„Am Grachtweg“: Städte wollen gemeinsam Gewerbe ansiedeln

Von: tob
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Die Verträge sind gemacht: Die Bürgermeister Ulrich Schuster (links) und Rudi Bertram (rechts) unterzeichnete die Verwaltungsvereinbarung zur Entwicklung des interkommunalen Gewerbegebietes. Foto: Tobias Röber

Eschweiler/Inden. „Wir waren uns schon immer einig.“ Das betonten die Bürgermeister Rudi Bertram und Ulrich Schuster, als sie am Freitag die Verwaltungsvereinbarung zwischen der Stadt Eschweiler und der Gemeinde Inden zur Entwicklung des interkommunalen Gewerbe- und Industriegebietes „Am Grachtweg“ unterzeichneten. Bis zu 700 Arbeitsplätze sollen dort entstehen.

„Das ist ein weiterer Baustein des Strukturwandels“, sagt Bertram. Das rund 31 Hektar (etwa 62 Fußballfelder) große Gebiet liegt in unmittelbarer Nähe zum Kraftwerk Weisweiler. Die ausgewiesenen Industrieflächen begünstigen insbesondere die Ansiedlung von produzierenden Unternehmen sowie der Logistikbranche, da beide einen Bedarf an großen flächen (ab ca. 50 000 Quadratmeter) haben. Eigentümerin der Fläche ist die RWE Power AG, die auch die Vermarktung übernimmt. Genau wie die Erschließungskosten in Höhe von vier Millionen Euro.

Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass die Stadt Eschweiler die Abwasserbeseitigung und die Entwässerung, die Abfallentsorgung, die Straßenreinigung und die Instandhaltung der Straßen übernimmt, und die Gemeinde Inden sich anteilig an den Kosten beteiligt. Die für Betrieb und Unterhaltung anfallenden Kosten werden 50:50 aufgeteilt. Einnahmen aus der Grundsteuer sowie aus der Gewerbesteuer entfallen auf den jeweiligen Vertragspartner, auf dessen Gemeindegebiet das jeweilige Grundstück liegt.

Die Ursprünge zu diesem gemeinsamen Projekt liegen schon viele Jahre zurück. Damals habe die Stadt die Nachricht bekommen, eine Papierfabrik solle in die Nähe des Kraftwerks ziehen. Die Finanzkrise habe das schließlich verhindert, für die Entscheidungsträger sei jedoch schnell klar gewesen, dass ein Plan B her müsse. Der wird nun umgesetzt.

700 Arbeitsplätze

Die Nachfrage sei groß, sagte Alois Herbst, Leiter Liegenschaften, Umsiedlung, Bergschäden und Rekultivierung des RWE, am Freitag. Es bestehe somit die Hoffnung, dass sich bereits in diesem Jahr „am Grachtweg“ Firmen ansiedeln. 700 Arbeitsplätze seien für dieses Gebiet eine realistische Einschätzung. Im Zusammenhang mit dem interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiet wurde am Freitag betont, dass der Autobahnanschluss Weisweiler (A 4) unbedingt erhalten werden müsse.

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