Alle Hände voll zu tun: Frühjahrsputz vor dem Start im Freibad

Von: Patrick Nowicki
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Eine Hand an der Fernbedienung, während der Roboter den Beckenboden reinigt: Gabriele Korsten verbringt mit ihrem Team viel Zeit im Freibad, um es auf den Saison vorzubereiten.
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Die Zahlen müssen stimmen: Patricia Bauer misst den Ph-Wert und kontrolliert den Chlorgehalt des Wassers.
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Nach dem Winter muss die Anlage komplett gereinigt werden.

Eschweiler. Die Temperaturen ließen in den vergangenen Tagen noch nicht an einen Freibadbesuch denken, aber in Dürwiß laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Am kommenden Montag um 10 Uhr beginnt die Freibadsaison. „Manche Schwimmer scharren schon mit den Hufen“, berichtet Gabriele Korsten.

Sie und das Bäderteam kümmern sich mit Feuereifer darum, dass der Schwimmspaß unter freiem Himmel starten kann. Unterstützt wird es dabei von den Wirtschaftsbetrieben Eschweiler.

Die Wintermonate hat die Anlage in Dürwiß gut überstanden, größere Schäden waren nicht zu verzeichnen. Dennoch mussten einige Wände neu gestrichen werden – turnusgemäß. Die Becken blieben in der ganzen Winter- und Herbstzeit gefüllt, lediglich die Filteranlage ließ man leer laufen. Das Wasser bildet gewissermaßen einen Schutz vor Frostschäden, denn die Temperatur am Beckenboden sinkt nicht unter vier Grad Celsius. Sollte die Außentemperatur deutlich unter Null fallen, dann setzt das Bäderteam eine Umwälzpumpe ein. Sie bringt das Wasser in Bewegung und verhindert, dass die Becken zu tief zufrieren.

Als die Vorbereitungsarbeiten Mitte März begannen, hatte das Wasser eine grüne Farbe angenommen. „Das lassen wir natürlich dann ab“, schildert Gabriele Korsten. Mit Spezialreiniger und besonderen Geräten macht sich ihr Team daran, die Wände und Böden der Becken zu säubern. Dann wird neues Wasser hineingelassen. Insgesamt 104.000 Liter passen dort hinein. Fast drei Tage sind nötig, bis der erforderliche Wasserstand wieder erreicht wird. Ab dann übernimmt ein Reinigungsroboter die Säuberung der Beckenböden.

In dieser Woche wird die Temperatur des Wassers langsam hochgefahren: Im Schwimmerbecken auf 25, im Nichtschwimmerbecken auf 26 Grad Celsius. Monitore im Technikraum unterhalb des Bademeisterturms zeigen zudem Ph-Wert, Chlorgehalt und Leitfähigkeit des Wassers an. Diese spielen eine Rolle, damit zum einen die Haut der Badegäste nicht gereizt wird, aber auch Keime keine Chance haben.

Zwischen 0,3 und 0,6 Milliliter Chlor pro Liter sind erforderlich. Drei Mal täglich nehmen Mitarbeiter aus dem Bäderteam Proben, einmal im Monat testet ein unabhängiges Hygieneinstitut die Werte. Die Ergebnisse werden auch ans Gesundheitsamt der Städteregion gesandt.

Im vergangenen Jahr strömten 51.907 Menschen ins Dürwisser Freibad, an manchem sommerlichen Wochenendtag tummelten sich fast 4000 Menschen auf dem Areal. Da müssen die Mitarbeiter des Bäderteams ein waches Auge haben – und in ausreichender Zahl vor Ort sein. 16 Mitarbeiter zählt Gabriele Korstens Team. Der Andrang an den Sommermonaten lässt sich ohne zusätzliche Aushilfen nicht bewältigen. Die Bewerber stehen allerdings nicht Schlange. „Es wird immer schwieriger, Aushilfen für die Sommermonate zu bekommen“, sagt Korsten.

Einen Grund hat sie auch schon ausgemacht: Junge Menschen seien früher und intensiver im Studium eingebunden. „Da bleibt für einen Nebenjob keine Zeit“, meint sie. In Eschweiler alleine wird die Stadt bei der Suche nach Unterstützung für das Bäderteam nicht mehr fündig. Eine Aushilfe für den Sommer wohnt in Jülich, eine andere in Aachen.

Läuft die Saison, dann stellt die Beckenaufsicht nur einen Aspekt der täglichen Arbeit dar. Das Bäderteam muss ebenso ein Auge auf die Sauberkeit der Duschen und der Liegewiese werfen. Es muss die Kassen besetzen und den technischen Ablauf sichern. Manchmal muss auch mehr getan werden, weil Unbekannte in der Nacht zugeschlagen haben: „Wenn junge Menschen nachts schwimmen, dann ist das zwar nicht erlaubt, aber schlimm wird es erst, wenn wir morgens Scherben und ähnliches aus dem Becken holen müssen“, sagt Korsten.

Eine Neuerung gibt es in diesem Sommer: Bei starkem Besucherandrang wird ein zusätzlicher Getränke- und Eisshop geöffnet. Warteschlangen sind also passé.

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