Alte Schienen erinnern an Zeit der „Tramm”

Von: mic
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Uberraschender Fund: Bei den Arbeiten in der Marienstraße kamen auch alte Straßenbahnschienen ans Tageslicht. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Während für die Umgestaltung der nördlichen Innenstadt noch Ideen gesucht und gesammelt werden, schreitet der Umbau der City südlich der Inde weiter voran. Aktuell wird in der Moltke- und der Marienstraße gearbeitet, wo ein Tiefbauunternehmen gerade den neuen Kanal verlegt.

Einkaufs-Allee

Mit dem Umbau der südlichen City soll die Innenstadt freundlicher für Fußgänger und damit auch als Einkaufsstandort attraktiver werden. Der Grundgedanke der Planung: Bis heute hat die Marienstraße eher trennenden Charakter, weil sie die Fußgängerzonen Graben- und Neustraße auf der einen und den Bereich um Peek & Cloppenburg sowie der Sparkasse auf der anderen durchschneidet.

Mit der Umgestaltung soll eine optische Verbindung zwischen diesen beiden Bereichen geschaffen werden. Zwischen Rosenallee und Moltkestraße entsteht so eine Kombination aus Plätzen und einer Art Allee, in der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Gestalterisch soll der neue Charakter durch Pflasterung und den weitestgehenden Verzicht auf Bordsteine geschaffen werden.

Die Arbeiten gehen zügig voran und könnten in der Moltkestraße im März/April des kommenden Jahres beendet sein. Im Fall der Marienstraße rechnet die Stadtverwaltung damit, dass alle Arbeiten inklusive Bepflanzung spätestens im Juni 2011 abgeschlossen sind. Werde das bisherige Tempo eingehalten, könne dies auch deutlich früher der Fall sein, sagte Stadtsprecher Stefan Kaever auf Anfrage.

Mit der Baustelle in der Marienstraße haben sich Autofahrer und Fußgänger scheinbar noch nicht ganz angefreundet. Da an manchen Stellen - je nachdem, wo sich die „Wanderbaustelle” befindet - nicht deutlich erkennbar ist, was denn nun Fußgängerbereich und was gerade Fahrbahn ist, kommen sich Passanten und Autos immer wieder in die Quere, was zu brenzligen Situationen führen kann.

Zudem entsteht in Höhe der Sparkasse ein ums andre Mal ein Engpass mit Staupotenzial. So war das zumindest in der zurückliegenden Woche. Trotz absoluten Halteverbots parkten vor dem Gebäude an der Marienstraße nach wie vor Autos. Zwischen dieser Parkreihe und der Baustellenabsperrung wurde es manchmal so eng, dass insbesondere für Linienbusse kein Durchkommen mehr war.

Die Baustelle ist mittlerweile ein Stück weiter in Richtung Rosenallee gewandert. Der frühere Parkstreifen ist provisorische Fahrbahn, was bestimmte Zeitgenossen nicht daran hindert, ihr Fahrzeug trotzdem hier abzustellen, um schnell ihren Einkauf zu erledigen. So ergab sich zum Beispiel die Situation, dass ein Möbelwagen minutenlang hupend hinter einem abgestellten Fahrzeug stand und nicht weiterkam. Der Lkw-Fahrer half sich schließlich selbst, stieg aus und schob die Baustellenabsperrung so weit zur Seite, dass er den Wagen gerade so passieren konnte.

Bei den Bauarbeiten in der Marienstraße kamen interessante Relikte zum Vorschein, vor denen Passanten in der vergangenen Woche regelmäßig stehen blieben. Der Bagger hatte mit Teerdecke und Erdreich auch Teile von Straßenbahnschienen ans Tageslicht befördert, die an die gute alte „Tramm” erinnern, deren Ära in Eschweiler vor rund 40 Jahren zu Ende ging.
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