Ameland seit Jahrzehnten „Insel der Jugendfreuden”

Von: anka
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40 Jahre Ameland-Fahrten: Der Jugendchor „Lautstark” ließ mit seinen Texten die vielen Anekdoten der Reisen aufleben, die die ehemaligen und aktuellen Teilnehmer im Rahmen einer Messe und einer kleinen Jubiläumsfeier noch einmal austauschten. Foto: Anne Karduck

Eschweiler. „Was braucht es an Orten, dass Freundschaften überhaupt entstehen können?”, fragte Pfarrer Andreas Mauritz in seiner Predigt im Rahmen der Amelandmesse in St. Severin Weisweiler. Lange mussten einige der Christen da nicht überlegen.

Sie haben nämlich einen solchen Ort, an dem tiefe Freundschaften entstanden sind, schon gefunden: die Insel Ameland, zu der jedes Jahr in den Sommerferien ein riesiger Tross an Kindern und Jugendlichen unter der Organisation des Ferienwerks Weisweiler fährt. Und das seit nun bereits 40 Jahren. Grund genug also, diese vier Jahrzehnte und die damit verbundenen Erlebnisse noch einmal Revue passieren zu lassen.

Bleibende Erinnerungen

Bevor die ehemaligen und aktuellen Teilnehmer, Betreuer sowie die Kochleute gemeinsam Messe feierten, schauten sich die Kinder, die in diesem Jahr mit von der Partie waren, die Bilder der letzten Ameland-Fahrt an. „Diese Insel ist und war für alle Beteiligten etwas Besonderes”, warf Norbert Jansen, einer der Hauptverantwortlichen des Ferienwerks Weisweiler, zu Beginn des Gottesdienstes einen Blick auf den Reiz, den die Fahrten seit 40 Jahren ausmachen. „Es ist eine bleibende Erinnerung, die wir alle in unseren Alltag mitnehmen. Die Erlebnisse wirken also über die Fahrt hinaus”, ist sich Norbert Jansen sicher. Dabei seien nicht nur Freundschaften, sondern auch Liebe gewachsen.

„Diese Fahrt ist eine große Bewegung seit 40 Jahren”, predigte Pfarrer Andreas Mauritz und zielte damit schon auf einen besonderen Aspekt der Reise: die Freundschaft, „die etwas Kostbares ist, was man nicht einfach wegwirft.” Eine gute Freundschaft zeichne sich gerade dadurch aus, wo über lange Zeit etwas gewachsen ist. „Vor allem Jesus lädt uns ein, einander zu dienen. Auf den Fahrten wird diese Liebe Gottes zu uns sichtbar”, betonte der Theologe.

Musikalisch untermalt wurde die Messe von dem Jugendchor „Lautstark” unter der Leitung von Marc Schmitz, der mit passenden Liedern die Bedeutung der Freundschaft hervorhob.

„Bei der kleinen Jubiläumsfeier wollen wir unsere Erinnerungen austauschen und den Nachkommenden zeigen, wie wichtig das Miteinander ist”, unterstrich Wienand Schönchens, Vorsitzender des Ferienwerks, im Anschluss an den Gottesdienst. So erinnerten alte T-Shirts, Lagerfahnen und Bilder auf dem Ehemaligen-Treff an die tolle Zeit auf Ameland. Die Jugendlichen schauten sich indes die Fotos der letzten Fahrt an.

Jährlich über 150 Kinder

1970 von dem damaligen Weisweiler Pfarrer Ludwig Gieswinkel ins Leben gerufen, fiel die Organisation der Ameland-Fahrt 1982 in die Hände des Ferienwerks. In dieser Zeit wurde die Reise weit über Weisweilers Grenzen hinaus bekannt und beschert in jedem Jahr mehr als 150 Kindern und Jugendlichen unvergessliche Ferien. Wie eben schon einst das Amelandlied sagte: „Insel der Jugendfreuden, zu dir uns alles zieht.”
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