Annika Brock macht im Taekwondo keiner etwas vor

Von: na
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Annika Brock gehört zu den ganz großen Nachwuchstalenten im Taekwondo und macht mit ihren internationalen Erfolgen ihren Meister Chae Seung-Eun und seine Sportschule in Eschweiler stolz. Foto: Nils Aßmus

Eschweiler. Denkt man an Sportarten wie an das aus Südkorea stammende Taekwondo, so denkt man eigentlich immer an die Auseinandersetzung zweier Sportler im Wettkampf.

Annika Brock, die mit sechs Jahren das erste Mal in der Kampfkunstschule von Meister Chae Seung-Eun trainierte, kämpft in ihren Wettkämpfen allerdings nur gegen sich selbst. Sie misst sich nämlich nicht mit ihren Gegnerinnen im sogenannten Freikampf, sondern in der Disziplin „Poomsae”, was soviel wie „Formenlauf” bedeutet.

Dabei werden festgelegte Techniken in einer bestimmen Reihenfolge von den Sportlern vorgeführt und auf die Sauberkeit ihrer Ausführung hin von Kampfrichtern bewertet.

In dieser, in der Öffentlichkeit weniger populären Disziplin der südkoreanischen Kampfkunst, zählt Annika Brock zu den größten Nachwuchstalenten in Deutschland.

Mit ihren jungen zwölf Jahren trägt Annika schon den zweiten Poom, den zweiten Grad der Meisterschaft. Dieser ist zwar, solange die junge Kampfsportlerin noch nicht erwachsen ist, neben der schwarzen Farbe auch noch rot gefärbt, aber dass Annika die Techniken meisterlich beherrscht, stellte sie in diesem Jahr ausdrücklich unter Beweis.

In der Jugendklasse C (11-13 Jahre) gewann die junge Indestädterin beispielsweise die Danish Open und die Berlin Open. Außerdem wurde sie Landesmeisterin in NRW.

Aufgrund dieser herausragenden Erfolge wurde Annika Brock 2011 in den Landesformenkader der NWTU (Nordrhein-westfälische Taekwondo Union) berufen und belegte mit der Mannschaft des Kaders NRW auch gleich noch den zweiten Platz beim Deutschland-Pokal in Niedersachsen.

Mit ihren Partnerinnen Lena Kappert aus Essen und Katharina Kleyer holte Annika außerdem Titel wie zum Beispiel den der Berlin Open und der internationalen Landesmeisterschaft im Synchron-Formenlauf an die Inde.

Die Erfolge in diesem Jahr kamen allerdings natürlich nicht nur durch Annikas unbestreitbares Talent, sondern viel mehr durch Ehrgeiz, Ausdauer und Disziplin, die Annika Tag für Tag beim Training an den Tag legt.

Dreimal in der Woche trainiert sie in der Sportschule Chae bei ihrem Meister in Eschweiler. Darüber hinaus geht es mindestens einmal die Woche zu einem Kadertraining nach Essen oder Bochum und an den freien Tagen übt Annika auch noch fleißig zu Hause Tritt- und Schlagtechniken um sie zu perfektionieren.

Meister Chae lobt sie nicht nur wegen ihres Ehrgeizes und ihrer Disziplin beim Training, sondern vor allem auch wegen ihrer Fähigkeit mit Kritik umzugehen und diese schnell und präzise auch umzusetzen.

All ihre sportliche Ausdauer würde allerdings keine Früchte ohne die großartige Unterstützung ihrer Eltern tragen. Sie fahren Annika zu den Kadertrainings und Turnieren und fördern ihre Tochter wo sie nur können.

Neben dem Sport hat Annika Brock zwar nicht viel Zeit für viele Hobbys, aber wenn sie einmal nicht in der Trainingshalle steht, dann malt die Zwölfjährige gerne auf Leinwände und isst gerne, passend zur Kampfkunst Taekwondo, koreanisch.
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