Arbeiterwohlfahrt: Bei Baklawas miteinander reden

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Süßes aus Damaskus: Baklawas. Gebäck aus Syrien und Afghanistan bieten Flüchtlinge und Mitarbeiter der Awo in der Eschweiler Fußgängerzone. Foto: Stock/Lutz Kaulfuß

Eschweiler. In Deutschland werden Tag für Tag andersdenkende oder –aussehende Menschen auf offener Straße diskriminiert oder bedroht. Rassistische Gruppierungen hetzen nicht nur gegen Flüchtlinge, Migranten, Muslime oder Juden, auch deutsche Lesben, Schwule, Transgender oder einfach nur anders denkende Menschen sind vom alltäglichen Rassismus betroffen.

Die Awo als Wohlfahrtsverband setzt mit ihren Aktionen u.a. in Eschweiler ein weiteres Zeichen gegen Rassismus. Vor allem nach den Wahlergebnissen des vergangenen Wochenendes soll Stellung bezogen werden.

„Wir möchten zeigen, dass es in der Bevölkerung entgegen der Haltung von Rechtsgerichteten sehr wohl Offenheit für eine bunte Gesellschaft gibt“ teilen die Organisatorinnen der Aktion, Bouchra Baboua und Monika Medic, mit.

Am Montag, 21. März, 11 bis 15 Uhr, werden die Awo-Mitarbeiter gemeinsam mit Flüchtlingen aus den Eschweiler Unterkünften den Passanten in der Fußgängerzone (gegenüber Targo Bank) Gebäck aus ihren Ländern (Syrien oder Afghanistan) und Informationen zum Thema anbieten.

Mit dieser Geste möchten die Schutzsuchenden ihre Interessen an einem friedlichen und toleranten Zusammenleben zeigen. Auch werden allen Fußgängern eine große Leinwand und verschiedene Farben zum Mitmalen für ein buntes Miteinander zur Verfügung gestellt.

In den Einrichtungen der Awo ist die Zusammenarbeit unterschiedlicher Menschen und Kulturen eine Selbstverständlichkeit. Die Vielfältigkeit der Mitarbeitenden und der Arbeitsbereiche spiegeln die offene Denk- und Lebensweise der Awo wieder. Der neue Arbeitsbereich „Flüchtlingshilfe und Migrationsberatung für Erwachsene Zuwanderer“ (MBE), ist das beste Beispiel dafür.

Für eine Beschäftigung bei der Awo sind nicht auf das Aussehen, die Hautfarbe oder die Herkunft der Bewerberinnen und Bewerber entscheidend Vielmehr sind die Qualifikation, die persönlichen Stärken, das Wissen und Können sowie die Haltung den Menschen gegenüber entscheidend für die personelle Besetzung.

Ein Beispiel für gelungene Zusammenarbeit verschiedener Kulturen stellt das Team der Flüchtlingshilfe dar, das seit September 2015 die Schutzsuchenden in der Eschweiler Erstaufnahmeeinrichtung Jahnhalle und seit März 2016 in einer Stolberger Flüchtlingsunterkunft betreut.

„Die unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen teilweise in Verbindung mit einer eigenen Migrationsgeschichte sind das Geheimnis unseres Erfolges in dieser Arbeit!“ teilen Baboua und Medic stolz mit. „Wir möchten im Rahmen Tages gegen Rassismus zeigen, dass Flüchtlinge oder Migranten – als am meisten von Rassismus Betroffenene – nicht nur nehmen, sondern auch vieles zurückgeben können, wenn wir sie akzeptieren“ setzt Bouchra Baboua fort. „Auch das Bild, das am Ende der Aktion entsteht, wird zeigen, wie schön die Vielfältigkeit sein kann, wenn sie harmoniert und koordiniert wird“ fügt Monika Medic hinzu.

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