Aschenputtel angelt sich natürlich den Prinzen

Von: thd
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Aschenputtel am Ziel ihrer TrÀ
Aschenputtel am Ziel ihrer Träume: Prinz Karl bezauberte nicht nur seine „Prinzessin”, sondern ließ auch die Kinder im Publikum der Dürwisser Festhalle träumen. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. Noch laufen die Kinder durch die Dürwisser Festhalle und können vor Vorfreude nicht ruhig auf ihrem Platz sitzen. Doch schnell traut sich keiner mehr, auch nur ein kleines Geräusch von sich zu geben. „Hier muss noch gefegt werden!”

So einen strengen Ton haben die Kinder bestimmt noch nicht sehr oft gehört. Die böse Stiefmutter steht kerzengerade auf der Bühne und funkelt ins Publikum.

Schnell wird die angespannte Stimmung durch ein schrilles Klingeln unterbrochen. Die Stiefschwester hatte die Lacher durch ihre Tollpatschigkeit auf ihrer Seite - doch wurde nur eine von den kleinen und auch von den großen Zuschauern verehrt: Als Aschenputtel auf die Bühne kam, verzauberte sie alle mit ihrer Natürlichkeit und ihrer frechen Art, die sie sich trotz der täglichen Schikanen bewahrte.

Nach einem Streit mit ihrer Stiefmutter flüchtet Aschenputtel in den Wald. Dort rührt sie zuerst nicht nur die Großeltern und Eltern fast zu Tränen, sondern zeigt auch den Kindern, wie sehr sie ihre Eltern vermisst und redet auf der Waldlichtung mit ihrem toten Vater.

Anschließend folgte das erste Treffen mit dem Märchenprinzen.Prinz „Charming”, in diesem Fall Prinz Karl, ließ alle Herzen höher schlagen. Und prompt musste auch das Publikum mitspielen. Der Prinz war sich nämlich zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich sicher. Sein Motto lautete: „Hochzeit? Nein, danke!”

Allerdings sahen die Kinder das anders und protestierten: „Hochzeit? Jawohl!” Beim anschließenden Besuch des Stoffhändlers lernten die Kinder dann auch noch wichtige Weisheiten des Lebens. „Mit Herz und Verstand kann alles erreicht werden - eine leere Hand ist das Geheimnis!”

Nach einer kurzen Pause kam dann das große Finale, auf das alle gewartet haben. Prinz Karl hält um die Hand der für ihn noch unbekannten Aschenputtel an und will sie schließlich doch noch heiraten. Nach dem klassischen Verlauf, dass Aschenputtel ihren Schuh hinterlässt und der Prinz diesen zuerst der Stiefschwester anzieht, folgt das romantische Happyend. In ihrem weißen Ballkleid verzaubert Aschenputtel den Prinzen, aber auch das ganze Publikum.

Die lediglich vier Schauspieler boten ihrem Publikum in der Dürwisser Festhalle ein gelungenes Stück. Außer Marlene Zilias als Aschenputtel übernahmen alle eine Doppelbesetzung. Philipp Scholz verkörperte den Prinzen und den Stoffhändler, Inga Schlimme spielte die Stiefmutter, aber auch die nette Waldfee und Denise Kiesow glänzte als Stiefschwester und auch als Freund des Prinzen.

Effektive Requisite

Begeistert hat auch die Bühnenrequisite - auch wenn sie spärlich war, aber dafür um so effektiver. Mit wenigen Hilfsmitteln erzielte das Team eine riesige Wirkung. Der Wald, das Schloss und das Herrenaus ließen sich mit wenigen Handgriffen verändern und stellten die Schauspielkünste sofort in den Vordergrund.

Im Vordergrund der Kinder stand allerdings nicht nur die künstlerische Leistung, sondern auch die spannende und faszinierende Geschichte, denn in den Kinderaugen werden die Eindrücke noch lange bleiben und den ein oder anderen Traum mit charmanten Prinzen, gläsernen Schuhen und strahlenden Prinzessinnen füllen.
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