Atemberaubende Show: Monstertrucks und Feuerbarrikaden

Von: Manuel Hauck
Letzte Aktualisierung:
14375505.jpg
Vier Tonnen schwer, drei Meter hoch und mehr als 400 PS unter der Haube: „Hellboy“ macht sie alle platt. Foto: Manuel Hauck
14375497.jpg
Zweifach balanciert: Stuntman Georgino hält das Gleichgewicht. Foto: Manuel Hauck

Eschweiler. Großes kündigte sich an. Traber – ein traditionsreicher Name gastierte mit seiner Monstertruck- und Stunt-Show unter dem Motto „Super-Show auf heißen Reifen“ in Eschweiler auf dem Drieschplatz. Im Vorhinein wurde weithin die Werbetrommel gerührt, um Freunde spektakulärer Stunts zu den zwei Shows zu locken.

Nicht nur deswegen, auch das beinahe sommerliche Wetter lockte zahlreiche Schaulustige an die Tageskassen zum Drieschplatz, so dass bereits am Vormittag über 300 Zuschauer die Sitz- und Stehtribünen am Drieschplatz säumten. Erwartungsvoll waren vor allem die Kleinsten, die schon vor der Vorstellung die noch zum Einsatz kommenden Monstertrucks bestaunten.

Punkt elf Uhr war es dann so weit, als Willi Dujardin das Mikrofon ergriff und mitreißend das Programm eröffnete. Vor zwei Jahren das letzte Mal mit der Monstertruck-Show auf Tour, wagte die seit Generationen als Artisten bekannte Traber-Truppe den Versuch, eine spannend-spektakuläre Unterhaltungsshow auf die Beine zu stellen. Wochenlange Vorbereitungszeiten der sieben Stuntmen gingen der Tournee durch den Raum Aachen, Düren und Heinsberg voraus – und die Premiere wurde nun in Eschweiler gefeiert.

Früh übt sich – so das Motto zu Beginn. Johnny junior, der kleinste Traber, präsentierte gleich mehrere Kunststücke auf dem Quadbike und sprang dabei auch über drei Stuntleute, ehe Dujardin die überwiegend den Nachnamen Trabers tragende Artisten-Riege komplett vorstellte. Dujardin wollte aber nicht viele Worte verlieren und kündigte den nächsten Motocross-Freestyle-Stunt an. Nickolas setzte mit seinem Bike auf einem Rad hoch, sprang mittels Rampe in die Luft und flog durch den brennenden Ring.

Weiter ging es mit Johnny senior, der auf einem größeren Quad wie zuvor über den Platz und über die Rampe raste. Aus dem Publikum trat eine Freiwillige hervor, die hinter Johnny Platz nahm, als er sich auf zwei der vier Reifen erhob. Der Experte für Feuerstunts in der Truppe war Marcel, als er, ebenfalls auf einem Quadbike, durch eine brennende Barrikade fuhr, was für Staunen und Begeisterung im Publikum sorgte.

Einen Stunt, der in den 60er Jahren erfunden und durch Sean Connery als James Bond bekannt wurde, präsentierten zwei Stuntmen anschließend, nicht wie im Film in einer Spezialanfertigung des Ford Mustang, sondern in zwei serienmäßigen BMW. Auf zwei Reifen fuhren die Autos mal hinter- und mal nebeneinander, ehe Georgino auch noch auf einem der Fahrzeuge stehend balancierte. Diesen Stunt durften zwei freiwillige Damen aus dem Publikum aus nächster Nähe begleiten. Sie stiegen mutig in eines der Gefährte und erlebten das zweirädrige Fahren hautnah mit. Zum Schluss dieses Stunts vollführte einer der Stuntmänner eine 360-Grad-Wendung, ebenfalls auf zwei Reifen.

Feuerartist Marcel war nun wieder an der Reihe. Er nahm auf der Motorhaube einer Limousine Platz, die mit Vollgas durch eine weitere brennende Barrikade fuhr. Ein spektakulärer Stunt jagte den anderen; vor der Pause wurde es dann besonders waghalsig, als Nickolas auf seinem Motocross-Bike erst über drei Autos flog und es schließlich schaffte, über sieben Pkw zu fliegen.

Dem Publikum wurde schließlich eine Verschnaufpause gegönnt. Bratwurst, Pommes, Popcorn und Zuckerwatte warteten ebenso wie gekühlte Getränke und Monstertruck-Spielzeug und - Plakate. Ebenso wurde die Pause genutzt, Erinnerungsfotos mit den Gefährten, vor allem den riesigen Monstertrucks zu schießen.

Dujardin versprach noch Spektakuläreres, als sich die kurze Pause dem Ende zuneigte. Beweis genug waren die kontrollierten Überschläge des bereits schrottreifen Opel Corsa. Eine Geschwindigkeit von 30 bis 40 km pro Stunde reichte dabei aus, um den Wagen zum Überschlagen zu bringen.

Wenn man schon einmal dabei ist, kann man das mitgenommene Auto auch gleich umgestalten, so Dujardin. Ziel war es, mit einem gezielten Sprung eines anderen Autos über die Rampe, das Dach des Corsa abzurasieren. Der Einschlagswinkel beim folgenden Stunt passte dann auch so, dass das beschädigte Auto zum Cabrio umfunktioniert wurde. Ein weiterer kontrollierter Crash folgte: Hoch-kant wurde ein Wagen aufgestellt, der mit einem gezielten Zusammenstoß weit weggeschleudert wurde.

Furioses Finale

Der Atem des Publikums war bereits mehrmals stehengeblieben, doch der Höhepunkt der Show sollte noch folgen. Die vier Tonnen schweren und drei Meter hohen Monstertrucks „Hellboy“ und „Car Killer“ kamen zum Einsatz. Toni Lauenburger und Marcel Traber bestiegen die imposanten Gefährte, während in der Mitte des Platzes bereits stark beschädigte und nicht mehr brauchbare Fahrzeuge platziert wurden. Mehrere Male sprangen die über 400-PS-starken Monstertrucks schließlich mit lautem Getöse über und auf die Fahrzeuge, die dann endgültig das Zeitliche segneten.

Ein beeindrucktes Publikum hinterließen die Stuntmänner, und das stürmte nach der atemberaubenden Show von den Tribünen, um Plakate und Autogramme der Stuntmänner zu ergattern.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert