Eschweiler - Auch in New York schenkt man sich nichts

Auch in New York schenkt man sich nichts

Von: mic
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Die „Blacks” und die „Whites” in Aktion: Das Publikum war von den Darbietungen der Kinder hingerissen. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Kennen Sie die Eduard-Mörike-Highschool? Die liegt irgendwo in New York und ist Schauplatz dauernder Auseinandersetzungen zwischen zwei rivalisierenden Klassen. Die einen nennen sich „Blacks”, die anderen „Whites”.

Aber ehrlich: Die beiden Gangs existieren in dieser Form ebensowenig wie die oben erwähnte Highschool. Aber es gibt die Eduard-Mörike-Schule und die Klasse 4b. Und die feierte am Dienstag Premiere mit ihrem Tanztheater „Black and White”.

Der Schauspieler Bernd Braks und die Lehrerin Simone Pesch haben die äußerst sehenswerte Mischung aus Tanz- und Improvisationstheater über viele Monate mit den Kindern einstudiert. Bei der Umsetzung des Stückes, das durch das Projekt „MUS-E” der Yehudi-Menuhin-Stiftung gefördert wurde, hatten die Schüler weitestgehend freie Hand.

Wunderschöne Kulisse

Vor wunderschöner New-York-Kulisse, die die Klasse 4a unter Anleitung der Kunstpädagogin Gerda Zuleger gezaubert hatte, und im Scheinwerferlicht trafen in der ersten Szene gleich die beiden Anführerinnen Mandy Muffin (Blacks), gespielt von Faouzia Bah-Traore, und „Peggy Popcorn” von den „Whites” (Merve Kücük) aufeinander: „Peggy” findet jene Michael-Jackson-CD, die „Mandy” verloren schon verzweifelt gesucht hat. Beide beschließen Freunde zu werden. Die Freundschaft der beiden Mädchen wird allerdings auf eine harte Probe gestellt. Das wurde schnell deutlich, als die „Blacks” und die „Whites” die Bühne erstürmten und zu Jackson-Musik einen fulminanten Tanz hinlegten. Das endete in einer „Keilerei”.

In einem waren sich Mr. Meal und Mr. Mutiny einig: Früher war alles besser. Einfach köstlich! „Da kommen sie schon wieder”, hörte man aus dem Publikum, als der Running Gag mit unsicherem Gang wieder die Bühne betrat. Ihr Auftritt dauerte nie lange, denn „um sechs” mussten sie schließlich im Altenheim sein. Und wie ging die Geschichte aus?

Zunächst beugten sich „Mandy” und „Peggy” dem Gruppenzwang und schworen der Freundschaft ab, die beide Gangs nun partout nicht dulden wollten. Immer wieder kam es beim Aufeinandertreffen zu handfesten Streitigkeiten, und das, obwohl beide Klassen sich eigentlich auf das große Tanzturnier der Eduard-Mörike-Highschool vorbereiten sollten.

Nach den „Proben”, die die beiden Gangs jeweils unter sich abgehalten hatten, kam dann der große Tag: Beide Gruppen tanzten nun gemeinsam. Die Zuschauer in der Aula begleiteten die wunderschönen Tanzeinlagen, die durch tolle Choreografie und Akrobatik bestachen, mit rhythmischem Klatschen.

Das Ganze endete aber erneut mit Zoff, bei dem „Peggys” Schwester „Jane” verletzt wurde. Herrlich: Zur Erkennungsmusik der „Schwarzwald-Klinik” betrat jetzt der Arzt „Dr. Dangerous” die Szene und veranlasste die Einlieferung ins Krankenhaus. Jedoch nicht, bevor er das Opfer mit Hilfe des Publikums wiederbelebt hatte. Und dies gelang durch lautes „Jane” Rufen.

Und wie es so kommt, am Ende gab es ein Happy End. Reumütig gingen die beiden Gangs schließlich aufeinander zu und reichten sich die Hand: „Es gibt nur eine Eduard-Mörike-Highschool, und diese Schule sind wir!”

Minutenlanger Applaus begleitete die Schüler. Bernd Braks wwar begeistert: „Ich bin superstolz auf euch. Das war die beste Aufführung, die ich in all der Zeit von euch gesehen habe.”
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