Eschweiler - Angie, Sarko und Kalli begeistern in der Realschule

Angie, Sarko und Kalli begeistern in der Realschule

Von: kaba
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Unglaublich nah dran. Maria Gr
Unglaublich nah dran. Maria Grund-Scholer redet als Angie auf ihr Eschweiler Wahlvolk ein. „Ihr habt mich gewählt? Ha, selbst schuld!” Foto: Katja Bach

Eschweiler. Sie machen grandiose Comedy, zum Hören und jetzt auch zum Erleben. Maria Grund-Scholer und René Steinberg alias Angie, Ehepaar von der Leyen, Sarko, Kalli oder andere, nahmen die ganze Bühne ein. Mit einer Mischung aus Programm und Improvisation nutzten sie die bekannten WDR2-Comedy-Formate.

Schon zu Beginn gab es tosenden Applaus, der sich immer weiter steigerte. Die bereits aus den Radiosendungen bekannten Stimmen bekamen am Mittwoch ein Gesicht oder besser zwei. Und die untermalten ihre sowieso schon beliebten Parodien nun mit einer unglaublichen Mimik und Gestik.

Energie wie ein Atomkraftwerk

So wurde Steinberg als Ehemann von „Frau Von der Leyen” schließlich davon überzeugt seinen Namen zu tanzen, da er ja schließlich Gatte einer ehemaligen Waldorfschülerin sei. Also tanzte der Comedy-Star brav und mit vollem Körpereinsatz.

Ebenso aktiv und mit größter Hingabe verkörperte er den wohlbekannten Sarko de Funes. Der Charakter, der im Radio bereits verabschiedet wurde, lebt im Programm von „Lachen Live” weiter - und wie! Getreu der Beschreibung „So viel Energie wie ein Atomkraftwerk” hüpfte und sprang und lief und drehte sich René Steinberg als Sarko über die Bühne. Bei so viel Temperament bleiben natürlich kleinere Wutanfälle nicht aus, die wie folgt eingeleitet und wild gestikulierend vollendet wurden: „Moment, kleines Ärger-Solo: Ärger, Ärger, Ärger, Ärger, Ärger? ... Ärger!”

Natürlich durfte an diesem Abend auch die Kanzlerin nicht fehlen. Als Ehrengast angekündigt betrat „Angie” in ihrem roten Jackett die Bühne und nahm Platz am Rednerpult. Von dort begrüßte sie zunächst ihr Publikum: „Ich freue mich also heute in Eschweiler sein zu müssen”, aber die nahmen es mit Humor.

Wie auch im Radio wurden die einzelnen Szenen an aktuelle Themen angepasst. Im Rückblick auf die NRW-Wahlen kommentierte Angie noch einmal Röttgens Rauswurf: „So ist das, wenn man sich alle Türen offen lassen will: Dann gibt es Durchzug und dann knallts auch schon mal.”

Dieser Bezug zum Aktuellen ist auch das, was Achim Bergs so klasse findet. „Das ist das tolle an WDR2, wenn ich morgens gegen 6 mein Autoradio anmache, bekomme ich bereits die neuesten Informationen und etwas zum Lachen”, berichtet er und freut sich über die Karten für den humorvollen Abend, die ihm seine Kinder zum Geburtstag schenkten.

Aber nicht nur das Eschweiler Publikum hatte riesigen Spaß, auch die Darsteller hatten ihre Freude. „Es ist so toll, einen ganzen Abend zu haben , den man mit den Zuschauern entwickeln kann und an dem man alle möglichen Spielarten zeigen kann.”, erklärt René Steinberg und auch Maria Grund-Scholer hat ihre ganz eigene Motivation wenn sie auf der Bühne steht: „Das Schöne ist, dass unser Programm bei den Hörern ankommt.” Um so ein großartiges Programm auf die Bühne bringen zu können braucht es allerdings neben den Darstellern noch eine weitere Person; den „weltbesten Techniker Kai Berkenfeld” wie ihn die beiden lobend nennen. Er spielt während der Aufführung Musik und an die 30 Einspieler ab, ohne die der Abend nur halb so lustig wäre. Was den Abend überhaupt so lustig machte, erklärten die Darsteller zu Beginn ihres Auftritts.

Was auf der Bühne geschieht ist Stimmparodie vom Feinsten. Man nehme sich ein besonderes Merkmal der Stimme eines Charakters und verstärkt es, dann stelle man sich zusätzlich innerlich noch auf die Figur ein und schon habe man eine gelungene Parodie. Zusätzlich verstanden sich Grund-Scholer und Steinberg auf Spiele mit der Psyche des Publikums. Denn was passiert, wenn man gesagt bekommt: „Stellen sie sich das jetzt NICHT bildlich vor”? Natürlich, man sieht im Fall vom Mittwoch einen Rainer Calmund ohne Hose und mit Bikinioberteil in einer Spaßrutsche stecken. Und schließlich das Geheimnis der Interaktion.

Lachen bis zur letzten Sekunde

Wer das Publikum anspricht, nimmt es für sich ein und begeistert umso mehr. Alles in allem war es also ein sehr gelungener Abend, den das Kulturzentrum Talbahnhof da organisiert hatte. Lachen von der ersten bis zur letzten Sekunde und ein grenzenlos begeistertes Publikum.

Bis zum Sommer reisen René Steinberg und Maria Grund-Scholer noch mit diesem Programm durch ihr Sendegebiet in NRW und werden sicherlich noch viele Erfolge feiern wie in Eschweiler in der Realschul-Aula.
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