Analyse zum Start: Sportstättenkonzept wird konkret

Von: pan
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Eschweiler. Ein Sportstättenkonzept in Eschweiler wird schon seit vielen Jahren von vielen politischen Parteien gefordert. In diesem Jahr will die Stadt dafür 10.000 Euro ausgeben.

Die SPD-Fraktion formuliert nun, welche Kriterien das Konzept erfüllen soll. Ausdrücklich sollen auch „Akteure des Eschweiler Sports“ eingebunden werden, wie es in dem Antrag der SPD-Fraktion heißt.

Erste Vorschläge der Verwaltung sollen im ersten Quartal des kommenden Jahres auf den Tisch gelegt werden. Noch im kommenden Herbst soll ein Workshop „unter professioneller Begleitung“ veranstaltet werden – dies regt die SPD in ihrem Antrag an.

Die Sozialdemokraten weisen in ihrer Begründung darauf hin, dass sich die Sportlandschaft in der Stadt verändert. „Es sind zahlreiche neue Sportarten entstanden, während andere nicht mehr nachgefragt werden“, schreibt die Fraktionsvorsitzende Nadine Leonhardt. Zugleich variiere auch die Antwort auf die Frage immer mehr, ob der Sport im Verein oder individuell betrieben werde. „Die Sportler sind auf eine funktionierende Sportinfrastruktur und Bewegungsräume in unserer Stadt angewiesen“, schreibt Leonhardt. Das Sportstättenkonzept soll helfen, Investitionen zielgerichtet einzusetzen, um den Ausbau oder die Sanierung von Sportstätten zu planen.

Zunächst Bestand ermitteln

Zunächst soll der Bestand der Sportstätten ermittelt werden. Viele mag es verwundern, aber laut SPD „besteht keine belastbare und umfassende Datenerhebung zu der in Eschweiler vorhandenen Sport- und Freizeitstätteninfrastruktur“. Im zweiten Schritt sollen die Bedürfnisse der Sportler untersucht werden, um den Bedarf an Sportanlagen zu erfassen. Natürlich sollen auch die Anforderungen der Schulen berücksichtigt werden. Letztlich will die SPD das Rad jedoch nicht neu erfinden, sondern sie fordert, „ein besonderes Augenmerk auf die Erarbeitung von Optimierungspotenzialen zu legen“.

Im letzten Schritt sollen dann konkrete Handlungsempfehlungen auf den Tisch gelegt werden. Der Sportausschuss soll im Detail über die Entwicklung informiert werden. „Für den Sport als Ausgleich für den Einzelnen, zur Förderung des Zusammenhalts in der Gesellschaft und als ein Motor für Integration und Inklusion sind daher Entwicklungsperspektiven erforderlich, die ihn stützen und ihm die Bedeutung geben, die er in der Gesellschaft hat“, heißt es in dem Antrag.

In Eschweiler sind nach Aussage der SPD-Fraktion aktuell 71 Sportvereine mit fast 11.200 Mitgliedern aktiv. Etwa 4000 davon sind Kinder und Jugendliche, was einem Anteil von 36 Prozent entspricht. Hinzu kommen etwa 10.000 Schüler, die Sportstätten für den Sportunterricht nutzen.

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