Am Wald wird ab März gebaggert

Von: ran
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Erhebliche Mängel und Schäden an der Straßenoberfläche sowie am rund 60 Jahre alten Kanal machen laut Verwaltung die Baumaßnahme „Im Hag“ unumgänglich. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Im kommenden Frühjahr wird der Wohnbereich „Im Hag“, der durch den Jägerspfad, die Wilhelminenstraße sowie den Florianweg umrahmt wird, zur Baustelle: Innerhalb einer geplant rund einjährigen Maßnahme werden sowohl die Straßenoberfläche als auch der Kanal saniert. Am Mittwochabend hatten die Anwohner Gelegenheit, sich im Rahmen der Bürgerversammlung im Ratssaal über den Planungsstand zu informieren.

Nach der kurzen Begrüßung Hermann Göddes gab der Technische Beigeordnete der Stadt Eschweiler das Wort weiter an die Vertreter des Ingenieurbüros HPC, die zur Planung sprachen und die Notwendigkeit der Baumaßnahmen unterstrichen.

Sowohl die Straßenoberfläche als auch der rund 60 Jahre alte Abwasserkanal wiesen starke Strukturschäden auf. So sei unter anderem die hydraulische Auslastung des Kanals, der Risse und Scherbenbildung aufweise sowie durch Wurzeleinwuchs beeinträchtigt sei, nicht mehr ausreichend.

Auch die inzwischen 70 Jahre alte Straßenbeleuchtung bedürfe der Erneuerung. Die Straße soll gepflastert werden. Lediglich im Wohnbereich, der direkt an die Wilhelminenstraße angrenzt, ist wegen der Steigung eine Asphaltdecke angedacht.

Auswertungen folgen

Dr. Bernd Hartlich, Leiter des Planungs- und Vermessungsamtes, informierte die zahlreichen Zuhörer anschließend über den Ablaufplan der Maßnahme: „Nach dieser Bürgerversammlung werten wir ihre Anregungen aus und legen den Mitgliedern des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses den dann aktuellen Planungsstand in der Ausschusssitzung am 3. Dezember vor.

Vorausgesetzt, der Planung wird zugestimmt, erfolgt zu Beginn des kommenden Jahres die Ausschreibung und Vergabe. Der Baubeginn ist für April 2016 vorgesehen. Wir gehen von 200 Arbeitstagen bis zur Vollendung der Maßnahme aus, so dass wir hoffen, Ende März 2017 fertig zu sein“, so der Amtsleiter.

Er nannte auch die geschätzten Gesamtkosten. Diese liegen im Straßenbau bei 1,15 Millionen Euro. Für die Kanalsanierung werden 1,25 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen Kosten für die Grundstücksleitungen in Höhe von 36.000 Euro.

Zu den anteiligen Kosten, die laut Kommunalabgabengesetz (KAG) sowie der Satzung der Stadt Eschweiler, von den Anwohnern getragen werden müssen, sprach Helmut Gühsgen, Leiter des Bauverwaltungsamtes: „Zu diesem frühen Planungsstand können wir allerdings nur ungefähre Angaben zur Hand geben, zumal es sich beim Wohnbereich Im Hag um kein einheitliches Abrechnungsgebiet, sondern um einen besonderen Straßentyp handelt, für den der Stadtrat noch eine Einzelsatzung beschließen muss“, erklärte er.

Er schätzt die Kosten pro Quadratmeter Abrechnungsfläche für die Bewohner, je nach Wohnbereich, auf 11 bis 18 Euro schätzte. „Genaue Zahlen können wir erst nach Beendigung des Schlussrechnungsverfahrens nennen. Die Abrechnung für die Anwohner wird deshalb nicht vor 2018 erfolgen“, blickte Gühsgen nach vorne.

Abschließend machte Ralf Nießen von den Wirtschaftsbetrieben Eschweiler deutlich, dass auf die Anwohner ebenfalls noch Kosten für die Grundstücksanschlussleitungen zukommen könnten. „Diese liegen bei 400 bis 450 Euro pro laufenden Meter!“

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