Athleten des LSG-Volkslaufes trotzen den Regentropfen

Von: Andreas Röchter
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Schon unmittelbar nach dem Startschuss zum 10-Kilometer-Lauf legt Marco Schopen ein hohes Tempo vor und übernimmt die Führung. Foto: Andreas Röchter
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Marco Schopen legt ein hohes Tempo vor und übernimmt die Führung. 33:23 Minuten später überquert er als unangefochtener Sieger die Ziellinie. Foto: Andreas Röchter
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Der Startschuss ist gefallen und es gibt kein Halten mehr: Vor den Bambini-Mädchen (U8) liegt die Distanz von 300 Metern. Foto: Andreas Röchter
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Ebenfalls großartige Leistungen zeigen die Bambini. Bei den Mädchen siegt Ida-Marie Wittmann vor Julia Schnapka und Laura Liebig. Foto: Andreas Röchter
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Ebenfalls großartige Leistungen zeigen die Bambini. Bei den Jungen hat Visar Uka hauchdünn die Nase vorne vor Andreas Schuster. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Dritter Märzsonntag, unmittelbar vor 9.50 Uhr. Eines ist (beinahe) sicher: Regentropfen fallen. Schließlich steht der erste Startschuss beim „Internationalen Volkslauf der LSG“ unmittelbar bevor. Auch zur 47. Auflage des Spektakels rückte Petrus am Sonntagmorgen nicht von diesem Grundsatz ab, beschloss aber im Laufe des Vormittags auf (für LSG-Verhältnisse) Hochsommer, das heißt, nur gelegentliche kleine Schauer, umzuschalten.

Doch ebenso unumstößlich ist die Tradition, dass sich kaum ein Läufer von den teilweise suboptimalen Witterungsverhältnissen abhalten lässt, die Volkslaufstrecken im und um das Waldstadion in Angriff zu nehmen. Deutlich mehr als 800 Athleten aller Altersstufen sowie von nah und fern absolvierten die Distanzen, die von Wettkämpfen über 300 Meter für die jüngsten Läufer über den 4000-Meter-Jedermannlauf bis zum Halbmarathon über 21,1 Kilometer reichten.

Selbstverständlich war auch Peter Borsdorff wieder mit von der Partie, um für seine Initiative „Running for Kids“ zu sammeln. Eine Premiere feierte dagegen Sportlehrerin Almut Hellmich, die 19 ihrer Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums an den Start der 600-Meter-Läufe der Altersklassen U12 und U14 brachte.

Die in die Wertung des Rur-Eifel-Volkslauf-Cups 2017 einfließende Konkurrenz über 10000 Meter hielt für mehrere hundert Starter einen anspruchsvollen Kurs durch den Stadtwald bereit. Lokalmatador Marco Schopen, Ausnahmeathlet der Leichtathletik-Sportgemeinschaft, ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, seinen zweiten Erfolg über diese Distanz nach 2015 unter Dach und Fach zu bringen.

Schon kurz nach dem Start stand für den Teilnehmer an den Deutschen Cross-Meisterschaften, der im vergangenen Jahr verletzungsbedingt auf einen Start hatte verzichten müssen, nicht mehr die Auseinandersetzung mit der Konkurrenz, die schnell distanziert war, sondern ausschließlich der Kampf gegen die Uhr im Blickpunkt. Kurz nach 10.30 Uhr erreichte Marco Schopen alleine auf weiter Flur das Waldstadion und bog auf die Zielgerade ein, um nach 33:23 Minuten schließlich die Ziellinie zu überqueren.

Zufrieden in mindestens zweierlei Hinsicht zeigte sich sein Trainer Manfred Beitzel, sportlicher Leiter der Leichtathletik-Sportgemeinschaft Eschweiler. Zum einen, weil sein Schützling das Rennen offensiv anging, in jedem Moment beherrschte und nach seiner langen Verletzungspause langsam aber sicher wieder in Form kommt. „Was ihm im Moment logischerweise noch fehlt, ist schlicht und einfach die Wettkampfhärte“, zog der Coach ein Zwischenfazit.

Zum anderen behält Manfred Beitzel für mindestens ein weiteres Jahr einen Trumpf in der Hand. Denn der nun zweifache Sieger des LSG-Volkslaufs verpasste die persönliche Bestzeit seines Trainers erneut um einige Sekunden. „Da muss Marco noch einige Jahre hart arbeiten, bis mein Streckenrekord fällt“, prognostiziert der Übungsleiter mit einem Augenzwinkern. Ein Vorausblick, dem Marco Schopen eindeutig widerspricht: „Im nächsten Jahr muss die Bestzeit fallen“, so die Kampfansage.

Auch der zweite Platz in der Gesamtwertung des 10-KilometerWettbewerbs ging an einen Indestädter: Patrick Vonderhagen vom SV Germania Dürwiß absolvierte die Strecke in 35:49 Minuten. Julia Amkreutz erreichte als schnellste Frau nach 42:59 Minuten das Ziel vor Elisabeth Wacker, die 44:39 Minuten benötigte. Vierte der Gesamtwertung und schnellste Läuferin der Altersklasse W45 wurde die gebürtige Indestädterin und ehemalige LSG´lerin Anne Torbohm, die inzwischen für Bayer Leverkusen startet.

Großartige Leistungen hatten zuvor bereits die Bambini der Jahrgänge 2010 und jünger auf die Aschebahn des Waldstadions gezaubert: Den Wettbewerb der weiblichen U8 entschied Ida-Marie Wittmann (LSG), die die 300-Meter-Strecke in 1:23 Minuten bewältigte, für sich. Knapp dahinter kam Julia Schnapka (SV Germania Dürwiß, Jahrgang 2011) in 1:25 Minuten als Zweite ins Ziel.

Rang drei belegte Laura Liebig (LG Stolberg) in 1:26 Minuten vor Lea Beilharz (LSG) und Melina Veiga (Barbaraschule), die 1:28 Minuten beziehungsweise 1:29 Minuten benötigten. Gleich einen Vierfach-Triumpf feierten die Starter der Barbaraschule im Lauf der männlichen U8 über 300 Meter. Visar Uka setzte sich hauchdünn gegen Andreas Schuster (beide 1:10 Minuten) durch. Drei beziehungsweise acht Sekunden später überquerten Dersem Ammo und Daniel Kettner die Ziellinie.

Etliche weitere Läufer wurden auf die 300, 600 und 4000 Meter-Strecken geschickt, bevor die Langstreckler die Halbmarathon-Distanz über 21,1 Kilometer unter die Füße nahmen. Durch den Stadtwald ging es über den Donnerberg, vorbei an Hastenrath und durch Bergrath zurück in Richtung Stadtwald und Stadion, wobei 130 Höhenmeter überwunden werden mussten.

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