„Attac” bläst jetzt am Markt zum Angriff

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Ein Protest gegen das Sparpaket der Bundesregierung ist die erste Aktion der (noch nicht gegründeten) Eschweiler Regionalgruppe von „Attac”, einer weltweit tätigen Organisation von Globalisierungsgegnern.

Eschweiler. „Nur schimpfen ist zu wenig, wir gehen jetzt auf die Straße!” Mit einem Protest gegen das geplante Sparpaket der Bundesregierung, das nach ihrer Ansicht vor allem die „kleinen Leute” finanziell schädigt, macht erstmals die - noch gar nicht gegründete - Eschweiler Regionalgruppe von „Attac” auf sich aufmerksam.

Nur eine Viertelstunde lang stehen sie am Montag zu sechst protestierend auf dem Marktplatz, verteilen Handzettel, stellen ein Schild auf: „In tiefer Trauer nehmen wir Abschied vom Sozialstaat”.

Jeden Montag „Mahnwache”

Nur wenige Passanten bleiben stehen, und auch der Fahrer des Mercedes SLK, der betont langsam sein Fahrzeug über die Bremshubbel der Marktumfahrt hebt, scheint sich nicht für den richtigen Ansprechpartner zu halten. „Das wollen wir jetzt jeden Montag machen”, sagt Albert Borchardt. Der Weisweiler Künstler, politisch bei den Linken aktiv, ist einer der Initiatoren der Attac-Gründung.

„Attac” ist eine 1998 in Frankreich entstandene, mittlerweile weltweit agierende Organisation, die sich kritisch mit dem Folgen der wirtschaftlichen Globalisierung auseinander setzt. Sie fordert unter anderem eine internationale Solidaritätssteuer zur Kontrolle der Finanzmärkte.

Ein solches überparteiliches Engagement sei wichtig und könne viel Druck ausüben, versichert Jürgen Kreuer, der gemeinsam mit Borchardt die Gründung der Eschweiler Attac-Gruppe voran treibt: „Es reicht nicht aus heutzutage, sich in den Parteien politisch zu betätigen, weil man dort zu oft in den Strukturen verhaftet ist.” Die Erfolge von „Attac” in den vergangenen Jahren seien gerade auch durch die parteipolitische Unabhängigkeit möglich gewesen.

Gründung am 28. Juli

In rund einem Monat, am Mittwoch, 28. Juli, will sich „Attac Eschweiler” gründen, um 19 Uhr im Kulturzentrum Talbahnhof. Raiffeisenplatz 1. Ein Mitglied des Attac-Bundesbüros soll dabei organisatorisch Hilfe bieten. Auch weitere Aktionen will man an dem Abend bereits diskutieren.
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