Aachen - Auch das Flüchtlingsthema spielt eine große Rolle

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Auch das Flüchtlingsthema spielt eine große Rolle

Von: mas
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Haben das Programm für die Burg Frankenberg in Aachen vorgestellt: (von links) Inge Klusemann, Gabriele Hartmann, Dietrich Brandt und Franz-Peter Beckers. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Burg Frankenberg aus ihrem Dornröschenschlaf erwecken und mit kulturellem Leben füllen: Das ist die Absicht des Vereins „Frankenbuerger“. Und nachdem das im vergangenen Jahr offensichtlich so gut funktioniert hat, hat die Arbeitsgemeinschaft Kunst und Kultur jetzt das Programm für die erste Hälfte des laufenden Jahres vorgestellt.

Dabei spielen neben bewährten Formaten auch neue Angebote eine Rolle. Neben Jazz, Philosophie und Live-Musik soll es auch wieder Veranstaltungen aus dem künstlerischen Bereich geben.

Im Format „jazz+“ gibt es drei Doppelkonzerte. Am heutigen Freitag, 19. Februar, spielt um 20 Uhr das Sextett „JazzLab de Cologne“ modernen Jazz zwischen Freiheit und Form. Und die „Klangfahrer“ beweisen mit ihrem unverkennbaren Stil, dass auch sie ganz eindeutig dem Jazz zuzuordnen sind. Das zweite Doppelkonzert ist am Freitag, 11. März, um 20 Uhr geplant. Dann kommen Lucas Leidinger und Daniel Daemen sowie das Raphael Krohn Quartett.

Der dritte Termin ist am Freitag, 8. April, um 20 Uhr, mit „Tango X“ und Tango-Tänzern aus dem Tanzhaus Corazon. „Ich bin begeistert, welch gute Jazz-Musiker wir in der Region haben“, meint Franz-Peter Beckers von der AG Kunst und Kultur. Und gerade deshalb habe man sich auf die regionalen Künstler konzentriert.

Unter dem Titel „Allochthon“ gibt es am Freitag, 26. Februar, um 20 Uhr europäische Musik des Mittelalters und der Renaissance. Das Ensemble Rabaskadol spielt auf historischen Instrumenten. Auch die historischen Bezüge sollen dabei zur Sprache kommen. Verbucht wird das Ganze unter dem Format „Klassik in der Burg“.

Als aktuelles Thema hat die AG Kunst und Kultur die Flüchtlingskrise in den Mittelpunkt gestellt. Insgesamt drei Veranstaltungen beschäftigen sich mit dem Thema „Flüchtlinge in Geschichte und Literatur“. Am Donnerstag, 10. März, um 19 Uhr hält Pfarrer Martin Obrikat einen Vortrag zu Flucht und Migration in Texten der Bibel. Das anschließende Gespräch moderiert Dietrich Brandt von der AG Kunst und Kultur. „Alle reden über die aktuelle Situation der Flüchtlinge“, sagt er. „An diesem Abend werden wir darüber reden, wie es in der Vergangenheit war.“

Am Freitag, 22. April, um 19 Uhr steht das Stück „Hermann und Dorothea“ von Goethe auf dem Programm. Hans-Walter Sprungala lädt zu einer Lesung mit anschließendem Gespräch ein. Die Flucht über den Rhein bei der Französischen Revolution wird dabei näher beleuchtet. Und schließlich rückt am Dienstag, 3. Mai, um 19 Uhr die Flucht des Trojaners Aeneas in den Mittelpunkt. Der hat sich immerhin aus Kleinasien auf den Weg nach Italien gemacht. Und hier finden sich laut Dietrich sicher Bezüge zur aktuellen Situation und zum Umgang mit Flüchtlingen.

Geplant sind ein Vortrag von Prof. Gerhard Binder aus Bochum und ein Gespräch unter der Moderation von Dietrich Brandt.

Auch für Kinder gibt es ein Angebot. Am Sonntag, 6. März, können sie um 15 Uhr mit der Erzählerin Maria Riga alte und neue Märchen entdecken.“ Philosophie in der Burg“ ist mit drei Autorenlesungen vertreten. Dazu kommt am Sonntag, 26. Juni, um 12 Uhr ein Vortrag von Dr. Heidemarie Bennent-Vahle zur Geschlechterdebatte.

Hilfe vieler Ehrenamtler

Klaus Schmetz stellt am Samstag, 19. März, um 16 Uhr unter dem Titel „Der Künstler – dein Nachbar“ Skulpturen vor. Laut Beckers leben im Frankenberger Viertel gleich eine ganze Reihe von Künstlern, die es wert sind, auch vor Ort wahrgenommen zu werden.

Handwerk, Kunst und Design werden von Donnerstag, 5. Mai, bis Sonntag, 8. Mai, auf einem Markt in der Burg vorgestellt. Und schließlich sollen verschiedene Live-Konzerte Leichtigkeit in das volle Programm in der Burg bringen.

Am 3. März ist unter dem Titel „Sounds and Grooves“ um 20 Uhr ein moderiertes Konzert geplant. Als „Wohlfühlveranstaltung“ bezeichnet Beckers die Matinée am 24. April um 12 Uhr. Mac-Noise, eine Gruppe aus der Voreifel, spielt Irish Folk Music.

Ohne die Hilfe von Ehrenamtlern wäre ein solch umfangreiches Programm gar nicht möglich gewesen, meint die AG Kunst und Kultur. Tickets für die einzelnen Veranstaltungen gibt es an den folgenden Vorverkaufsstellen: Frankenberger Buchladen, Buchhandlung Schmetz, Cave d‘Aix, Büro Burg Frankenberg.

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