Eschweiler - Am Samstag rockt Julia Neigel mit dem Paten des Soul

Am Samstag rockt Julia Neigel mit dem Paten des Soul

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
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Samstagabend mit „Rock´n´Soul” auf der EMF-Bühne zu erleben: Julia Neigel und Edo Zanki.

Eschweiler. Das soll ihm erst einmal jemand nachmachen: Innerhalb weniger Stunden gelang es Kulturmanager Max Krieger am Donnerstagabend, die Lücke hochkarätig zu füllen, die Nina Hagens kurzfristige Bronchitis ins Programm des Eschweiler Music Festivals gerissen hatte.

Ausgerechnet am Festivalsamstag sollte die Bühne leer bleiben? Ein Unding, befand Max Krieger. „In 19 Jahren habe ich erst einen einzigen Ausfall verkraften müssen. Das war, als Rapper Curse auf der Fahrt nach Eschweiler einen Autounfall hatte. Den Auftritt haben wir dann später nachgeholt.”

Diesmal ging es nicht nur um einen von zahlreichen Auftritten, sondern um den Ruf Kriegers als Festivalorganisator und um das Renommee des EMF in den Augen von Sponsoren und Zuschauern.

Noch am selben Abend erreichte Krieger die erhoffte Zusage aus Travemünde: Dort standen am Donnerstagabend Julia Neigel und Edo Zanki auf der Bühne. Auf ihrem Weg zum nächsten Auftritt in Süddeutschland am Sonntag werden die beiden nun in Eschweiler Station machen: beim EMF.

„Rock´n´Soul” ist die Tour der beiden Ausnahmesolisten betitelt, die auf der Bühne hervorragend miteinander agieren. Dass Julia „Jule” Neigel dies kann, hat die Sängerin mit der Vier-Oktaven-Stimme in gemeinsamen Auftritten mit Showgrößen wie Eros Ramazotti, Rod Steward, David Knopfler (Dire Straits) und Elton John längst bewiesen.

Als Songtexterin hat sie unter anderem für Peter Maffay gearbeitet, und auch als Produzentin ist sie längst eine feste Größe und verzeichnet große Erfolge. „Ihre Stimme kann Feingefühl wie Ausbrüche vermitteln, eine Sängerin die souverän, authentisch und passioniert eine enorme vokale Stil-Palette präsentieren kann...” skizzierte sie ein Kritiker.

Derzeit nimmt Julia nach langer Auszeit ihr neues Album auf - man darf gespannt sein auf ihr Comeback, und ihre powervolle Präsenz..

Edo Zanki gilt als der „Pate der deutschen Soulmusik”, sein Stil unverwechselbar, die Performance herausragend. Er trat u.a. im Vorprogramm von U2 auf und gilt als einer der größten musikalischen Könner unseres Landes.

Schwarzamerikanischer Soul in deutscher Sprache und eine Stimme, die mit den Jahren noch ausdrucksstärker und reifer geworden ist, das ist Edo Zanki 2010.

Als Produzent und Songwriter arbeitet Edo unter anderem für Sasha, Thomas D., Ulla Meinecke, Anne Haigis, Herbert Grönemeyer, Ina Deter, Tina Turner, Andr Heller, Xavier Naidoo, die Söhne Mannheims u.v.a.

Edohatte nach Jahren als Musical Direktor und Producer bei André Heller endlich wieder Lust, selbst vor sein Publikum zu treten und sogar zwei Alben zu veröffentlichen.

Dutzende begeisternder Konzerte machten deutlich, dass Edo und seine hervorragende Band die richtige Entscheidung getroffen hatten, wieder live präsent zu sein.

Von den gemeinsamen Auftritten im Rahmen der „Rock´n´Soul”-Sessions war das Publikum hingerissen. Die beiden Solisten performen neben eigenen natürlich auch gemeinsame Songs. Diese spannende Rock-Soul-Fusion ist definitiv für Überraschungen gut.

Hagen noch unklar

Während das EMF mit dem Auftritt der Beiden wieder eine runde Sache ist, ist offenbar noch unklar, ob und wo der Auftritt Nina Hagens nachgeholt wird. Eine Verlegung auf den 7. August, den Samstag vor dem „Pur”-Konzert auf dem Eschweiler Marktplatz, ist aus personellen Gründen (Hagens Bandleader ist dann anderweitig verpflichtet) nicht möglich; ein Ausweichen auf den 6. August hätte erhebliche Kosten für den Auf- und Abbau von Ton- und Lichttechnik, Personal etc. zur Folge.

Die will Max Krieger verständlicherweise nicht tragen: „Wir reden hier von einem Konzert der Städteregion im Rahmen des Kulturfestivals der Städteregion. Ich stelle nur die Bühne zur Verfügung. Es geht nicht an, dass ich neben den Kosten für das Ersatzkonzert mit Julia Neigel und Edo Zanki auch noch bis zu fünfstellige Zusatzkosten für eine Veranstaltung der Städteregion zahlen soll.”

Die Entscheidung über das Hagen-Konzert liege allein bei der Kulturbeauftragten der Städteregion, Dr.Nina Mika-Helfmeier.
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