Eschweiler - Alte Kameraden sind auf aktuellem Stand

Alte Kameraden sind auf aktuellem Stand

Von: Toni Dörflinger
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Traditionsbewusstsein und Freundschaft verbindet: 80 ehemaligen Soldaten trafen sich jetzt in der Donnerberg-Kaserne zum Gedankenaustausch und zur Geselligkeit. Foto: T. Dörflinger

Eschweiler. Traditionsbewusstsein und das Pflegen von Freundschaften stand für 80 ehemalige Wehrpflichtige und Berufssoldaten im Mittelpunkt, die sich jetzt im Unteroffiziersheim der Donnerberg-Kaserne trafen.

Hatten die ersten Treffen noch in der Geilenkirchener Selfkant-Kaserne stattgefunden, trifft man sich seit dem Jahre 1982 auf dem Donnerberg, wo auch die erste Wirkungsstätte gelegen hatte. Denn 1958 wurde dort ein 100 Soldaten umfassendes Artillerie-Lehrbataillon gegründet, das später als „Raketen-Artillerie-Bataillon 72” bezeichnet wurde.

Die Angehörigen dieses Bataillons, in der Mehrzahl ehemalige Offiziere, trafen sich nun zum 13. Mal, um gemeinsam mit den Lebenspartnern und Ehefrauen einen gemütlichen Abend zu verbringen. Organisiert hatte das Treffen - bei das Auffrischen von Erinnerungen und der Austausch von Bildern im Mittelpunkt standen - Manfred Romeike, Stabsfeldwebel a.D..

Früher „Camp Zeebrügge”

Für die Reden waren der Hausherr, Oberstleutnant Jürgen Werner, und der aus Bonn stammende Oberst a.D. Klaus Richter verantwortlich. Sie ließen die Geschichte der Donnerberg-Kaserne Revue passieren, gaben einen Überblick über die derzeit auf dem Donnerberg beheimateten Waffengattungen und betonten das Verbindende von Freundschaft und Kameradschaft.

Den geschichtlichen Part und die Darstellung der Waffensysteme hatte Jürgen Werner übernommen. Er erinnerte an die Historie der Kaserne, die 1947 von belgischen Soldaten gegründet und anfänglich als „Camp Zeebrügge” bezeichnet wurde. 1958 wurde das Camp von der Bundeswehr übernommen und erhielt den Namen Lager Donnerberg. Die Umbenennung in Donnerberg-Kaserne erfolgte 1978.

Schon vorher hatte man dafür gesorgt, dass die alten Holzbaracken durch feste, aus Stein erbaute Unterkünfte und Werkstätten ersetzt wurden. Denn leistungsfähige Werkstätten brauchte man auf dem Donnerberg, wie Werner betonte, der anschließend den ehemaligen Soldaten einen Überblick über die Waffensysteme verschaffte, die derzeit dort instand gesetzt und repariert werden.

Als Beispiele nannte Werner die Panzerhaubitze 2000, das Aufklärungsflugkörpersystem KZO/LUNA und den Mehrfachraketenwerfer MARS, die alle von dem technischen Wissen und Können der aktuellen Donnerberger Instandsetzungstruppe profitieren.

Klaus Richter stellte in den Mittelpunkt seiner Rede die langjährige Freundschaft und erinnerte die ehemaligen Kameraden an ihren Beitrag, der „vom Vermeiden eines heißen Krieges und einer rund 60-jährigen Friedensperiode”, geprägt sei.

Die weiteste Anreise hatte Wolfgang Bosch, Oberfeldwebel der Reserve, aus Forstinning bei München. Das 14. Traditionstreffen im Oktober 2011 soll gleichfalls in der Donnerberg-Kaserne stattfinden.
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