Alte „Schätzchen“ beim Musikerflohmarkt

Von: zsa
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Musiker Rolf Braun (links) hatte neben aussortierten Gitarren und Equipment auch alte Schallplatten im Angebot – für diese interessierten sich unter anderem Gretel (2.v. l) und Manfred Laubert (3.v.l.). Foto: Sandra Ziemons
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Generalüberholte Konzert- und Westerngitarren gab es bei Musiker Renaud Marquart (links), die Kim Gaubies, ebenfalls Musiker, gerne sofort ausprobierte. Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler. Schallplatten, CDs, Bücher, Instrumente, PA-Anlagen, Mischpulte, Effektgeräte und vieles mehr, was das Musikliebhaber- und Musikerherz begehrt, gab es jetzt auf dem Musikerflohmarkt im Rio. Gleichzeitig ergab sich die Gelegenheit zum Fachsimpeln und Austausch unter Musikern. Trotz des guten Wetters erfreute sich der Flohmarkt vieler Besucher.

Bereits vor einigen Jahren rief Klaus Schmidt, in Eschweiler vor allem bekannt als Organisator der Konzertreihe „Blues meets Rock“, den Musikerflohmarkt ins Leben. Nach einer längeren Pause fand dann im Dezember vergangenen Jahres wieder ein Musikerflohmarkt statt und soll zukünftig regelmäßig ein bis zwei Mal jährlich in der Diskothek in der Schnellengasse sein – so wie am Wochenende. Der Musikerflohmarkt richtet sich dabei vor allem auch an Hobby- und Berufsmusiker und soll Gleichgesinnten die Möglichkeit zum Austausch und zum Verkauf aussortierter Artikel bieten.

„Nicht nur das Interesse der Besucher ist gut, sondern auch die Stimmung der Verkäufer untereinander“, zog Schmidt am Samstagmittag ein erstes Fazit für den ersten Flohmarkt in diesem Jahr, der von 10 bis 18 Uhr ging. Anders als bei allgemeinen Flohmärkten müssen die Verkäufer beim Musikerflohmarkt nur eine geringe pauschale Aufwandsentschädigung zahlen und erhalten dafür die Fläche und die geliehenen und bereits aufgestellten Verkaufstische. Das Rio stellt seine Räume für den Tag kostenlos zur Verfügung.

So vielfältig wie die angebotenen Artikel – von der CD über die Gitarre bis zur kompletten Musikeffektanlage war alles vorhanden – waren auch die Besucher. So traf man sowohl junge als auch ältere Besucher, Musikhörer als auch -macher an. In den alten LPs von Verkäufer Rolf Braun, selbst auch Musiker, stöberten beispielsweise Gretel und Manfred Laubert. „Mein Mann ist großer Schallplattenliebhaber“, erklärte Gretel Laubert. Und nach einigen Minuten wurde Manfred Laubert dann auch fündig und so wechselten für 20 Euro fünf Langspielplatten, darunter ein Album von Fleetwood Mac, den Besitzer.

Wie bei Rolf Braun handelte es sich bei den meisten Anbietern auf dem Musikerflohmarkt um Berufs- oder Hobbymusiker, die einen Teil ihres Bestands verkauften. „Diese Platten haben zehn Jahre lang im Dornröschenschlaf auf meinem Speicher gelegen“, sagte Braun. So wurde es nun Zeit, dass sich jemand anderes daran erfreuen kann, wie zum Beispiel Manfred Laubert.

Instrumente hatten viele Verkäufer ebenfalls mitgebracht. Vom Akkordeon über die E-Gitarre bis zum Schlagzeug war auch hier die Auswahl groß. Der Musiker Renaud Marquart, in Eschweiler von seinen Auftritten im ehemaligen Culture Café und im Talbahnhof bestens bekannt, präsentierte eine beachtliche Anzahl an Konzert- und Westerngitarren. Neben seinen musikalischen Engagements kauft Marquart alte Gitarren bei Privatleuten, restauriert diese und verkauft sie generalüberholt weiter.

Die Gitarren, die auf den ersten Blick bereits wie neu wirken, zogen auch die Aufmerksamkeit von Kim Gaubies an. Der junge Musiker aus Aachen ist Teil des Duos „Lights Out“ und war positiv überrascht von der Vielfalt auf dem Musikerflohmarkt: „Ich bin sehr froh, dass ich hierhin gekommen bin. Beinahe hätte ich den Flohmarkt unterschätzt.“ So probierte Gaubies einige von Marquarts Gitarren aus und spielte dank ebenfalls vorhandenem Verstärker sehr zur Freude aller Anwesenden ein paar Ausschnitte aus seinem Repertoire.

Ob er dann auch eine Gitarre, beispielsweise der Marke Martin, mit nach Hause nehmen würde, ließ Gaubies offen: „Vielleicht schicke ich ja noch später jemanden, um sie zu holen“. Sicher ist aber, dass viele Interessierte zwar einerseits zum Gucken vorbeikamen, der ein oder andere Besucher aber auch nicht mit leeren Händen nach Hause ging und sei es mit einer Karte für eins der nächsten „Blues meets Rock“-Konzerte, die Organisator Klaus Schmidt verkaufte.

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