Altenpflege: Nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung

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Zwei Azubis im Element: Isabell Kraja und Jenny Andrä beim Bettenbeziehen, denn auch stets frische Bettwäsche trägt zum Wohlbefinden bei. Foto: I. Röhseler
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So sieht der Nachwuchs des Senioren- und Betreuungszentrums aus: 21 junge Leute absolvieren zurzeit ihre Ausbildung zum examinierten Altenpfleger. Drei von ihnen machen eine Kochlehre. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. „Einen schönen guten Morgen“, begrüßt die 20-jährige Isabell eine Bewohnerin des Senioren- und Betreuungszentrums an der Johanna-Neuman-Straße freundlich. „Haben Sie gut geschlafen?“ Behutsam hilft sie der älteren Dame aus dem Bett, begleitet sie zur Morgentoilette und anschließend zum Frühstücksraum.

„Die Dankbarkeit der Menschen ist die schönste Belohnung“, schwärmt die angehende Altenpflegerin. Isabell Kraja ist eine von 24 jungen Leuten, die im Senioren- und Betreuungszentrum der Städteregion Aachen – unserem diesjährigen Partner der „Aktion Wunschzettel“ – ihre Ausbildung absolvieren. Sie ist im dritten Jahr dort.

In der Einrichtung an der Johanna-Neuman-Straße braucht man sich derzeit keine Sorgen um den Personalnachwuchs zu machen, wenn auch bundesweit über den Mangel an Pflegekräften geklagt wird. 21 der Azubis streben den Abschluss zum staatlich anerkannten Altenpfleger an, drei junge Leute werden zu Köchen ausgebildet. Zehn von ihnen sind im ersten Ausbildungsjahr, vier im zweiten und sieben im dritten Ausbildungsjahr. Viele von ihnen haben schon vorher in die Arbeit im SBZ hineingeschnuppert: 13 waren entweder als Jahrespraktikant in der Pflege und Tagespflege oder als Aushilfe dort tätig.

Sie alle sind von ihrer Berufswahl überzeugt und unterstützen mit viel Engagement und Freude alte Menschen in ihren ganz alltäglichen Belangen und verhelfen ihnen so zu einer besseren Lebensqualität und zu einem Älterwerden in Würde. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, Senioren bei der Körperpflege wie dem Waschen, beim An- und Ausziehen und beim Essen zu helfen. Außerdem übernehmen die Azubis medizinische Aufgaben, messen Puls, Temperatur und Blutdruck, sie verabreichen Medikamente und wechseln Verbände. Ihre Arbeit müssen sie dokumentieren. Ihr Beruf verlangt ein großes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen. Gute Umgangsformen und ein gewisser Respekt vor dem Alter sind natürlich Voraussetzung.

Isabell Kraja hat, bevor sie ins Berufsleben eingestiegen ist, ein sechswöchiges Praktikum im SBZ gemacht. „Es hat mir so gut gefallen, anderen Menschen helfen zu können, da habe ich mich gleich hier beworben“, berichtet sie. Und sie habe ihre Entscheidung noch keine Sekunde bereut. „Es macht mir große Freude mit den älteren Menschen zu arbeiten, ihnen den Alltag zu erleichtern. Der größte Dank ist es, wenn mich einer Senior anstrahlt, denn das tut richtig gut!“, sagt sie.

„So ist es“, pflichtet ihre Kollegin Jenny Andrä bei, die ihren Beruf ebenfalls mit viel Herzblut und Leidenschaft ausübt: „Das ist für mich kein Job, sondern eine Berufung. Entweder übt man diesen Beruf gerne aus oder nicht!“ Ja, und wenn ich später alt sei, fügt Isabell hinzu, „dann möchte ich ja auch gepflegt werden und fände es schön, wenn für mich jemand da ist.“

Die Ausbildung zum Altenpfleger ist sehr praxis- und bedarfsorientiert. Durch die Kombination von Theorie- und angeleiteten Praxisblöcken ergeben sich optimale Lernmöglichkeiten auf hohem fachlichem Niveau.

Im Rahmen der Qualitätssicherung kümmert sich Elke Lauffs um die Praxiseinsätze, Organisation und die Ordnerführung der Azubis. Demnächst bietet das SBZ auch eine Ausbildungsstelle Verwaltungsbereich unter der Leitung von Heimleiter Bernhard Müller an.

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