Lokalsport Fußballschuhe Teaser Freisteller

Auch die „Ära Kelche“ ist für die Kaafsäck bald Vergangenheit

Letzte Aktualisierung:
6862780.jpg
Ein Bild aus den Anfangszeiten: 1959 gegründet, können die „Kaafsäck“ inzwischen auf eine erlebnisreiche Erfolgeschichte zurückschauen.

Eschweiler-Dürwiß. Die Aktiven des Dürwisser Trompetencorps sind seit Monaten – neben der eigentlichen musikalischen Tätigkeit - fleißig dabei, neben dem Freibad einen neuen Proberaum zu errichten. Dieses Vorhaben geht nun auf die Zielgerade.

Vom ersten Tag der Vereinsgeschichte 1959 – beginnend mit der Gründungsversammlung des „Fanfarenkorps der KG Narrengarde“ in der Gaststätte Schöngens (in Dürwiß kurz „Mones“ genannt) war dort die Heimat der heutigen „Kaafsäck“. Die gesamte Familie Schöngens hat den Verein immer unterstützt – beginnend mit der ersten Vereinswirtin Gertrud Schöngens, der Mutter von Vereinsmitgründer Heinrich Schöngens.

Zwischen Mist und Scheune

Auf dem Hofgelände bei Mones zwischen Misthaufen und Scheune fanden die ersten Proben statt. Der Kuh- und auch der Pferdestall dienten als erste Räumlichkeiten und später hatte man immerhin einen Teil der Unimog-Garage ständig freigeräumt für die wöchentlichen Proben. Im Winter war es besonders unangenehm, denn die große Schiebetür bot gegen die manchmal extremen Temperaturen wenig Schutz. Sicherlich hatten vor allem die unmittelbare Nachbarschaft einges zu ertragen, denn die ersten Töne auf den Naturfanfaren waren bisweilen recht „schräg“. Dennoch waren alle mit großer Begeisterung bei der Sache und der Weg zum Vereinslokal im vorderen Teil des Hauses war auch nicht allzu weit. Später übernahm dort Maria Schöngens die Regentschaft und die vielen, vielen Abende im Vereinslokal sind und bleiben unvergesslich.

Zu Beginn der 70-er Jahre wurde der Raum dann mit und mit umgestaltet und man bekam erstmals eine Heizung; die Schiebetür hatte ausgedient und Decke, Boden und Wände wurden verkleidet. Aus den Beständen des Aachener Stadttheaters konnten zudem ausrangierte Theatersessel erworben werden. Sogar eine feste Theke war mittlerweile vorhanden für die zahlreichen Feste und seit dieser Zeit veranstaltet der Verein dort zum Jahresende seine berühmten „Letzte Probe“. Immer konnte man auf die Unterstützung und die Hilfe der Familie Schöngens bauen – auch bei den nächsten Schritten der Erweiterung: die ehemalige Schmiede wurde integriert und ein Lagerraum wurde angebaut. Danach folgte der nächste Schritt mit dem Durchbruch zum nächsten Raum, womit sich die Fläche fast verdoppelte.

Zudem bot das gesamte Mones-Gelände ideale Möglichkeiten für zahlreiche Feste und zu den letzten Fußball-Großereignissen gab es rauschende Public-Viewing-Feste. Bei allem konnten die „Kaafsäck“ immer auf die Toleranz der Nachbarn setzen und sind ihnen dafür besonders dankbar.

Aber schon mit dem Tod von Vereinsgründer Heinrich Schöngens 2006 begann so etwas wie das allmähliche Ende der „Ära Mones“ – nicht nur für die „Kaafsäck“. Die Schließung der traditionsreichen Gaststätte nach Generationen im Familienbesitz 2011 bedeutete dann den nächsten Einschnitt und nach mehr als fünfzig Jahren musste das Vereinslokal aufgegeben werden. In der Nähe wurden die Kaafsäck aber „Bei Kelche“ schnell heimisch und dort in neuen Vereinslokal fanden einige besondere Ausstellungsstücke aus der Vereinsgeschichte eine neue Heimat.

Letzte Probe am alten Ort

Nun aber steht auch der Auszug aus dem alten Proberaum bevor, denn die Arbeiten am neuen Domizil nähern sich ihrem Ende. Zuvor aber soll an alter Wirkungsstätte noch einmal ausgiebig gefeiert werden und da ist die „Letzte Probe“ an diesem Samstag wahrlich der gegebene Anlass. Wie bisher auch soll in diesem Rahmen der Jahresabschluss der Aktiven gefeiert werden – aber diesmal eben zum allerletzten Mal bei „Kelche“.

Für die Zukunft muss man aber alles andere als bange sein, denn der neue Proberaum bietet noch mehr Möglichkeiten für die musikalische Weiterentwicklung. Besonders im Hinblick auf die seit mehr als 40 Jahren betriebene Jugendarbeit kann man getrost nach vorne blicken.

Für die kommenden Karnevalsauftritte hat man neben der Arbeit am Proberaum die eigentliche musikalische Vorbereitung aber alles andere als schleifen lassen, sondern Corpsleiter Dieter Kaltenbach und seine Mitstreiter haben wieder ein Spitzen-Karnevalsprogramm erarbeitet, auf das sich die vielen Narren in Nah und Fern freuen können.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert