An besonderen Orten lässt sich besser lernen

Von: Dirk Müller
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Ein ganz besonderer Ort, in di
Ein ganz besonderer Ort, in die Geschichte der Region einzutauchen: der Zinkhütter Hof, das Museum für Industrie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Raums Aachen.

Eschweiler/Stolberg. Es wird wohl eine äußerst fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der städtischen Gesamtschule Eschweiler und dem Museum Zinkhütter Hof werden - zumindest wenn die Schüler der Waldschule so engagiert das museale Bildungsangebot nutzen, wie der Schulchor zu Werke ging.

Beherzt eröffneten die Schüler die feierliche Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Eschweiler Schule und dem Stolberger Museum. Mit Liedern wie „We are the world” füllten sie klangvoll den großen Raum. Anschließend stellten einige Waldschüler anhand von Projekten ihre Erfahrungen mit dem museumspädagogischen Angebot des Zinkhütter Hofs vor.

Der Eschweiler Bürgermeister Rudi Bertram zeigte sich beeindruckt von den Darbietungen der Schüler und erklärte, man wolle die gegebenen Möglichkeiten ausnutzen und mit Hilfe des außerschulischen Lernorts in der Kupferstadt die Attraktivität der Waldschule erhöhen, die auch von vielen Kupferstädter Kindern besucht wird. „Außerdem gibt es zwischen unseren Städten keinerlei Berührungsängste”, betonte Bertram.

Dem schloss sich der Bürgermeister Stolbergs vorbehaltlos an. „Wir reden nicht nur über die Städteregion, wir leben sie”, sagte Ferdi Gatzweiler, der den Kooperationspartnern die Unterstützung beider Bürgermeister zusagte. Seitens des Zinkhütter Hofs sei es ohnehin selbstverständlich, städteübergreifend zu wirken, verwies Professor Paul Thomes auf den korrekten Namen: „Wir sind das ?Museum für Industrie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Region Aachen und als solches eben für die gesamte Region tätig”, führte der Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung des Museums aus.

Die Initiatorinnen der Kooperation, die Berufskoordinatorin der Waldschule Andrea Hagel und die Museumspädagogin Petra Grüttemeier-Schlaeger, verzichteten auf eine pädagogische Abhandlung bezüglich außerschulischer Lernorte im Vormarsch. Dass heute nicht mehr ausschließlich in der Schule für das Leben gelernt werde, sei inzwischen hinlänglich bekannt.

Stattdessen erinnerten sie sich gemeinsam an ihre eigene Schulzeit, besonders an die „Wandertage”, die in Museen führten. „Etwas anfassen, reden oder herumrennen war nicht erlaubt, und das Lernerlebnis beschränkte sich auf langweiliges Zuhören”, beschrieb Grüttemeier-Schlaeger. Das Museum Zinkhütter Hof hingegen sei mitreißend, und interaktiv; interessierte und aktive Schüler seien erwünscht, sagte Hagel: „Meine Einstellung hat sich durch den Besuch des Zinkhütter Hofs verändert. Dieses Museum knüpft an die Erfahrungswelt der Schüler an und ist daher spannend für sie.”
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