Anwärter bewerben würde“, wünscht sich Stadtbrandinspektor Axel Johnen.

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