Auch die „Pleitegeier” starten durch

Von: mic
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Sie wollen nach Berlin: Vertreter der vier Teams aus Eschweiler erfuhren bei der Auftaktveranstaltung von Lothar Müller und Britta Brück (Mitte) alles Wissenswerte über das „Planspiel Börse”. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Die Zeiten, da in den Schulen durch die Bank staubtrockener Lehrstoff ohne erkennbaren Bezug zum Leben gebüffelt werden musste, sind passé. Wenn es ums Lernen fürs Leben geht, dann gehören Veranstaltungen wie das „Planspiel Börse” ganz bestimmt zu den Vorreitern einer praxisnahen Wissensvermittlung.

Seit mehr als 25 Jahren können sich Jugendliche beim Planspiel des Sparkassen- und Giroverbandes als Börsianer versuchen und mit einem fiktiven Startkapital ausgestattet Wertpapiere handeln.

Vier Schülerteams aus Eschweiler wollen in diesem Jahr mit Aktien und anderen Wertpapieren ihr Glück an der Börse versuchen und ihr „Kapital” in Höhe von 50.000 Euro nach Möglichkeit vermehren. Sie tragen Namen wie „Pleitegeier” und „Börsencrasher” und kommen vom Berufskolleg und der Liebfrauenschule.

Bei der Auftaktveranstaltung am Dienstagnachmittag in der Sparkasse an der Marienstraße erfuhren die angehenden Aktionäre alles Wissenswerte rund um das Thema Börse und natürlich ebenso, wie das Planspiel funktioniert.

Was ist eigentlich eine Börse, was eine Aktie und wie wickelt man einen Kauf- bzw. Verkaufsauftrag ab? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Vertreter der Teams von Geschäftsstellenleiter Lothar Müller und Anlagespezialistin Britta Brück, die auch eine Neuerung des Planspiels erläuterte: den Aspekt der Nachhaltigkeit. „Damit ist der verantwortliche Umgang mit den Ressourcen der Erde gemeint, die Verantwortung der Unternehmer gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft, also den Menschen.”

Welche Bedeutung diesem Gedanken beim Planspiel zukommt, zeigt die Tatsache, dass nicht nur die bundesweit drei besten Teams bei der Depotgesamtbewertung zur Siegerehrung nach Berlin fahren, sondern eben auch jene drei Mannschaften, die bei der Bewertung der Nachhaltigkeit am besten abschneiden. Drei Tage in Berlin mit Fernsehauftritten, Sightseeing, Workshops und einer großen Gala dürften ebenso Anreiz für die Schüler sein wie die vielen Geldpreise, die bundesweit und regional an die besten Teams vergeben werden.

Erster Spieltag ist der 5. Oktober, letzter der 15. Dezember. Lothar Müller wünschte den Eschweiler Teams eine glückliche Hand, viel Erfolg und dass zumindest zwei Mannschaften „ihrem Namen nicht alle Ehren machen”. Wer möchte am Ende schon wirklich als Pleitegeier und Börsencrasher dastehen?
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