Eschweiler - „Alzheimertage“ klären über Erkrankung auf: Jeder kann etwas tun

„Alzheimertage“ klären über Erkrankung auf: Jeder kann etwas tun

Letzte Aktualisierung:
8511361.jpg
„Prophylaxe und Komopensation – was hilft gegen Demenz“ ist einer der Vorträge betitelt, mit denen die Städteregion Aachen im Rahmen der Alzheimertage vom 20. September bis 3. Oktober in Eschweiler Aufklärung betreibt. Foto: Stock

Eschweiler. Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. 2014 steht dieser Tag in Deutschland unter dem Motto „Demenz – jede/r kann etwas tun“. Weltweit und auch überall in Deutschland finden rund um den Welt-Alzheimertag vielfältige Aktionen statt, um auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen.

In der Städteregion Aachen finden die Alzheimertage vom 20. September bis 3. Oktobertatt. Auftakt ist am Samstag, 20. September, 10 bis 15 Uhr im Städtischen Seniorenzentrum an der Marienstraße in Eschweiler (Platz neben dem Seniorenzentrum) sein.

Hier erfahren Interessierte an einem Infostand alles zu den Themen Hilfs- und Unterstützungsangebote, Pflege und Wohnen bei Demenz und bekommen von einer Ärztin auch medizinische Fragen beantwortet. Aussteller sind das Demenz-Servicezentrum Regio Aachen/Eifel, das Demenz-Netz, die Wohn- und Pflegeberatung und die Alzheimer-Gesellschaft der Städteregion Aachen.

Referate, Gespräche, Film

Von 15 bis 17 Uhr stehen Vorträge im Seniorenzentrum an der Marienstraße 7 statt: der erste hat die Überschrift „Wo ist nur meine Brille? Ist das nur Vergesslichkeit oder schon Demenz?“ von Lotta Hülsmeier, Ärztin beim Demenz-Netz Städteregion Aachen, der zweite Vortrag lautet „Angemessener Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen“. Referent ist hier Joachim Lennefer, Pflegewissenschaftler und Einrichtungsleiter des Seniorenwohnsitzes Lambertz in Monschau.

Am Freitag, 26. September, geht’s von 17.30 bis 19.30 Uhr mit einem Film unter dem Titel „Small World“ im Primus-Kinocenter an der Marienstraße 45 weiter. Veranstalter sind das Amt für Altenarbeit der Städteregion Aachen in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Alzheimertage.

„Prophylaxe und Kompensation - Was hilft gegen Demenz?“ ist der nächste Vortrag betitelt, der am Montag, 29. September, 18.30 bis 20.30 Uhr, stattfindet. Veranstaltungsort ist das Städtische Seniorenzentrum an der Marienstraße 7; Veranstalter sind die Stadt Eschweiler und Alzheimergesellschaft.

„Pflegefall – was nun? Die Pflegeversicherung – (k)ein Buch mit sieben Siegeln“ heißt ein Vortrag, der am Dienstag, 30. September, 18 bis 20 Uhr, auf dem Programm steht. Veranstaltungsort ist hier die Bürgerbegegnungsstätte Eschweiler-Ost an der Moselstraße 10; Veranstalter ist der Trägerverein Bürgerbegegnungsstätte Eschweiler-Ost in Kooperation mit der Pflegeberatung der Städteregion.

Anmeldungen bis Montag, 15. September, per Fax unter 02403/60999353. Näheres unter Telefon 02403/71678 und E-Mail: peter.toporowski@eschweiler.de. Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

Demenz ist ein Thema, das früher oder später fast jeden berührt: Ob jemand aus der Familie erkrankt, man im Sportverein oder im Supermarkt Menschen mit Demenz begegnet oder als Ärztin oder Altenpfleger beruflich mit Demenzkranken zu tun hat. Deshalb sollte jeder Einzelne sich über das Thema Demenz informieren und Verständnis entwickeln. Nicht zuletzt ist die Politik gefordert, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen und die Forschung nach besseren Versorgungsformen und wirksamen Therapien zu fördern.

Heike von Lützau-Hohlbein, erste Vorsitzende des Dachverbandes Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz, sagt dazu: „Es sind die kleinen Dinge, die den Alltag von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verschönern – die Nachbarin, die nicht die Straßenseite wechselt sondern für einen kleinen Plausch stehen bleibt, oder der Arzt, der nicht nur ein Rezept über den Tisch schiebt, sondern sich auch nach dem Wohlbefinden der pflegenden Ehefrau erkundigt.

Auch an anderen Stellen ist noch viel zu tun, um die Lebenssituation von Demenzkranken zu verbessern: Pflegeeinrichtungen müssen so aufgestellt sein, dass Menschen mit Demenz dort gut versorgt werden. Krankenhäuser müssen sich auf die zunehmende Zahl de-menzkranker Patienten einstellen und Konzepte entwickeln.

Der bürokratische Aufwand, der nötig ist, um Unterstützung bei der Pflege zu erhalten, muss reduziert werden. Und auch die lange angekündigte grundlegende Reform der Pflegeversicherung, die zu einer Gleichbehandlung von Demenzkranken und körperlich Pflegebedürftigen führen soll, muss endlich umgesetzt werden.“

Infos im Internet

Die Alzheimergesellschaft Städteregion Aachen e.V. besteht seit fast 20 Jahren. Sie unterhält Selbsthilfe- und Angehörigengruppen in der gesamten Städteregion, betreibt Öffentlichkeitsarbeit, führt Seminare und Pflegeschulungen für Angehörige durch und ist in zahlreichen regionalen politischen Gremien aktiv vertreten.

Zu den weiteren Angeboten gehört die Vermittlung von individueller Beratung und Krisenhilfe für Familien und die Vermittlung von Plätzen in den von der Alzheimergesellschaft vermieteten Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz in der Josef-von-Görres-Straße. Weitere Infos: Alzheimergesellschaft Städteregion Aachen e.V., Löhergraben 2, 52064 Aachen, Telefon 0241/51002125, Fax.: 0241/51002129, Email: info@alzheimergesellschaft-aachen.de, www.alzheimergesellschaft-aachen.de.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert