Eschweiler - „And the Oscar goes to...“ Bert Schopen & Co.

„And the Oscar goes to...“ Bert Schopen & Co.

Von: jlm
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Die Stufenleiter Ines Pieper-Janosa und Sebastian Plum wurden mit einem Oscar ausgezeichnet.

Eschweiler. Der Abischerz der Bischöflichen Liebfrauenschule birgt jede Menge lustige Spiele. Eine Auszeichnung gibt es auch für die Stufenleiter und Helene Jürß vom Kiosk.

Mit einer Limousine wurden sie abgeholt und bis zum roten Teppich gefahren. Dort angekommen, stieg der Chauffeur aus und öffnete die Türen. Das kennt man so ja eigentlich nur aus dem Fernsehen. Die Schüler der Bischöflichen Liebfrauenschule staunten daher am Dienstagmorgen nicht schlecht, als tatsächlich eine schwarze Limousine auf den Schulhof vorgefahren kam und vor dem eigens ausgelegten Teppich hielt. Ines Pieper-Janosa und Sebastian Plum, Stufenleiter der Abiturientia, stiegen aus und wurden auch gleich über den Teppich zur Bühne geleitet, wo sie von den Moderatoren Fabian Schmiech und Britta Sprank begrüßt wurden. Der Abischerz konnte beginnen.

Und den Anfang mussten natürlich die Stufenleiter machen. Sie wurden erst einmal umgezogen. Der Herr schlüpfte in einen Zweiteiler, der an Till Eulenspiegel erinnerte, und setzte sich noch einen Zylinder auf, seine Kollegin tanzte im roten Federkostüm über die Bühne. Gemeinsam sangen sie ein Lied – der Text stammte dabei natürlich aus der Feder der Schüler – und machten ordentlich Stimmung.

Wer hat den größten Sex-Appeal?

Weiter ging es mit verschiedenen Spielen. Die Klassensprecher der sechsten Klassen spielten zu viert gegen Thomas Wurm, Martin Sellmann, Birgit Herkenhoff-Portik und Eva Maria Thürwächter. Der Name des Spiels: Stellungswechsel. Jeder Spieler bekam zwei Schilder übergehangen, vorne und hinten ein Buchstabe. Britta Sprank sagte einen Satz, in dem ein Wort fehlte oder stellte eine Frage, und jedes Team musste das fehlende Wort bilden. Gar nicht so einfach, wie sich zeigte, doch die Rufe der Schüler, die das Ganze vor der Bühne verfolgten, halfen. „Wer möchte denn eigentlich wissen, wer das größte Lehrertraumpaar ist? Oder wer hat den größten Sex-Appeal?“, machten die Abiturienten auch gleich Werbung in eigener Sache, nämlich für ihre Abizeitung.

Eine leckere Bestrafung

Beim nächsten Spiel waren dann die Lehrer gefragt, genauer Francesco Romano, Willy Jung, Susanne Lipps und Thomas Wurm, die jetzt „ihre lustige Ader spielen lassen“ sollten, so Fabian Schmiech amüsiert. Mit City-Rollern lieferten sie sich in Zweierteams ein Wettrennen, wobei der erste Fahrer ähnlich wie beim Staffellauf am Start vom Teampartner abgelöst wurde. Lipps und Wurm verloren nur knapp, nichtsdestotrotz kündigte Schmiech eine Bestrafung der Verlierer an. Um das Ganze zu versüßen, sollte die jedoch noch was auf sich warten lassen. „Die ist auch gar nicht so schlimm. Die ist eigentlich sogar lecker“, rief er dem zurecht skeptischen Thomas Wurm zu. Bevor die Lehrer nämlich „bestraft“ werden sollten, wurden auf der Bühne zunächst Schüler in zwei Spielen ermittelt, die diesen Job übernehmen sollten.

Am Ende standen die Gewinner auf der Bühne: Thomas Wurm, Francesco Romano, Willy Jung und Lars Sonntag sollten auf die Bühne kommen. Und tatsächlich: die „Bestrafung“ wurde süß. Eh sie wussten, was passierte, hatten die vier Auserwählten ihren Lehrern schon einen mit extra Sahne beschmierten Kuchen ins Gesicht geworfen. Hinter der Bühne machten die sich dann daran, die schmierige Leckerei wegzuwaschen, Lars Sonntag „durfte“ auch gleich bei dem nächsten Spiel mitmachen. Gegen seine Kollegen Martin Hillemacher, André Fischoeder-Bierbaum, Carsten Gier sowie vier Schüler tigerte er bei eine „Reise nach Jerusalem“ auf der Bühne um die Stühle. Zu guter Letzt kam es dann – wie es sich für die Oscars gehört – zur Preisverleihung. Als „beste Stufenleiter“ wurden natürlich Ines Pieper-Janosa und Sebastian Plum ausgezeichnet, die sie drei Jahre lang unterstützt hätten, so Fabian Schmiech, und, auch wenn es mal Stress gegeben hätte, sei es eine tolle Zeit gewesen. Eine durfte auf der Bühne auch nicht fehlen, „das Herz der Schule“, so die Abiturienten: Helene Jürß. Auch sie bekam einen Mini-Oscar überreicht. „Ohne sie, hätten wir nicht überlebt – sie war immer da, wenn wir Hunger hatten.“

Wolfgang Knippschild, der an diesem Tag krank war, bekomme seinen Preis nachgereicht, und auch Bert Schopen als Schulleiter wurde auf die Bühne gebeten. „Lange ist er auch nicht mehr hier, so wie wir“, so Schmiech ein wenig melancholisch. Er habe als Schulleiter immer alles super geregelt, sei immer sehr kompromissbereit gewesen, auch wenn sich die Besuche in seinem Büro manchmal nicht vermeiden ließen. Eine Frage musste er ihnen aber noch beantworten, nämlich, wie es nun nach den Ferien weitergehe. Die Stelle sei neu ausgeschrieben worden. Im Moment sehe es daher so aus, dass der derzeit stellvertretende Schulleiter Carsten Gier die Schule kommissarisch leiten werde. „Und dann sehen wir, was passiert.“ Am Ende ließen die Schüler die gute Laune noch einmal aufleben und tanzen auf der Bühne und auf dem Schulhof die Macarena.

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