André Schweers: Bildhauer stellt in Galerie Art Engert aus

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André Schweers ist seit elf Jahren regelmäßig zu Gast in der Galerie Art Engert in Bergrath.

Eschweiler. „Ich stand, sah und lauschte“ so beschreibt der Bildhauer André Schweers den Anspruch seiner Ausstellung, die er ab Sonntag, 12. Februar, in der Galerie Art Engert an der Wilhelmstraße 73 g, zeigt. Vernissage ist um 17 Uhr.

André Schweers wird von der Galerie Art Engert nun seit elf Jahren in seinem künstlerischen Schaffen begleitet. 2005 präsentierte er sich dort zum ersten Mal in einer Einzelausstellung, 2007 stellte er zusammen mit Karin Hillmer in der Burggalerie in Stolberg aus, zudem nahm er an mehreren Gemeinschaftsausstellungen in der Galerie teil.

Schweers, geboren 1963 in Mülheim/Ruhr, studierte an der Universität Duisburg Kunst und Geografie sowie Bildhauerei bei Kurt Sandweg. Von 1989 bis 1991 leitete er die Papierwerkstatt der Universität im Fachbereich Kunst und arbeitete an archäologischen Ausgrabungsstätten in Italien, Griechenland, der Türkei und Frankreich. Als freier Künstler ist er seit 1992 tätig.

Seit 1993 ist er regelmäßig mit Arbeiten auf der Großen Kunstausstellung NRW vertreten. Er hat an Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen darunter auch auf der Miami Art in den USA. Seine Arbeiten befinden sich in privatem Besitz, in Sammlungen großer Unternehmen, sowie im Bestand zahlreicher Museen, wie dem Musée des Beaux Arts in Tour, der Landessammlung NRW, dem Museum Kunstpalast Düsseldorf und dem Lehmbruck Museum Duisburg.

„Ich stand, sah und lauschte“, diese fünf Worte erinnern uns unwillkürlich an den berühmten Spruch Caesars: „Veni, vidi, vici“, „Ich kam, ich sah, ich siegte“ mit dem dieser seinen Siegeszug nach Rom vor dem Senat beschrieb.

Ob André Schweers daran dachte, als er den Titel für seine Ausstellung auswählte? André Schweers erobert die Kunst? Oder die Variationen des Papiergusses? Oder die Versinnbildlichung der Literatur in der bildenden Kunst? Mitnichten, solche Ansprüche sind nicht die Sache von André Schweers.

Der Titel der Ausstellung steht nicht für Aktion, André Schweers will vielmehr den Anspruch der Kontemplation erheben und zwar für sich im Gegensatz zu Cäsar, dem Feldherrn, der handelt kämpft, tötet.

Der Künstler steht in einem ruhigen stillen Umfeld, er ruht in sich und schaut. Er steht in einer Bibliothek, in einer Schatztruhe für Bücher, die ihn mit ihren unterschiedlich farbigen Rücken, mit ihren goldgeprägten Buchstaben, mit ihren aufgeschlagenen Folianten anzieht. Er steht mitten drin und sieht um sich. Das Wissen vieler Generationen umgibt ihn. Verdichtet auf vielen Seiten von Pergament, geschaffen aus dem Geist vieler kluger Mitmenschen.

Er hat auf Papier festgehalten, wie es angefangen hat, als die Menschen ihr Wissen festgehalten und an die nächsten Generationen tradiert haben. Weniger die Inhalte suchte er und hält sie fest, sondern das Material, die Form, die Technik. Mit seinen Werken feiert er die Formgebung des Wissens, der Nachricht, mit Tinte auf Pergament, mit der Druckschrift auf Papier, mit dem Impuls auf dem elektronischen Speicher.

Bei der Vernissage möchten der Künstler und die Galeristin Anita Engert in einem Zwiegespräch in die Ausstellung einführen. Die Werke sind bis einschließlich 9. April zu sehen. Die Galerie Art Engert ist dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr geöffnet; aber auch samstags kann man Besichtigungstermine mit der Galeristin vereinbaren.

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